Donnerstag, 13.03.2008

NBA

Dallas kann es auch ohne Coach Johnson

München - Es war schon kurios, dass Mavericks-Coach Avery Johnson im Spiel gegen die Charlotte Bobcats einfach mal so seinen Platz auf der Bank verließ und minutenlang verschwand. Es hinderte Dirk Nowitzki und Co. aber nicht daran, den Gegner mit 118:93 abzufertigen und den dritten Sieg in Serie zu feiern.

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© Getty

Johnson hatte fünf Minuten vor Ende des ersten Viertels die Halle verlassen und war erst im zweiten Viertel wiedergekommen. Wo er war, wollte er nicht verraten, allerdings liegt der Verdacht nahe, dass er beim Ausleben der Nachwirkungen einer Grippe einfach nicht von Millionen Menschen beobachtet werden wollte - verständlich.

Jedenfalls gab er nach dem Spiel zu Protokoll: "Ich musste einfach mal kurz raus. Es gibt aber keine Probleme mit den Nachwirkungen der Grippe. Ich fühle mich großartig."

Warum auch nicht, schließlich zeigten sich die Mavs auf dem Weg zur Playoff-Form. Dirk Nowitzki führte sein Team mit 26 Punkten und 9 Rebounds souverän an und Josh Howard sorgte mit 24 Punkten, 7 Rebounds und 6 Assists für wahre Lobesarien seiner Teamkollegen.

Großartiges Spiel von Howard

"Josh sieht wieder großartig aus", lobte Nowitzki Howard, der sich immer noch von einer Rückenverletzung erholt. "Er zieht zum Korb, nimmt die Würfe und passt den Ball. Wenn er so spielt, werden wir schwer zu schlagen sein."

Ähnlich äußerte sich Johnson, der trotz seiner Absence offenbar genug Zeit hatte, seinen Schützling genau zu beobachten: "Josh muss im Moment den Top-Scorer der Gegner decken, das ist Neuland für ihn und er wächst an dieser Herausforderung. Ich mag sein körperliches Spiel und die Art und Weise, wie er in den Raum der gegnerischen Scorer eindringt."

In der Tat brachte es Howards Gegenspieler Jason Richardson gerade einmal auf 11 Punkte. Topscorer bei den Bobcats, deren Siegesserie von fünf Spielen in Dallas, gegen die sie noch nie gewinnen konnten, endete, war Raymond Felton mit 21 Zählern.

Ruhe vor dem Sturm

Dank Nowitzki und Howard konnten die Mavericks Platz sieben in der Western Conference festigen und halten Kurs auf die Playoffs. Allerdings ist das Polster auf Platz neun immer noch nicht allzu groß, daher müssen in den kommenden Partien gegen Indiana und Miami unbedingt Siege her.

Denn danach wird es heftig. Es geht gegen die Los Angeles Lakers und die Boston Celtics, und die beiden brauchen sich keine Sorgen mehr um die Playoff-Teilnahme zu machen. Sie führen die Conferences an.

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