Mittwoch, 03.12.2014

Jens Voigt im Interview

"Viele waren froh, mich loszuwerden"

Fast 20 Jahre lang kämpfte und attackierte sich Jens Voigt durch die Radsportwelt. 2014 war Schluss für den mittlerweile 43-Jährigen. Doch der Oldie wählte einen turbulenten Schlussspurt. Ein Gespräch über den perfekten Abschied, geschenkte Straßenschilder, Gemeinsamkeiten mit Thomas Morgenstern und die Erleichterung im Fahrerlager nach dem Karriereende.

Für Jens Voigt geht der Blick nach dem Karriereende weg vom Radsport
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Für Jens Voigt geht der Blick nach dem Karriereende weg vom Radsport
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SPOX: Herr Voigt, der Stundenweltrekord ist fast zwei Monate her, wie lebt es sich seither als Radsport-Rentner?

Jens Voigt: Rente vermittelt ja immer den Eindruck, dass es ein bisschen ruhiger wird. Aber das ist gar nicht so. Es ist eher mehr als vorher.

SPOX: Inwiefern?

Voigt: Ich habe am Jahresanfang, als mein Rücktritt feststand, einen Fehler gemacht und gesagt: "Ja, das machen wir später, das machen wir im Herbst, das machen wir nach der Saison." Jetzt habe ich fast jeden Tag eine Veranstaltung. Den einen Tag bin ich noch bei einem Rennen in Berlin, am anderen Tag fliege ich zu einer Charity-Veranstaltung nach Luxemburg. Ich habe also mehr Termine als vorher.

SPOX: Zuckt es noch in den Beinen?

Voigt: Ich interessiere mich ehrlich gesagt gar nicht mehr für mein Fahrrad, ich gucke das nicht mehr an. Ich weiß nicht mal, ob da noch Luft drin ist. Vor ein paar Tagen bei der Radrundfahrt um den Berliner Fernsehturm habe ich den österreichischen Skispringer Thomas Morgenstern getroffen. Thomas meinte auch, dass seine Skier irgendwo in der Ecke stünden und er sie nicht mehr ausgepackt oder angeguckt hätte. Genauso geht es mir mit dem Rad. Ich fahre Fahrrad nur noch, wenn ich muss.

Jens Voigt

Daten: Jens Voigt
Geboren: 17. September 1971 in Grevesmühlen
Profi-Debüt: 1997
Teams: Credit Agricole, CSC, Saxo Bank, Leopard-Trek, RadioShack, Trek
Tour de France Erfolge: Zwei Etappensiege (2001, 2006)
Weitere Erfolge: 2x Gesamtsieg Deutschland Tour (2006, 2007)
5x Gesamtsieg Criterium International ('99, '04, '07, '08, '09)
Stundenweltrekord: 51,115 km (18.09.2014)

SPOX: Probieren Sie nun andere Sportarten aus oder ist erst einmal komplett Pause?

Voigt: Ich versuche mich hin und wieder mal zum Laufen durchzuringen, aber auch das ist schwierig. Ich muss mich momentan richtig antreiben, um rauszugehen. Im Moment fehlt es mir gar nicht, aber das ist nach 33 Jahren Sport und 18 Jahren als Profi wohl normal. Der Körper giert nach einer Pause. Ich habe meinem Körper und mir selber auch versprochen, dass es das letzte Jahr ist und ich danach Schluss mache. Der Körper sagt: "18 Jahre hab ich dir treu zur Seite gestanden, jetzt brauche ich eine Auszeit!"

SPOX: Aber den großen Urlaub gibt es dieses Jahr wohl nicht mehr, oder?

