Freitag, 11.01.2008

124 Millionen für 13 Jahre

Rekord-Vertrag für Alex den Großen

München - Spitznamen muss man sich verdienen. Etwa mit 130 Toren und 120 Vorlagen. Die hat Alexander Owetschkin nämlich in nicht mal drei Jahren für die Washington Capitals erzielt. Sein Lohn: Von den Fans wird er ehrfürchtig "Alexander der Große" genannt.

Owechkin, Washington Capitals
© DPA

Wem das als Rechtfertigung für den historischen Beinamen noch nicht ausgereicht hat, der dürfte spätestens jetzt zustimmend nicken. Denn am Donnerstag hat sich Owetschkin den höchstdotierten Vertrag der NHL-Geschichte gesichert.

Für satte 124 Millionen Dollar unterschrieb der 22-Jährige für 13 Jahre bei den Capitals. Selbst wenn er damit aufs Jahr gerechnet noch immer nicht Top-Verdiener der NHL ist, so ist er doch der erste Profi, der für sein Engagement einen neunstelligen Betrag einstreicht.

Hockey ist mein Leben

Doch davon will Owetschkin gar nichts wissen. "Hockey ist mein Leben", sagte er. "Und Geld ist eben Geld. Und wenn man anfängt über Geld nachzudenken, dann hört man auf Hockey zu spielen. Ich bin einfach glücklich hier, es ist meine zweite Heimat."

Und selbst Capitals-Besitzer Ted Leonsis macht sich über die anfänglich neun und später zehn Millionen Jahresgehalt seines Top-Angreifers keine Gedanken. Schließlich will er Washington mit Owetschkins Hilfe langfristig zum Siegerteam machen. "Und wenn ich schon in die Zukunft investiere, mit wem sollte ich es sonst machen?", so Leonsis.

Und weiter: "Außerdem wette ich, dass ihn das Geld nicht beeinflussen wird. Er spielt jedes Spiel, als wäre es das siebte Spiel im Stanley-Cup-Finale. Das lieben wir so an ihm."

Siege für Schubert, Goc und Erhoff

Soweit ist es in Washington aber noch lange nicht. Denn derzeit liegten die Capitals mit dem deutschen Nationaltorhüter Olaf Kölzig lediglich auf dem vierten Platz der Southeast Division in der Eastern Conference. Direkt hinter den Florida Panthers, die sich am Donnerstag gegen den Divisions-Rivalen aus Atlanta im Shootout mit 3:2 durchsetzten.

Mit einem blauen Auge davongekommen sind die Carolina Hurricanes um den deutschen Verteidiger Dennis Seidenberg. Denn trotz einer 1:4-Niederlage gegen die New Jersey Devils konnten sie ihre Tabellenführung verteidigen. Unglücklich lief es auch für Marco Sturm, der mit seinen Boston Bruins im Spiel gegen die Montreal Canadiens eine 2:5-Niederlage hinnehmen musste.

Erfreulicher lief es für Christoph Schubert mit seinen Ottawa Senators. Der Tabellenführer der Northeast Division setzte sich mit 3:2 im Shootout gegen die Buffalo Sabres von Landsmann Jochen Hecht durch. Siegreich waren auch die San Jose Sharks um Marcel Goc und Christian Ehrhoff. Sie gewannen 3:1 gegen die Vancouver Canucks. 

Einen wahren Lauf haben derzeit die Pittsburgh Penguins. Der 4:1-Erfolg über Tampa Bay war bereits der achte Sieg in Folge. Maßgeblich daran beteiligt: Jordan Staal. Der Kanadier steuerte zwei Tore und eine Vorlage zum Auswärts-Erfolg bei.

Alle Ergebnisse in der Übersicht

Carolina Hurricanes - New Jersey Devils 1:4
New York Rangers - Philadelphia Flyers 2:6
Atlanta Thrashers - Florida Panthers 2:3 n.P.
Tampa Bay  - Pittsburgh Penguins 1:4
Detroit Red Wings - Minnesota Wild 5:6
Boston Bruins - Montreal Canadiens 2:5
Ottawa Senators - Buffalo Sabres 3:2 n.P.

St. Louis Blues - Dallas Stars 4:2
Edmonton Oilers - Phoenix Coyotes 5:2
Los Angeles - Toronto Maple Leafs 5:2
San Jose Sharks - Vancouver Canucks 3:1

 

Jan-Hendrik Böhmer
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