SPOX-Sixpack

Amerika liebt den Sumpf Bowl

Von Florian Regelmann
Sonntag, 02.12.2007 | 10:10 Uhr
NFL, Pittsburgh Steelers, Heinz Field
© Getty
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Marlins @ Phillies
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Dodgers @ Pirates
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Marlins @ Phillies
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Blue Jays @ Rays
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Twins @ White Sox
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Marlins @ Phillies
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Blue Jays @ Rays
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Red Sox @ Indians
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Cubs at Reds
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Mariners at Yankees
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Cubs at Phillies
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Indians @ Yankees
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Marlins @ Nationals
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Indians @ Yankees
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Marlins @ Nationals
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Blue Jays @ Orioles

München - Pittsburgh hat drei Flüsse: den Allegheny River, den Ohio River und den Monongahela River. 

Letzten Montag hatte man plötzlich einen vierten: den Heinz Field River. Die Heimstätte der Steelers hätte an diesem Tag Four Rivers Stadium heißen müssen.

Die Bedingungen beim 3:0-Erfolg von Ben Roethlisberger und Co. im Monday Night Game gegen die Miami Dolphins spotteten jeder Beschreibung.

"Ich habe zu Hines (Ward) gesagt, es sah so aus wie der Golfplatz, nachdem er darauf gespielt hat", scherzte Roethlisberger.

Der Aufschrei war groß. Einige Experten forderten die NFL auf, die Steelers zu bestrafen und zu veranlassen, dass endlich ein Kunstrasen verlegt wird. Ob das passieren wird, ist fraglich.

Rechtzeitig zum Sunday Night Game gegen Cincinnati soll es nun auf jeden Fall erneut regnen. Sumpf Bowl, Teil 2! Alles dazu und die Beantwortung der Frage, welche Quarterbacks die meisten Schmerzen bereiten, gibt es im SPOX-Sixpack zu Woche 13.

1. Old-School-Football!
Dreckige Trikots, Schlamm, Matsch: Trotz aller Klagen, scheinen es in Amerika doch noch sehr viele Fans zu lieben. Das letzte Monday Night Game in Pittsburgh sorgte für eine der höchsten Einschaltquoten in dieser Saison. Vor allem in der Schlussphase saßen bei keinem anderen Spiel mehr vor dem Fernseher. Diese Woche könnten es sogar noch mehr werden. Denn neben den äußeren Bedingungen verspricht das Match-up Steelers vs. Bengals aufgrund der Rivalität der beiden Teams eine Menge. Mit einem Sieg kann Pittsburgh Cincinnati endgültig aus dem Playoff-Rennen befördern. Wobei außer Chad Johnson wohl sowieso niemand mehr ernsthaft an die Bengals glaubt.

2. Bears vs. Giants oder Eli vs. Rexy
So viel Spaß es macht Tony Romo und Brett Favre zuzuschauen, so sehr bereitet es fast körperliche Schmerzen, Eli Manning und Rex Grossman bei ihren Quarterback-Versuchen zu beobachten. Irgendwie fühlt man sich einfach unwohl, dabei zuzuschauen, wie die beiden sich unwohl fühlen. Beinahe hofft man, sie würden keine Fehler machen, die einen zusammenzucken lassen. Sowohl Chicago als auch New York verfügt über exzellente Pass-Rusher. Wer davor besser geschützt wird, wird die besseren Karten haben. Wie sehr Eli Manning in New York unter Druck steht, zeigt die Tatsache, dass sein eigener GM Jerry Reese nur noch von "dem Quarterback" redet und nicht mehr von "Eli".

3. Ravens kein Gegner für die Patriots
Philadelphia hat es bewiesen: Die Patriots sind doch verwundbar. Zum einen hat New England momentan kein Laufspiel mehr und wird nicht bis zum Super Bowl damit durchkommen, wenn Tom Brady pro Partie 50 Pässe werfen muss. Zum anderen gibt es für eine Defense nur eine Chance, um Brady aus dem Konzept zu bringen: Druck, Druck und nochmals Druck. Blitzen ist angesagt. Nur wenige Teams haben die personellen Möglichkeiten dafür. Neben den Eagles und Steelers gehören die Ravens eigentlich dazu. Doch Ray Lewis und Co. scheinen alt geworden zu sein. In Baltimore geht selbst in der Verteidigung nicht mehr viel. Man könnte lange fortfahren und die Gründe für einen nächsten Kantersieg der Patriots aufzählen, aber wozu. Einer reicht: Tom Brady gegen Kyle Boller.

4. Spiel eins nach Sean Taylor
Den verstorbenen Sean Taylor in ihren Gedanken, müssen die Washington Redskins versuchen, ein Football-Spiel zu bestreiten. Egal, wie ihre Saison auch enden mag, sie wird für immer mit einer Tragödie verbunden werden. Taylor hat während seiner Karriere immer große Leidenschaft ausgezeichnet, genau mit dieser Leidenschaft werden die Redskins gegen die Buffalo Bills spielen und ihr bestes Spiel des Jahres abliefern.

5. Aufgepasst auf David Garrard
Es ist keine völlig unberechtigte Frage: Wer spielt aktuell beeindruckender? Peyton Manning oder David Garrard? Mannings Statistiken sind mit 19 Touchdowns bei 12 Interceptions gut, aber auch nicht so sensationell, wie schon gesehen. David Garrard auf der anderen Seite ist eine der Geschichten der Saison. In Jacksonville denkt niemand mehr an Byron Leftwich. Garrard ist zurück nach seiner Verletzung und hat immer noch keine einzige Interception geworfen. Garrard zeichnet ein exzellentes Game-Management aus. So hat er in acht Spielen zwar nur 9 TDs geworfen, aber den Ball einfach mal wegzuwerfen, wenn keine Anspielstation frei ist, ist auch eine Qualität. Vor allem, wenn man mit Maurice Jones-Drew und Fred Taylor starke Running Backs hat und ein Spiel auf diese Weise dominieren kann. Colts vs. Jaguars, es ist das Spitzenspiel des Sonntags. Es geht um die AFC South-Krone.

6. Miamis beste Chance
Sowohl die New York Jets als auch die Miami Dolphins haben in den letzten beiden Wochen für Schlagzeilen gesorgt, in dem sie gegen Pittsburgh gewannen (Jets) oder sie zumindest am Rande einer Niederlage hatten (Dolphins). Für Miami ist das Spiel gegen die Jets vielleicht die beste Chance, doch noch eine Partie zu gewinnen und nicht mit einer 0-16-Bilanz in die Geschichte einzugehen. Für Miami spricht der gute Eindruck, den ihr junger Quarterback John Beck zuletzt gemacht hat. Das Duell der Hoffnungsträger gegen Kellen Clemens sollte er für sich entscheiden. Lustiger wäre es allerdings, wenn die Dolphins ohne Sieg bleiben, bevor sie in Woche 16 dann auf die Patriots treffen. 14-0 vs. 0-14, das hätte was. 

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