Klarer Dallas-Sieg in Miami

Zu schlecht fürs Fernsehen

Von Florian Regelmann
Montag, 17.03.2008 | 01:32 Uhr
NBA, Dallas, Miami
© Getty
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München - Als der US-TV-Sender "ABC" vor der Saison die Spiele auswählte, die sonntags landesweit übertragen werden sollten, war eine Paarung für den 16. März klar: Miami vs. Dallas.

Die Neuauflage des Finals von 2006 zieht immer, dachte man sich. Dwyane Wade und Shaquille O'Neal gegen Dirk Nowitzki und Co, das Coaching-Duell zwischen Pat Riley und Avery Johnson, da schaltet man ein.

Bekanntermaßen haben die Dinge einen etwas anderen Verlauf genommen. Die Heat sind zur Lachnummer der NBA verkommen. Also entschied sich "ABC" auf die Übertragung zu verzichten. Diese Heat wollten sie landesweit dann doch niemandem anbieten.

Spiel nach zwei Minuten entschieden

Schließlich ist Shaq längst in Phoenix, Wade verletzt und Riley kümmert sich in diesen Tagen mehr darum, Spiele im College-Basketball zu besuchen, um zu scouten und die Heat auf den nächsten Draft vorzubereiten.

Nachdem Riley die Niederlage von Miami gegen Orlando deshalb verpasst hatte, stand er gegen Dallas wieder an der Seitenlinie.

Kaum hatte das Spiel begonnen, hat Riley wohl gedacht, dass er lieber seinen Scouting-Trip hätte verlängern sollen. Nach zwei Minuten und zwölf Sekunden stand es bereits 9:0 für die Mavericks. Über 16:2 und 24:4 hieß es am Ende des ersten Viertels 35:12 für Dallas. Game over.

Einfache Woche für die Mavs

Miami (11-54) hatte ohne die verletzten Wade, Shawn Marion und Udonis Haslem nicht den Hauch einer Chance.

Dallas (44-23) konnte es ganz ruhig angehen lassen und gewann am Ende 98:73. Dirk Nowitzki war mit 21 Punkten (in nur 25 Minuten) bester Werfer bei den Mavs. Josh Howard kam auf 15 Punkte, Jason Terry und Brandon Bass erzielten je 14 Zähler.

Für die Mavs endete mit dem Sieg in Miami die einfachste Woche, die man sich nur vorstellen kann. Nach den Niederlagen gegen die Lakers, Jazz und Rockets bescherte ihnen der Spielplan fünf Gegner aus dem Osten: New Jersey, New York, Charlotte, Indiana und zum Abschluss das unterirdische Miami.

Dallas nahm dankend an und steht nun ohne groß etwas dafür tun zu müssen bei einer Siegesserie von fünf Spielen.

Für Dallas wird es ernst 

Nowitzki spielt weiter in überragender Form, Jason Kidd (5 Punkte, 5 Assists und 6 Rebounds gegen Miami) findet sich immer besser zurecht und vor allem die Hereinnahme von Jerry Stackhouse in die Startformation scheint sich auszuzahlen.

Was die Mavericks aber nach wie vor beweisen müssen, ist, ob sie gegen die großen Teams bestehen können. In den nächsten Partien wird man einen weiteren Aufschluss darüber erlangen. Die Gegner heißen Boston, L.A. und San Antonio. Das gute daran: Alle müssen nach Dallas ins American Airlines Center. "Ich denke, dass wir bereit dafür sind", meinte Nowitzki.

Das Spiel gegen die Spurs wird dann übrigens auch auf "ABC" landesweit in Amerika zu sehen sein. In diesem Fall müssen die Programm-Planer garantiert nichts ändern.

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