Voigt: Wir schauen mal, ob es überhaupt 2015 klappt. Ich bleibe dem Radsport erhalten. Es ist nicht so, dass ich einfach verschwinden und dann von meinem Vermögen leben kann. Im Gegensatz zur teilweise vorherrschenden Meinung bin ich kein Millionär. Ich wurde zwar gut bezahlt und bin damit auch glücklich, aber ich ziehe sechs Kinder groß und lebe nicht in Monaco oder der Schweiz, sondern zahle meine Steuern in Deutschland. Von daher liegt mein Fokus weiter darauf einen anständigen Job zu haben und Geld zu verdienen.

SPOX: Wie sollte der neue Job aussehen?

Voigt: Es ist gut möglich, dass ich bei der Tour für Eurosport, NBC oder die ARD dabei bin. Meine Mannschaft würde mich sicher auch gerne dabei haben, also werde ich im Sommer wieder nicht zu Hause sein. Glücklicherweise muss ich vorher keine Tour de Suisse fahren. Vielleicht können wir stattdessen mit den Kindern einen großen Urlaub machen. Das ist definitiv ein Projekt, was wir nächstes Jahr planen.

SPOX: 2013 standen Sie bereits vor dem Rücktritt. Wie kam es dazu, dass Sie doch nochmal ein Jahr in den Sattel gestiegen sind?

Voigt: Das lag vor allem an den letzten beiden Rennen 2013. Weil die Tour ganz gut lief und es auch bei der US-Tour in Colorado glattging, dachte ich: "Komm Jens, ein Jahr geht noch!"

SPOX: Wie hat die Familie reagiert?

Voigt: Meine Frau kennt mich ja mittlerweile und weiß, wie wichtig mir das ist. Sie hat mir die Freiheit gelassen zu entscheiden, wann es genug ist. Ihr war klar, dass ich unglücklich sein würde, wenn ich zu früh aufhöre.

