Montag, 14.01.2008

NFL

Chargers werfen Titelverteidiger Indy raus

München - Ende, Aus, vorbei. Titelverteidiger Indianapolis ist aus den NFL-Playoffs raus, Außenseiter San Diego steht im AFC-Championship-Game gegen New England.

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© Getty

Die Colts um Star-Quarterback Peyton Manning verloren beim 24:28 im eigenen Stadion ein Spiel, dass sie nicht hätten verlieren müssen. Denn bis auf das Endergebnis sprechen die nackten Zahlen eigentlich für ein passables Spiel des Vorjahres-Champions.

Manning warf sehr gute 402 Yards für drei Touchdowns und brachte 33 von 48 Pässen an den Receiver. Die Colts schafften deutlich mehr First Downs als die Chargers, legten insgesamt mehr Yards zurück und handelten sich weniger Strafen ein. Dazu fielen bei den Gästen im Laufe des Spiels auch noch Star-Running-Back LaDainian Tomlinson und Quarterback Philip Rivers mit Knieverletzungen aus.

Colts versagen, als es darauf ankommt 

Dass dennoch am Ende San Diego jubelte, lag an diesen wenigen Situationen in einem Spiel, auf die es wirklich ankommt. So zum Beispiel die beiden Interceptions, die Manning warf. Beide zur Unzeit, denn nicht nur, dass die Colts dadurch den Ball abgaben, sie brachten sich beide Male auch um eine sehr gute Chance auf einen Touchdown.

Der letzte und wirklich entscheidende dieser Momente war ein Pass von San Diegos Ersatz-Quarterback Billy Volek auf Rookie Legedu Naanee. Der alleine hätte die Chargers zwar noch nicht nahe an den entscheidenden Touchdown gebracht, aber die folgende 15-Yard-Strafe gegen Colts-Cornerback Marlin Jackson wegen eines unerlaubten Griffs in das Helmgitter von Naanee tat ihr Übriges.

Können L.T. und Rivers gegen Patroits spielen?

Volek schloss selbst aus einem Yard zum 27:24 ab, Nate Kaedings Extrapunkt zum Endstand besiegelte dann das Schicksal der Indianapolis Colts.

Den San Diego Chargers bleibt neben der Vorfreude auf das Spiel gegen die noch ungeschlagenen New England Patriots die Hoffnung, dass beide angeschlagenen Leistungsträger Tomlinson und Rivers rechtzeitig fit werden.

Giants gewinnen in Dallas 

Der eine Manning ist raus, der andere hat es dagegen ins Championship Game geschafft, und zwar in das der NFC. Peytons Bruder Eli Manning führte seine New York Giants im Texas Stadium zu einem überraschenden 21:17-Erfolg gegen die Dallas Cowboys und trifft nun am kommenden Wochenende im winterlichen Green Bay auf die Packers.

Bitter für die Cowboys, denn wenn die Colts ihr Spiel gegen San Diego nicht verlieren mussten, durfte Dallas das Spiel gegen New York nicht verlieren. Eigentlich waren die Gastgeber den Giants in allen Belangen überlegen.

Zu viele Strafen gegen Cowboys

Mehr First Downs, deutlich mehr Raumgewinn, mehr erlaufene und mehr erworfene Yards, all das sprach deutlich für die Cowboys. Leider waren sie aber auch in Sachen Strafen ganz weit vorne.

Sowohl die Offense als auch die Defense brachten sich immer wieder durch mehr oder weniger überflüssige Strafen um die Früchte der sportlichen Arbeit.

Romo im Schlussspurt ratlos

Zudem schaffte es die in der ersten Halbzeit noch gut stehende Offense Line der Cowboys in der zweiten Hälfte überhaupt nicht mehr, ihren Quarterback Tony Romo zu schützen. Immer wieder geriet er unter Druck, und anstatt den Ball ab und zu einfach einmal loszuwerden, ließ er sich ausgerechnet bei den letzten beiden Angriffsserien zweimal sacken.

Dass Romo das Spiel mit einer Interception beendete, als er einen verzweifelten letzten Pass in die Giants-Endzone warf, war bezeichnend für eine unnötige Niederlage der Dallas Cowboys.

SPOX

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