NBA-Schlaglichter

Imaginäre High-Fives und eine Verschwendung

Von Florian Regelmann
Samstag, 29.03.2008 | 11:00 Uhr
Kobe Bryant, Lakers, Memphis
© Getty
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München - Es ist ein klares, immer wieder kehrendes Ritual in der NBA.

Spieler A steht an der Freiwurflinie, seine Teamkollegen B und C stehen an den Seiten. Spieler A trifft seinen ersten Freiwurf, oder auch nicht, das spielt bei diesem Ritual komischerweise schon lange keine Rolle mehr, und wird von Spieler B und C abgeklatscht. 

So weit, so gut. Basketball ist schließlich ein Mannschaftssport. Wie es scheint, liegt der Fall bei den Milwaukee Bucks aber anders.

Sensationsszene von Andrew Bogut 

Als Andrew Bogut im Spiel bei den Atlanta Hawks diese Woche seinen ersten Freiwurf verwandelte und auf die "High-Fives" wartete, kam niemand. No love for Andrew!

Aber anstatt sich zu beklagen, sorgte Bogut für eine der besten Szenen der Saison und kreierte sich kurzerhand einfach neue Teamkollegen. Bogut klatschte imaginär in der Luft ab, links, rechts, sensationell. Hier gibt's das Video!

Wie es in Milwaukee in der Nacht zum Samstag weiter ging und warum Kobe Bryant Grund hat, sauer zu sein, steht in den Schlaglichtern.

Kein Bogut, keine News: Wer seinen Center, der im Übrigen eine sehr passable Saison spielt, so behandelt wie die Bucks Bogut, der ist keine große News wert. Nur so viel: Bogut verpasste das Spiel gegen Orlando wegen einer gebrochenen Nase. Endstand: Bucks - Magic 86:103.

Seltsame Lakers: Liebe Los Angeles Lakers, so geht es nicht. Erst zu Hause gegen die Charlotte Bobcats verlieren und jetzt auch noch gegen die Memphis Grizzlies???

Und das trotz 53 Punkten von Kobe Bryant! Der Laker war nach der 111:114-Niederlage zurecht verärgert: "Das war defensiv eine Katastrophe. Meine Punkte waren eine einzige Verschwendung."

Bei den Grizzlies, die erst ihren sechsten Auswärtssieg der ganzen Saison feierten, punkteten fünf Spieler zweistellig. Am besten traf Rudy Gay (28 Punkte).

MVP: Garnett vs. Paul: Zwei der heißesten Anwärter auf den MVP-Titel sind Kevin Garnett und Chris Paul. Am Freitag kam es in Boston zum direkten Aufeinandertreffen.

Das bessere Ende hatte dabei Garnett. Die Celtics besiegten die Hornets überraschend deutlich mit 112:92. Paul kam auf 22 Punkte und 10 Assists, Garnett verbuchte 21 Punkte und 13 Rebounds. Den Unterschied machte, dass Garnett mehr Unterstützung hatte. An diesem Abend vor allem von Paul Pierce, der 27 Zähler zum Erfolg beisteuerte.

Offiziell: Knicks are out! Nach der 95:103-Niederlage bei den Toronto Raptors haben die New York Knicks jetzt auch rechnerisch keine Chance mehr auf das Erreichen der Playoffs. Die Bilanz steht bei 20-52. Das heißt auch, dass die Knicks bis zu den Spielen am Freitag trotz nur 20 Siegen nicht eliminiert waren. So viel zur Stärke des Ostens.

Um den letzten Playoff-Platz kämpfen weiterhin die Atlanta Hawks und die New Jersey Nets. Während die Nets (31-42) bei den Indiana Pacers mit 115:123 verloren, bezwangen die Hawks (32-40) die Chicago Bulls mit 106:103.

Die Suns machen das nicht: Shaquille O'Neal ist lange genug in Phoenix, um zu wissen, dass die Suns keine drei Spiele nacheinander verlieren.

Nach den Pleiten in Detroit und Boston gewannen die Suns bei den Philadelphia 76ers mit 107:93. Amare Stoudemire machte 22 Punkte, Shaq lieferte mit 15 Punkten und 13 Rebounds eine ordentliche Vorstellung ab.

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