Mittwoch, 27.02.2008

Miami kann doch noch gewinnen

"Wie ein Moskito im Nudistencamp"

München - An erster Stelle: Miami kann es doch noch. Unglaublich aber wahr, die Heat haben mal wieder gewonnen. Richtig gewonnen. Heat 107, Kings 86 - so steht es hier schwarz auf weiß.

© Getty

Coach Pat Riley war nach dem erst zweiten Sieg in den letzten 28 Partien fast außer sich vor Freude. "Ich wusste, wir haben es in uns. Ich weiß nicht, wo es war, aber heute Abend war es wieder da." Und dann der Satz, der nicht nur die amerikanische Journallie ins Grübeln versetzte: "Ich fühle mich wie ein Moskito in einem Nudistencamp."

Ein nicht alltäglicher Vergleich. Aber versuchen wir uns doch mal vorzustellen, wie sich so ein Moskito in einem Nudistencamp fühlt. Eingeschüchtert ob soviel obszön blanker Haut? Wohl eher nicht. Riley meinte wohl: Wie im Paradies.

Vor allem im dritten Viertel machten die Heat Sacramento den Garaus: 58:52 stand es noch zur Halbzeit, doch nach dem dritten Viertel war der Vorsprung auf 26 Punkte angewachsen. "Das war unser bestes drittes Viertel seit dem Meisterschaftsjahr", meinte Dwyane Wade. Bester Werfer auf dem Court war aber Teamkollege Shawn Marion mit 24 Punkten, Wade steuerte 15 Zähler und neun Assists bei.

Kings-Coach Reggie Theus fühlte sich derweil übrigens eher wie ein Nudist in einer Basketballhalle - total bloßgestellt. "Das war wahrscheinlich das mieseste Spiel des ganzen Jahres", stellte er fest. "Die Jungs waren überhaupt nicht konzentriert, ich denke dass wir einfach miserabel gespielt haben."

Die weiteren Schlaglichter aus der Nacht zum Mittwoch:

Yao klingt wie Aua: Die Rockets sind weiter das formstärkste Team der NBA, der 94:68-Heimsieg über die Washington Wizards war bereits der 13. Sieg in Folge. Die Schlagzeilen bestimmt jedoch die Verletzung des großen Mannes aus dem Land der aufgehenden Sonne: Stressfraktur im linken Fuß von Yao Ming - Saisonende!

Wie schwer die Verletzung für Houston wiegt, zeigt ein Blick auf die Statistik: Ming ist nur einer von fünf Spielern, die pro Spiel im Schnitt über 20 Punkte und zehn Rebounds abliefern.

Sogar die Olympiateilnahme des 2,29-Meter-Mannes ist in Gefahr. "Wenn ich nicht an den Olympischen Spielen teilnehmen kann, wäre es die größte Enttäuschung meiner Karriere", sagte Ming. Wir wünschen gute Besserung!

Mormonische Pappnasen: Die zweite große Überraschung der Nacht gelang den Minnesota Timberwolves, die die Utah Jazz mit 111:100 besiegten. 34 Punkte von Carlos Boozer reichten den Gästen nicht, weil sich Utah katastrophale 24 Ballverluste leistete.

"Man muss ihnen gratulieren, sie haben uns nieder gemacht. Die hatten ihre Hände überall und haben uns richtig rumgeschubst", sagte Jazz-Coach Jerry Sloan.

Premiere für Shaq: Phoenix schlägt Memphis 127:113, eigentlich nicht großartig berichtenswert. Aber da ist ja noch Shaq! 13 Punkte und 11 Rebounds bedeuteten sein erstes Double-Double im Suns-Trikot. Big man rollin'...

Großer Mann für Dallas: Die Mavericks hatten spielfrei, dennoch schaffen sie es in die Schlaglichter: In der Nacht zum Mittwoch brachten die Mavs einen Vertrag mit Jamaal Magloire in trockene Tücher. Der 29-jährige Center füllt die Lücke, die DeSagana Diop mit seinem Abgang in Richtung New Jersey hinterlassen hatte.

Von eben dort kommt Magloire und bekommt schon mal Vorschusslorbeeren von Jason Kidd: "Ich habe noch nie jemanden gesehen, der so hart arbeitet, wenn er nicht spielt." Nun, in Dallas wird er wohl weiter hart arbeiten müssen.

SPOX

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