Dienstag, 18.03.2008

Boston zeigt Kampfstärke

Späte Einsicht

München - Die Boston Celtics konnten nicht behaupten, dass ihr Coach Doc Rivers sie nicht gewarnt hätte.

US Sport, NBA, Boston, Garnett
© Getty

"Doc hat zu uns in den Kabinen gesagt, dass wir hier richtig eins ausgewischt bekommen würden, wenn wir die Partie nicht mit Entschlossenheit angehen", so Kevin Garnett.

Nach der ersten Hälfte sah auch alles danach aus, als sollte Rivers recht behalten, und als ob die geforderte Entschlossenheit - allen Ansagen zum Trotz - abhanden gekommen wäre. Die San Antonio Spurs legten los wie von der Tarantel gestochen und holten einen 22-Punkte-Vorsprung heraus.

"Wir wussten, was wir draufhaben" 

Doch dann riss sich der Führende der Eastern Conference am Riemen und drehte das Spiel doch noch zum knappen 93:91-Erfolg. "Viele Teams hätten wohl schon aufgegeben. Aber wir wussten, was wir draufhaben", sagte Rajon Rondo.

Paul Pierce avancierte mit 22 Zählern, 8 Rebounds und 5 Assists zum Dreh- und Angelpunkt der Celtics. Auf der anderen Seite nützten ein überragender Manu Ginobili (32 Punkte, 8 Rebounds, 8 Assists) und eine tolle erste Hälfte nichts, um die sechste Heimniederlage der Saison abzuwenden.

In der Nacht zum Dienstag bekommen es die Celtics mit der Mannschaft der Stunde zu tun, den Houston Rockets, die die letzten 22 Spiele ungeschlagen vom Parkett gingen.

Die Schlaglichter aus der Nacht zum Dienstag:

Empfehlunsschreiben für Ronnie Price: Es gibt Menschen, die einem suspekt sind, ohne dass man genau sagen könnte, warum eigentlich. Utahs Ronnie Price schien Toronto äußerst suspekt zu sein, denn sobald Price den Platz betreten hatte, lief bei den Raptors überhaupt nichts mehr zusammen. In den 13 Minuten, in denen der Ersatz-Point-Guard (sprang für Deron Williams ein) auf dem Parkett stand, trafen die Jazz wie sie wollten. 31:14 endete das entscheidende Viertel und Utah entschied die Partie mit 96:79 für sich. "Mein Job ist es Dynamik ins Spiel zu bringen", resümierte Price sein persönliches Empfehlungsschreiben an den Coach.

Dwight und ein Haufen Dreier: Die Orlando Magic haben beim Spiel gegen die Cleveland Cavaliers ihre ideale Wurf-Distanz ausgemacht. Insgesamt 14 Mal trafen die Gastgeber von jenseits der Dreierlinie und legten damit den Grundstein für den 104:90-Erfolg. Dass die Schützen schön unbehelligt blieben und immer genug Zeit zum Zielen hatten, dafür sorgte das Mensch gewordene Ablenkungsmanöver Dwight Howard (23 Punkte, 21 Rebounds).  "Das Wichtigste ist, dass wir den Ball irgendwie zu Dwight befördern können. Er zieht extrem viel Aufmerksamkeit auf sich und ist im 1-gegen-1 kaum zu decken", meinte Rashard Lewis. 

"Überall stand Chris Paul": Nach der Partie gegen die Chicago Bulls übte sich Chris Paul von den New Orleans Hornets in Bescheidenheit. Sein Teamkollege Tyson Chandler aber brachte ihn angesichts seiner Leistung mal wieder als MVP ins Gespräch: "Überall auf dem Parkett stand Chris Paul. Das war unglaublich. Das war eines seiner besten Spiele, das ich je gesehen habe", so Chandler. Die Hornets gewannen mit 108:97 und Paul steuerte 37 Punkte und 13 Assists bei.

SPOX

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