Dienstag, 01.04.2008

Advantage Dallas

Gehirnwäsche für Jason

München - Was zum Teufel? Und noch einmal: Was zum Teufel?

Dallas, Mavericks, Los Angeles, Clippers
© Getty

Während die Dallas Mavericks ihren Spielmacher Jason Kidd offenbar einer Gehirnwäsche unterzogen haben und damit alles richtig machten, kassierten die Denver Nuggets im Playoff-Rennen eine bittere, sehr bittere, sagenhaft bittere Pleite bei den Phoenix Suns.

Zum Teil mit der Gehirnwäsche: Kidds Basketball-Verstand ist recht simpel gestrickt. 1. Assists, 2. Assists, 3. Rebounds, 4. wenn's sein muss auch mal Scoren. "Das ist in meiner DNA so programmiert", sagt der 35-Jährige.

Doch beim 93:86-Erfolg bei den Los Angeles Clippers nahm er sich die deftige Kritik der letzten Tage zu Herzen und stellte sein Spiel um. 1. Scoren, 2. Scoren, 3. Assists und Rebounds.

Kidd stark - Mavs durchwachsen

Am einem Abend, an dem bei Josh Howard (25 Punkte, 8 von 20) und Jason Terry (20 Punkte, 7 von 16) offensiv erst in der Endphase wieder etwas zusammenlief, suchte Kidd konsequent seinen eigenen Wurf und beendete die Partie mit 27 Zählern - Bestwert seit seinem Wechsel aus New Jersey. Für ihn hervorragende 9 von 15 Würfen fanden das Ziel, dafür lieferte Kidd für ihn untypisch nur 4 Assists und 3 Rebounds.

Von Kidds Offensiv-Outing abgesehen, gab es jedoch nicht viel Positives zu berichten über die Mavs, die zum vierten Mal auf den verletzten Dirk Nowitzki verzichten mussten. Gegen die Clippers, eines der miesesten Teams im Westen, quälte sich Dallas regelrecht zum Pflichtsieg.

Zwar lagen die Mavs zu keinem Zeitpunkt hinten, doch wiederholt vertändelten sie eine komfortable Führung, so dass L.A., angeführt von einem starken Al Thornton (26 Punkte), im letzten Viertel drauf und dran war, die Partie zu kippen.

Bevor Howard in den letzten zwei Minuten mit sechs Punkten in Serie das Kommando übernahm, stand es etwa nur 87:82 für Dallas.

Denver bricht ein

Aber immerhin gewonnen, werden sich die Nuggets denken. Denn der Konkurrent um einen Playoff-Platz sah bei den Suns dreieinhalb Viertel lang wie der Sieger aus - und musste dann doch eine 117:132-Klatsche hinnehmen. Auf Seiten Denvers traf J.R. Smith (23) am besten, für Phoenix überragten Amare Stoudemire (41) und Steve Nash (36).

Zur Illustration die Zwischenstände: Nach dem ersten Viertel führte Denver mit 39:25. Zur Pause stand es 70:51. Sieben Minuten vor dem Ende immerhin noch 108:104. Daraufhin folgte jedoch der Einbruch, welcher Denver noch richtig weh tun könnte.

In der Western Conference ist Dallas mit nun mehr 46 Siegen und 28 Niederlagen wieder alleiniger Siebter, Denver (45-29) fiel hinter Golden State (45-28) auf Platz neun zurück.

Zum Teufel noch mal, ist das spannend!

Haruka Gruber

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