Montag, 24.03.2008

MLB

USA erwarten Saison der Superlative

Boston - Der Mitchell-Report über den Doping-Sumpf im Baseball ist erst drei Monate alt. Dennoch glauben die Verantwortlichen an eine Saison der Superlative in der Major League Baseball (MLB).

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© Getty

Mit dem Spiel von Meister Boston Red Sox gegen die Oakland Athletics beginnt am 25. März in Tokio die neue Spielzeit, in der Zuschauer- und Umsatzrekorde die Doping-Schatten verdrängen sollen.

Der ehemalige US-Senator George John Mitchell hatte die Liga 20 Monate lang auf Doping-Missbrauch untersucht und war dabei reichlich fündig geworden.

In jedem der 30 Teams haben es Dopingsünder gegeben, so Mitchell. 85 Akteure hat er insgesamt aufgelistet, darunter sieben, die zum "wertvollsten Spieler" einer Saison gewählt wurden.

Saisoneröffnung in Japan

Das soll nun wieder in den Hintergrund rücken. Zum dritten Mal geht der Ligaverband bei der Saisoneröffnung "fremd" und startet in Japan in die Runde.

Jedoch nicht etwa, weil in den USA nach dem im Dezember veröffentlichten Mitchell-Bericht die Fans ausbleiben, sondern weil die MLB ihr Produkt in Tokio noch beliebter machen will, als es dort ohnehin schon ist.

Mit Boston hat die Liga bewusst die neben den New York Yankees weltweit größte Zugnummer für den Asien-Abstecher ausgesucht.

In Daisuke Matzusaka haben die Red Sox einen der größten japanischen Sportstars in ihren Reihen. Der Werfer wird im ersten der beiden Spiele gegen Oakland im 55.000 Zuschauer fassenden Tokio-Dome starten.

Francona fordert zwei Siege

"Für uns geht's bei allem Drumherum nur darum, dass wir zwei Siege einfahren", betonte Bostons Trainer Terry Francona. Die Vorzeichen dafür standen vergangene Woche noch schlecht.

Da drohte die gesamte Mannschaft damit, nicht nach Japan zu fliegen, wenn nicht auch die Assistenztrainer und alle zum Team gehörenden Mitglieder die von der MLB zugesagte Aufwandsentschädigung von 40.000 Dollar pro Person bekämen.

Letztlich gab der Ligaverband nach, und die Red Sox stiegen in den Flieger.

Trotz dieser Fehde und des Mitchell-Berichts gehen die Verbandsbosse jedoch erwartungsfroh in die neue Saison. Der Ticketverkauf ist bei jedem Verein gestiegen.

Selig erwartet mehr als 80 Millionen Zuschauer

Der Liga-Commissioner Bud Selig geht erstmals in der MLB-Geschichte von mehr als 80 Millionen Zuschauern aus und will die bisherige Schallmauer von mehr als sechs Milliarden Dollar an Einnahmen durchbrechen.

Berühmt für ihre Zahlenspiele sind seit Jahren die New York Yankees. Der reichste Verein der Liga sicherte sich für die kommenden zehn Jahre die Dienste von Alex Rodriguez (rechts im Bild) und zahlt "A-Rod" dafür 275 Millionen Dollar.

Eine Nummer kleiner, aber dennoch erwähnenswert ist die Vertragsunterschrift von Miguel Cabrera, der bei den Detroit Tigers einen Acht-Jahres-Kontrakt über 152,3 Millionen Dollar unterzeichnete.

Johan Santana - um den auch die Yankees und die Red Sox buhlten - verdient in den kommenden sechs Jahren bei den New York Mets 137,5 Millionen Dollar und ist somit der bestbezahlte Werfer der Liga-Geschichte.

Zudem sind die Mets durch seine Verpflichtung neben Boston und Stadtrivale Yankees der Topfavorit auf den Titel.


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