Tour de France 2014: Die Bilder der ersten Woche
9. Etappe: Zweiter Tag in den Vogesen und erstmals ein Berg der 1. Kategorie. Das ist kein Zuckerschlecken
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9. Etappe: Zweiter Tag in den Vogesen und erstmals ein Berg der 1. Kategorie. Das ist kein Zuckerschlecken
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Tony Gallopin vor dem Start. Ob seine Freundin wusste, dass er nach der Etappe andere Frauen knutschen würde?
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Tony Gallopin vor dem Start. Ob seine Freundin wusste, dass er nach der Etappe andere Frauen knutschen würde?
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Gallopin fuhr nämlich auf den 170 Kilometern nach Mülhausen ins Gelbe Trikot - und da kriegt man Küsschen
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Gallopin fuhr nämlich auf den 170 Kilometern nach Mülhausen ins Gelbe Trikot - und da kriegt man Küsschen
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Mann des Tages war aber nicht Gallopin, sondern Tony Martin. Der 29-Jährige fuhr seinen 3. Tour-Etappensieg ein
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150 Kilometer lag Martin an der Spitze des Feldes, den größten Teil davon ganz allein
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8. Etappe: Am zweiten Samstag der Tour de France stand die erste Bergankunft an. Wichtig dabei: Essen nicht vergessen, Monsieur Chavanel!
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Bei dem Wetter im Ziel konnte ein Löwenkostüm nicht schaden
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Frau Holle, Frau Holle, die schüttelt ihre Betten aus! So schaut pure Tour-Leidenschaft nun mal aus
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Alberto Contador hatte gut lachen. Der Spanier nahm Vincenzo Nibali ein paar Sekunden ab
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Blel Kadri gewann die achte Etappe und sorgte damit für den ersten französischen Tageserfolg
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7. Etappe: Auch auf dem siebten Teilstück kam es wieder zu Stürzen. Besonders hart erwischte es Stef Clement
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Makaber? Oder einfach der Job eines Fotografen? Entscheidet selbst...
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Kreativ muss man bei der Tour halt sein. Diese Kinder machten es sich in einer Baggerschaufel gemütlich
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Auch französische Politiker lassen sich die Rundfahrt nicht entgehen. Hier hätten wir zum Beispiel Kader Arif (r.), der im Verteidigungsministerium tätig ist
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Knapp wurde es am Ende! Um Haaresbreite sicherte sich Matteo Trentin (M.) vor Peter Sagan (l.) den Etappensieg
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6. Etappe: Tour de France? Von wegen! Am sechsten Tag gab es dank Andre Greipel bereits den vierten deutschen Tageserfolg
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Apropos deutsch: Jens Voigt machte auf der Etappe nach Reims offenbar Bekanntschaft mit dem Chinesen Cheng Ji
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Keine Sorge, so schlimm war die sechste Etappe nicht...
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Keine Sorge, so schlimm war die sechste Etappe nicht...
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Na, wer ist denn da? Richie Porte dürfte nach dem Ausstieg von Chris Froome der neue Kapitän bei Sky sein
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Vincenzo Nibali, der Mann in Gelb, kam gut behütet von seinen Bodyguards auch heil im Ziel an
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Vincenzo Nibali, der Mann in Gelb, kam gut behütet von seinen Bodyguards auch heil im Ziel an
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5. Etappe: Die Hölle des Nordens wartete auf die Tour-Fahrer. Und der Spitzname hielt sein Versprechen...
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Tour de Moutainbike? Es war eine verrückte Etappe über die legendären Kopfsteinpflaster-Passagen von Paris-Roubaix
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Über Stock und Stein ging es, richtig sauber blieb dabei eigentlich kaum jemand
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Es gab unglaublich viele Stürze, Titelverteidiger Chris Froome musste sogar aufgeben
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Es gab unglaublich viele Stürze, Titelverteidiger Chris Froome musste sogar aufgeben
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Auch deswegen hatte Vincenzo Nibali am Ende gut lachen, denn der Italiener blieb in Gelb
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Auch deswegen hatte Vincenzo Nibali am Ende gut lachen, denn der Italiener blieb in Gelb
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4. Etappe: Die Tour ist endlich auf französischem Boden angekommen - es geht von Le Touquet-Paris-Plage nach Villeneuve-d'Ascq
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Auch die französische Radsport-Legende Raymond Poulidor ("Der Mann, der nie die Tour de France gewinnen konnte") lässt sich das nicht entgehen
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Auch die französische Radsport-Legende Raymond Poulidor ("Der Mann, der nie die Tour de France gewinnen konnte") lässt sich das nicht entgehen
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Christopher Froome stürzt und muss behandelt werden. Letzte Löcher werden während der Fahrt gestopft
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Natürlich kracht es auch auf der vierten Etappe
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Natürlich kracht es auch auf der vierten Etappe
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Teilweise herrscht Volksfeststimmung
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Teilweise herrscht Volksfeststimmung
