Freitag, 30.11.2007

Die Top-Trios der NBA

Tick, Trick und Track

München - Die Welt hat schon viele berühmte Trios gesehen. Da wären die drei Musketiere oder die drei heiligen Könige.

NBA, Phoenix Suns, Steve Nash, Stoudemire, Marion
© Getty

Das Las Vegas Rat Pack oder die drei Tenöre. Oder auch gut: Die Drei von der Tankstelle und natürlich nicht zu vergessen Donald Ducks Neffen Tick, Trick und Track.

Was das mit der NBA zu tun hat? Auch die beste Basketball-Liga der Welt ist voll von starken Dreierbanden. Der unglaubliche Saisonstart der Boston Celtics hat eine Frage aufgeworfen: Haben die Celts das furchterregendste Trio in der NBA?

Die Antwort gibt es im SPOX-Ranking.

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Dirk Nowitzki/Josh Howard/Jason Terry oder Devin Harris (Dallas Mavericks)

In Dallas hat sich aktuell der Gedanke, dass es diesmal wirklich erst in den Playoffs zählt, total durchgesetzt. Nur dumm, dass man bis dahin 82 Saisonspiele absolvieren muss. Ungefähr 60 davon gehen auch noch gegen irgendwelche T-Wolves, Hawks oder Trail Blazers. Kann man nicht gleich die Postseason starten? Fast hat man den Eindruck, die Partien verkommen gerade zur Qual für die Mavs.

Dennoch gehören Nowitzki, Howard und Terry ohne Zweifel hier unter die Top 5. Nowitzkis größtes Problem ist, dass er nach J.J. Barea und Jerry Stackhouse bald der beste Passgeber im Team ist, aber sich schwerlich selbst die Bälle zupassen kann, um in Wurfsituationen zu kommen.

Terrys neue Rolle als sechster Mann könnte auf Sicht ein Segen für ihn sein. Denn hier kann er das machen, was er am besten kann, nämlich drauf los feuern. Alternativ muss man aber auch Devin Harris als dritten Part im Bunde auf der Rechnung haben. Mark Cuban war vor kurzem sehr erbost, dass sein Guard für das All Star Game nicht mal zur Wahl steht. Recht hat er.

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Kevin Garnett/Paul Pierce/Ray Allen (Boston Celtics)

Jaja. Es gibt sicher viele, die sagen, es ist noch viel zu früh, das Celtics-Trio so weit oben zu platzieren.

Viele könnten argumentieren, es ist ein Trio von drei Nummer-2-Optionen, die sich alle nicht wohl fühlen, das Alpha-Tier zu spielen. Außerdem fehlt dem Trio ein ganz wichtiger Bestandteil: Einer, der den Ball nach vorne trägt, auch Point Guard genannt. 

Trotzdem: Seit Garnett und Allen nach Boston geholt wurden, um Pierce zu "sandwichen", haben die Celtics, was das pure Talent angeht, das Nonplusultra der NBA beisammen. Noch ist es weit weg, aber die ersten Erinnerungen an Larry Bird, Kevin McHale und Robert Parrish werden wach in Beantown. Jawohl, sie gehören im Ranking auf Rang 4.    

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LeBron James/LeBron James/LeBron James (Cleveland Cavaliers)

Was LeBron James in diesen Tagen spielt, bis zu seiner Verletzung in Detroit, ist gut für drei Superstars. Mindestens. In den letzten acht Spielen kommt James auf durchschnittlich 38 Punkte, 10 Rebounds und knapp 10 Assists. Die personifizierte Triple-Double-Maschine.

Die Cavaliers mussten zum Saisonstart häufig auswärts antreten und sind mit einer Bilanz von 9-7 trotzdem gut dabei. Obwohl der 22-Jährige nullkommanull Hilfe bekommt. Einen Point Guard bekommt er einfach nicht, Larry Hughes ist entweder schlecht oder verletzt, Anderson Varejao hat keinen Bock mehr auf Cleveland, die Bank spottet jeder Beschreibung.

Aber James kümmert es nicht und wird besser und besser. Es mutet unglaublich an, aber wenn man es sich genau überlegt, schafft es James tatsächlich, dass Cleveland nach Boston das zweitbeste Team im Osten sein könnte. Völlig alleine.

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Steve Nash/Amare Stoudemire/Shawn Marion (Phoenix Suns)

Nur das historische Spurs-Trio verhindert bis jetzt den ganz großen Durchbruch der Großen Drei aus Phoenix. Vielleicht haben sie nicht die Einigkeit der Spurs, aber wer hat die schon. Was den Spaßfaktor angeht, ist das Suns-Trio unerreicht.

Auf der einen Seite der selbstlose Gebieter auf der Point-Guard-Position (Nash), mit dem jeder gerne spielen will, auf der anderen die beiden spektakulären Flieger und Finisher (Stoudemire/Marion).

Es könnte die letzte Chance sein für die Drei diese Saison, um den Titel zu holen. Hoffentlich liest Suns-GM Steve Kerr dieses Ranking und lässt sie zusammen...Da Nash der Motor für alles ist, an dieser Stelle nur ein Bild von ihm.    

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Tim Duncan/Tony Parker/Manu Ginobili (San Antonio Spurs)

Ob man es nun will oder nicht: Das ikonische Trio der San Antonio Spurs muss aufgrund dreier Titelgewinne in den letzten fünf Jahren ganz oben stehen. Da müsste Boston im Jahr 1 ihrer Wiedergeburt schon die Championship holen, um dies zu ändern.

Die solide so wunderschön fundamentalen Basketball darbietende Säule unter dem Korb (Duncan), flankiert von den zwei "Kleinen" (Parker und Ginobili), die ständig kreieren und kreieren und große Verwüstung für die Gegner anrichten.

Die Chemie bei den Spurs sucht seinesgleichen. Da kann Rest der NBA schon neidisch werden. Wo gibt es das sonst noch, dass Stars auf Geld verzichten, um ihre Helferlein bei sich behalten zu können. 

Florian Regelmann

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