Staz mischt die Liga auf

Von Andreas Allmaier
Montag, 08.10.2007 | 15:12 Uhr
© Getty
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München - Gregor Mendel hätte an der Familie Stastny seine helle Freude gehabt.

Der österreichische Naturforscher hantierte im 19. Jahrhundert mit Erbsen und erkundete dabei die Vererbung von Merkmalen. Seine diesbezüglichen Entdeckungen sind als Mendelsche Regeln bekannt.

Sollte es ein Gen geben, das für herausragende Fähigkeiten im Eishockey sorgt, bei den Stastnys wäre es mit Sicherheit zu finden.

Hattrick zum Saisonauftakt

Paul Stastny mischt in seinem zweiten Profijahr gerade die NHL auf. Der 21-Jährige häufte in den bisherigen drei Saisonspielen seiner Colorado Avalanche schon vier Tore und vier Assists an. Damit liegt er in der Torschützenliste der Liga ebenso an erster Stelle wie in der Punkte-Kategorie (8). Drei seiner vier Treffer gelangen ihm alleine bei der Saisoneröffnung, einem 4:3-Sieg gegen die Dallas Stars. In Internet-Foren feiern die Fans ihren Staz.

Obwohl er damit nach seiner erfolgreichen Rookie-Saison (28 Tore und 50 Assists) gleich wieder für viel Aufmerksamkeit sorgt, gibt sich der US-Amerikaner artig und bescheiden: "In meiner Reihe spielen hervorragende Spieler und ich hatte auch viel Glück."

Einem überheblichen Verhalten würde Peter Stastny auch sofort entgegenwirken. Das Mitglied der Hockey-Hall-of-Fame ist Pauls Vater. Zudem hat die Hockey-Familie Stastny die ehemaligen NHL-Spieler Anton und Marian (die Onkel von Paul) und Yan (Pauls Bruder), der in Diensten der St. Louis Blues steht,  hervorgebracht. Seinem Vater zu Ehren trägt Paul dessen alte Rückennummer, die 26.

TV-Serien statt Hockey

Ganz schön viel Hockey für eine Familie. Vermutlich will Paul Stastny deshalb auch nach Dienstschluss lieber nichts mehr von Pucks wissen. "Wenn ich nach Hause komme, habe ich genug von Hockey", sagt er. "Dann setze ich mich lieber vor den Fernseher und schaue mir Serien wie '24', 'Prison Break', 'Grey's Anatomy', 'Lost' oder '30 Rock' an."

Würde er sich dieser Tage doch mal auf einen Sportkanal verirren, könnte er leicht auf eine Highlight-Sendung mit den Höhepunkten seiner Darbietungen auf dem Eis stoßen. Nach fünf Punkten im Spiel gegen die San Jose Sharks in der Nacht zum Montag ist er auch zu Beginn der neuen Woche Gesprächsthema Nummer eins in der NHL.

Spektakuläre Moves überlässt Stastny lieber anderen, er zeichnet sich viel mehr durch große Spiel-Intelligenz aus.

Wer ist der freche Junge?

Geht es nach Avalanche-Coach Joel Quenneville, wird es von Paul Stastny künftig noch viel mehr zu sehen geben: "Er war schon in der vergangenen Saison auf einem sehr hohen Level. Wenn er den Puck hat, agiert er so geduldig wie kaum ein anderer in der NHL. Und er wird immer besser und besser."

 Quenneville muss es wissen. In seiner Zeit als Coach der St. Louis Blues Ende der Neunziger ging er mit einigen ehemaligen Blues-Größen zu einem Jux-Spiel aufs Eis. "Damals spielte auch so ein kleiner Junge mit, der mir ständig den Puck abnahm", erinnert sich Quenneville.

Das respektlose Kid war - logisch- Paul Stastny. Sein Vater hatte ihn zu dem Spiel mitgenommen.

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