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Ein Fall für Barbara Salesch

Von Oliver Wittenburg
Samstag, 13.10.2007 | 10:27 Uhr
© Getty
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München - Was bei uns Barbara Salesch ist, ist in den USA "Judge Judy", also so was wie die Mutter der pseudo-dokumentarischen Nachmittags-Gerichtssoap.

In der Nacht zum Samstag waren Richterin Judys Qualitäten im United Center zu Chicago gefragt. Der Auftrag lautete, eine Meinungsverschiedenheit zu schlichten.

Der Kläger: Dirk Nowitzki, 29, hauptberuflich Power Forward der Dallas Mavericks. Der Beklagte: Devin Harris, 24, Aufbauspieler in Diensten des gleichen Klubs.

Was war passiert? Die Chicago Bulls waren anfangs des dritten Viertels im Angriff, Harris vernachlässigte nach Nowitzkis Ansicht seine Pflichten in der Defense, wodurch der Deutsche gezwungen war, ein Foul an Luol Deng zu begehen.

Doch bereinigt war rein gar nichts. Direkt nach dem Pfiff des Schiedsrichters, begann Nowitzki in Richtung Harris zu schimpfen und zu gestikulieren und es kam zu einer erregten Diskussion.

"Er hat Führungsqualitäten gezeigt"

Kurz darauf diktierte Dallas' Cheftrainer Avery Johnson beide zu sich an die Seitenlinie, um das Problem aus der Welt zu schaffen.

"Ich habe mich darum gekümmert", sagte Johnson. "Ich wollte sehen, ob Nowitzki die Sache einfach auf sich beruhen lässt oder Führungsqualitäten zeigt. Er hat Führungsqualitäten gezeigt."

"Er war Judge Judy", meinte Harris über seinen Trainer, "und hat die Sache in Ordnung gebracht."

Offense mit Luft nach oben

Nowitzki ordnete die Angelegenheit unter "no big deal" ein, aber keineswegs als überflüssig: "Wenn wir die nächste Stufe erreichen wollen, dann müssen wir kommunizieren. Vielleicht müssen wir noch daran arbeiten, wie wir Dinge sagen, aber immerhin sprechen wir miteinander."

Sprechen werden die Mavericks auch über die 92:100-Niederlage im zweiten von acht Preseason-Spielen vor der Ende Oktober beginnenden Saison. Nach zehn Tagen Vorbereitung sei die Defense der Mavs im Plan, analysierte Johnson, die Offensive habe noch Nachholbedarf.

J.J. Barea mit 17 Punkten

Nowitzki kam auf elf Punkte und sechs Rebounds gegen Chicago. Josh Howard war bester Mavericks-Werfer mit 18 Zählern. Juan Jose Barea, potenzieller zweiter Mann hinter Harris auf der Spielmacherposition, kam auf 17.

Ob Harris beeinflusst durch die Nowitzki-Standpauke das Händchen zitterte und er nur einen von sieben Würfen traf, ist ungeklärt. Darüber kann ja Barbara Salesch befinden.

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