Dienstag, 29.01.2008

Super-Bowl-Splitter

Men in Black und ein Kamel

München - Es sind nur noch wenige Tage, dann ist endlich Super Bowl XLII.

NFL, Super Bowl
© Getty

Die Flugzeuge sind sicher gelandet, die New England Patriots und die New York Giants sind gut in Arizona angekommen. Im University of Phoenix Stadium wird schon kräftig gewerkelt.

Die Story der ersten Stunden in Glendale, gleichzeitig auch die Story der vergangenen Woche und sicher auch die Story der nächsten Tage bis hin zum Super Bowl, ist der rechte Knöchel von Patriots-Superstar-Quarterback Tom Brady.

 

Die Verletzung des 30-Jährigen wurde zum heißen Thema, als vergangene Woche ein Video auftauchte, das ihn mit einer Schiene an seinem rechten Fuß zeigte, als er - mit einem Blumenstrauß in der Hand - in New York zum Apartment von seiner Supermodel-Freundin Gisele Bündchen lief.

Brady wieder fit 

Brady konnte die ganze Woche nicht einmal trainieren, war aber jetzt beim ersten Workout der Patriots dabei und schien keine Probleme mit seinem Fuß haben. Eher würde auch die Welt stehen bleiben, als dass Brady beim Super Bowl nicht spielen würde.

Viel gefährlicher als seine Verletzung ist das, was Brady vor dem Abflug der Pats nach Arizona machte, als sich das Team noch einmal von den Fans verabschiedete.

Bei Schneefall und klirrender Kälte stand Brady auf dem Podium, ohne Winter-Jacke, das Hemd oben aufgeknöpft. Wenn er da mal nicht krank wird...

Alle weiteren aktuellen Geschichten und Fakten gibt es im Splitter.

Here come the Men in Black!

Einige der Giants-Spieler sind schon krank nach Arizona gereist. Die Grippe geht um im Team. Cornerback Aaron Ross musste sich kurz vor Abflug noch einmal übergeben.

Die Giants stiegen übrigens ganz in schwarz gekleidet aus dem Flugzeug. Die Idee kam von Linebacker Antonio Pierce. Mit ihren dunklen Anzügen wollen die Giants symbolisieren, dass es sich um einen Business-Trip handelt. Mit dem Erreichen des Super Bowls ist man nicht zufrieden.

Der Mann mit dem Hut

Noch etwas von der Mode-Front. Diesmal von den Patriots. Linebacker Junior Seau ist zurück im Super Bowl. Und wie stylisch. Der Veteran, seit 18 Jahren in der Liga, trug bei seiner Pressekonferenz einen Havanna-Hut. 

"Ich habe wahrscheinlich 150 Hüte. Ich bin da ziemlich verrückt. Die Welt hatte den noch nicht gesehen, also habe ich mir gedacht, ich zieh ihn mal auf", so Seau, der 1994 zum letzten Mal im Super Bowl stand und mit San Diego gegen San Francisco unterlag.

Teure Tickets, viele Journalisten

Die treuesten der treuen Giants- und Patriots-Fans zahlen sehr viel, um eine Karte für den Super Bowl zu ergattern. Im Internet gehen die verlangten Preise von 2.450 Dollar bis zu 19.446 Dollar. Der Durchschnittspreis liegt momentan bei 4.300 Dollar. Für Tickets, die laut NFL ursprünglich entweder 700 oder 900 Dollar kosten sollten.

Nicht nur die Kartenpreise sind hoch, auch die Anzahl der Journalisten. Insgesamt 4.786 Medienvertreter werden beim Super Bowl auflaufen. Rekord! Die alte Bestmarke (4.516) war letztes Jahr in Miami aufgestellt worden.

Die Partie wird in 223 Ländern live übertragen. Darunter natürlich nach Deutschland, aber auch nach Großbritannien, Kanada, China, Belgien, Dänemark, Frankreich, Ungarn, Japan, Mexiko, Russland, Spanien und in die Football-Nation Thailand.

Kamel setzt auf die Giants

Immerhin ein "Experte" glaubt, dass die Giants gut genug sind, um die Patriots zu schlagen. "Princess", ein Kamel, tippt auf Eli Manning und Co.

Eine durchaus ernstzunehmende Prognose, denn Princess kann eine 11-6-Bilanz in der regulären Saison aufweisen. In den Playoffs steht die Bilanz sogar bei 8-2.

Der Tipp des Kamels ergibt sich aus einer Vorliebe für Cracker. John Bergmann, der Chef vom "Popcorn Park Zoo" in New Jersey, gibt auf seine beiden Hände einen Keks und schreibt mit einem Filzstift die Namen der Teams auf die Hände.

Von welcher Hand Princess dann "pickt", ist der Siegertipp. Giants-Fans sollte es Mut machen...

Schon wieder London!

Die NFL geht erneut nach Europa. Aber nach London ist nun nicht Deutschland an der Reihe, sondern wieder London. Am 26. Oktober sollen die New Orleans Saints und die San Diego Chargers das zweite reguläre Saisonspiel der NFL außerhalb der USA bestreiten.

Nicht nur die Wahl des Austragungsortes, auch die Wahl der Mannschaften ist ein Rätsel. Mit den Chargers muss ein Team von der Westküste die lange Reise nach Europa auf sich nehmen. Dazu verlieren die Saints durch den Trip ein Heimspiel. Eines von acht, die es in der NFL nur gibt.

Ausgerechnet die Saints, die nach Hurrikan Katrina und dem Wiederaufbau der Stadt jedes Heimspiel dringend nötig haben. Der einzige Grund, der für die Wahl der Saints und Chargers spricht, ist, dass die NFL auf keinen Fall mehr so eine schlechte Partie haben wollte, wie das 13:10 der Giants gegen die Miami Dolphins diese Saison.

Mit Drew Brees und Reggie Bush auf Seiten der Saints sowie LaDainian Tomlinson und Philip Rivers bei den Chargers, dürften Offensiv-Spektakel und viele Punkte garantiert sein

SPOX

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