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Nervenstarke Typen

Von SPOX
Dienstag, 25.03.2008 | 09:11 Uhr
Lamar Odom
© Getty
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München - Ein Basketballer braucht einige Eigenschaften, um in einer Top-Liga wie der NBA zu spielen.

Dazu gehört Talent, Athletik, Ausdauer, Schnelligkeit und Sprungkraft. Doch eine der wichtigsten Eigenschaften ist Nervenstärke zu zeigen, um in knappen Spielen die richtigen Entscheidungen zum Sieg zu treffen - so wie Sasha Vujacic von den Los Angeles Lakers.

Beim 123:119-Overtime-Sieg bei den Golden State Warriors hat er alles richtig gemacht. Zunächst hämmerte Vujacic 43 Sekunden vor Ende einen wichtigen Dreier in die Maschen.

Kurz darauf spielte der 24-Jährige einen guten Pass auf Lamar Odom, der neun Sekunden vor der Schlusssirene den Korbleger zur vorentscheidenen 121:119-Führung versenkte (im Bild).

Ein Deja-vu bei den Celtics

Neben Vujancic hatte auch Kobe Bryant (30 Punkte, 11 Rebounds) großen Anteil am Sieg. Bei ihm ist auch bekannt, dass er nervenstark ist. 

Damit revanchierten sich die Lakers auch für die Heimniederlage gegen die Warriors vom Vortag und eroberten die Tabellenspitze der Western Conference wieder zurück.

Die weiteren Schlaglichter der Nacht

Nervenstärke, Teil zwei: Es waren noch 45 Sekunden in der Verlängerung zu spielen. Spielstand 105:105. Antonio McDyess trat an die Freiwurflinie. Eiskalt versenkte er beide Schüsse und brachte die Detroit Pistons mit 107:105 in Führung - die Vorentscheidung gegen die Phoenix Suns. Die Pistons siegten 110:105 und beendeten die Siegesserie der Suns nach sieben Partien.

Ein Deja-vu: Die Boston Celtics haben gegen die Philadelphia 76ers mit 90:95 das zweite Spiel in Folge verloren. Eigentlich nicht schlimm, da sie bereits für die Playoffs qualifiziert sind. Jedoch war dabei auffällig, dass sie zum zweiten Mal nach demselben Spielverlauf ein Spiel abgegeben haben.

Sowohl gegen die Hornets vor zwei Tagen als auch gegen die 76ers haben sie die Partien im letzten Vierteln verloren. Gegen Philly führte Boston 8:20 Minuten vor Ende mit 80:69. Aber ein 19:0-Zwischenspurt der 76ers sorgte für Ernüchterung im TD Banknorth Garden.

Verblüffung: "Ich denke, unsere Defense hat das Spiel in der zweiten Hälfte gewonnen." Dieser Satz müsste eigentlich von einem Spieler der San Antonio Spurs oder Detroit Pistons stammen, die für ihre starke Verteidigung bekannt sind. Kommen sie aber nicht. 

Marcus Camby von den Denver Nuggets ließ dieses nach dem 120:106-Sieg bei den Memphis Grizzlies verlauten. Schon verblüffend, so etwas von dem High-Scoring-Team der Liga zu hören.

Jubiläum: Rick Adelman konnte sich freuen. Der Coach der Houston Rockets verbuchte beim 108:100 gegen die Sacramento Kings den 800. Sieg seiner Karriere an der Seitenlinie.

"Ich bin überglücklich, diesen Meilenstein geschafft zu haben. Danke an meine Teams, die so gut waren, um so viele Siege einzufahren", freute sich Adelman. Damit ist er erst der 13. Trainer in der NBA-Geschichte, dem dieses Kunststück gelang. Glückwunsch!

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