Samstag, 23.02.2008

NBA

Eiskalter Knockout in Charlotte

München - In der Nacht zum Sonntag findet im New Yorker Madison Square Garden der WM-Schwergewichts-Showdown zwischen Wladimir Klitschko und Sultan Ibragimow statt.

NBA, Gerald Wallace
© Getty

In der NBA gab es schon in der Nacht zum Samstag einen echten Knockout. Charlotte Bobcats-Star Gerald Wallace wurde bei der Partie gegen Sacramento Anfang des dritten Viertels unabsichtlich von Kings-Forward Mikki Moore mit dem Ellbogen getroffen. "Es hat ihn eiskalt erwischt", so Bobcats-Guard Raymond Felton.

Wallace lag zehn Minuten bewusstlos am Boden und musste mit einer Trage vom Feld ins Krankenhaus gebracht werden. Die gute Nachricht: Wallace wurde in der Zwischenzeit schon wieder entlassen.

"Er fühlt sich ein wenig besser", so Charlotte-Coach Sam Vincent. Tests ergaben keine Brüche oder innere Blutungen. Es war im vierten Jahr schon die vierte Gehirnerschütterung für den 25-Jährigen.

Randnotiz: Die Bobcats verloren das Spiel gegen die Kings in der Overtime 115:116.

Die weiteren Schlaglichter aus der Nacht:

100 Euro auf die Rockets: Gut, Tracy McGrady hat noch nie eine Playoff-Runde gewonnen. Aber so langsam sollte man sich jetzt mal ernsthaft überlegen, ein bisschen Geld zu investieren und auf Houston zu setzen. Die Rockets landeten mit einem überraschend klaren 100:80-Erfolg bei den New Orleans Hornets ihren elften Sieg in Folge. Und ihren beeindruckendsten. Außerdem war es ihr zehnter Auswärtssieg in Serie.

McGrady (34 Punkte) und Yao Ming (28 Punkte, 14 Rebounds) waren einmal mehr die überragenden Akteure bei den Rockets.

Wie stark der Westen der NBA ist, zeigt die Tabelle. Die Rockets können gewinnen wie sie wollen. Sie sind nach wie vor nur auf Rang sieben der Conference. Mit einer Bilanz von 35-20.

Her mit der MVP-Trophy: Für Cleveland-Coach Mike Brown ist klar, wer der MVP der NBA ist: "Ich habe es schon Millionen Mal gesagt. LeBron ist der MVP. Er war wieder spektakulär."

Wie recht er doch hat. Die Cavaliers waren nach ihrem Mega-Trade beim Spiel gegen die Washington Wizards etwas dezimiert. Die Neuzugänge Ben Wallace, Wally Szczerbiak, Joe Smith und Delonte West waren zwar schon in der Arena, konnten aber nur zuschauen. Um überhaupt genügend Spieler aufbieten zu können, mussten die Cavs noch schnell Spieler aus der Development League verpflichten.

Alles egal, wen man den King in seinen Reihen hat. James kam beim knappen 90:89-Erfolg über die Wizards auf 33 Punkte, 15 Rebounds und 8 Assists. "So lange ich dabei bin, gehe ich davon aus, dass wir gewinnen", so James.

Die Bulls? Offense? 135 Punkte? Die Chicago Bulls? Geht nicht zusammen? Geht doch! Anscheinend könnte sich der Trade nicht nur für Cleveland, sondern auch für Chicago als goldrichtig erweisen.

Der 135:121-Erfolg gegen die Denver Nuggets war auf jeden Fall schon einmal nicht schlecht. Überragender Spieler war Ben Gordon, der von der Bank kommend 37 Punkte machte. Kirk Hinrich steuerte 16 Punkte und 14 Assists bei. Denver reichte auch die Karriere-Bestleistung von J.R. Smith (43 Punkte, acht Dreier) nicht.

"Die Bulls haben 150 Prozent ihrer Würfe getroffen. Was soll man da machen?", meinte Carmelo Anthony (22 Punkte). Ganz so war es nicht, aber heiß war Chicago (57,1 Prozent Trefferquote) schon.

Die Suns? Defense? Keine 80 Punkte zugelassen? Nur 30 in einer Halbzeit? Die Phoenix Suns? Geht nicht zusammen? Geht doch! Gegen Boston gewann Phoenix angeführt von Amare Stoudemires 28 Punkten mit 85:77. Shaquille O'Neal erzielte nur vier Punkte, sammelte aber 14 Rebounds.

Die Celtics (19 Punkte von Garnett) finden gerade heraus, dass es sich nicht so leicht lebt, wenn man die Ostküste verlässt und im Westen antreten muss. Im dritten Spiel ihres West-Trips setzte es die dritte Pleite in Folge.

Alle Ergebnisse aus der Nacht im Überblick          

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