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Eine hübsche Frau leistet Hilfe: Vincenzo Nibali aus Italien fährt im Gelben Trikot des Gesamtführenden
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Eine hübsche Frau leistet Hilfe: Vincenzo Nibali aus Italien fährt im Gelben Trikot des Gesamtführenden
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Der Held des Tages ist aber einmal mehr Marcel Kittel, der seinen dritten Tagessieg feiert
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Der Held des Tages ist aber einmal mehr Marcel Kittel, der seinen dritten Tagessieg feiert
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3. Etappe: Very british! Zum Abschluss des Abstechers auf die Insel schaute die Tour de France noch in London vorbei
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Kampf um die besten Plätze? Auch in London zeigte man sich erfinderisch
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Kampf um die besten Plätze? Auch in London zeigte man sich erfinderisch
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Ob WM oder Tour de France - im 21. Jahrhundert darf Public Viewing einfach nicht mehr fehlen
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In der Gesamtwertung gab es auf dem Weg nach London keine Verschiebungen. Vincenzo Nibali durfte also wieder auf Tuchfühlung gehen
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In der Gesamtwertung gab es auf dem Weg nach London keine Verschiebungen. Vincenzo Nibali durfte also wieder auf Tuchfühlung gehen
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Marcel Kittel? Unstoppable! Der Deutsche gewann seine zweite Tour-Etappe in diesem Jahr. So kann es weitergehen...
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Marcel Kittel? Unstoppable! Der Deutsche gewann seine zweite Tour-Etappe in diesem Jahr. So kann es weitergehen...
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2. Etappe: Was für ein Bild! Am ersten Sonntag der Tour führte die Reise des Pelotons von York nach Sheffield
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Das Profil hatte etwas vom Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich. Damit war auch klar: Für Marcel Kittel war die Etappe nichts
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Das Profil hatte etwas vom Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich. Damit war auch klar: Für Marcel Kittel war die Etappe nichts
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Die Erfahrung eines Tages in Gelb konnte ihm aber keiner mehr nehmen
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Die Erfahrung eines Tages in Gelb konnte ihm aber keiner mehr nehmen
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So ein Tour-Tag kann lang werden. Sehr lang...
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Eine besondere Art von Windpocken? Nein, einfach nur der tägliche Tour-Wahnsinn
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Eine besondere Art von Windpocken? Nein, einfach nur der tägliche Tour-Wahnsinn
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Am Ende triumphierte Vincenzo Nibali und setzte das erste Ausrufezeichen
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Am Ende triumphierte Vincenzo Nibali und setzte das erste Ausrufezeichen
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1. Etappe: Die prestigeträchtigste Rundfahrt der Welt begann 2014 in Leeds
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1. Etappe: Die prestigeträchtigste Rundfahrt der Welt begann 2014 in Leeds
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Neben vielen enthusiastischen Fans...
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Neben vielen enthusiastischen Fans...
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...ließen sich auch Prinz William und seine Kate den Auftakt nicht entgehen
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...ließen sich auch Prinz William und seine Kate den Auftakt nicht entgehen
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Die Ruhe vor dem Sturm! Neben Alberto Contador (l.) sind auch die anderen Favoriten vor dem Auftakt entspannt
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Die Ruhe vor dem Sturm! Neben Alberto Contador (l.) sind auch die anderen Favoriten vor dem Auftakt entspannt
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Nachdem das Hauptfeld die Ausreißergruppe rund um Rekordhalter Jens Voigt eingefangen hatte...
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Nachdem das Hauptfeld die Ausreißergruppe rund um Rekordhalter Jens Voigt eingefangen hatte...
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...sicherte sich Marcel Kittel im Zielsprint den Etappensieg und damit das Gelbe Trikot
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...sicherte sich Marcel Kittel im Zielsprint den Etappensieg und damit das Gelbe Trikot
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Nach dem Rennen kannte die Freude beim Sieger keine Grenzen
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Nach dem Rennen kannte die Freude beim Sieger keine Grenzen
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SPOX: Es war schnell klar, dass Sie dieses Jahr Ihre letzte Tour fahren würden. Mit Ihrer 17. Teilnahme stellten Sie den Rekord von Stuart O'Grady und George Hincapie ein. Was läuft da im Kopf für ein Film ab, wenn es ein letztes Mal über die Champs-Elysees geht?

Voigt: Für Gedanken hatte ich während des Rennens keine Zeit, eher morgens und als die Etappe losging. In Paris heißt es nur: Vollgas geben. Es ist nicht so leicht, das zu genießen, zumal wir mit Haimar Zubeldia noch einen guten Fahrer in der Gesamtwertung hatten, den wir schützen mussten. Das Hinrollen war wesentlich entspannter und nach dem Rennen saß ich noch einmal auf der Bande und habe es sacken lassen. Man ist dann natürlich schon glücklich, dass das Leiden ein Ende hat. Andererseits bist du traurig, weil du nie wieder vor Millionen Menschen live auf einer der bekanntesten Straßen der Welt fahren wirst. Da ist ganz klar auch ein bisschen Wehmut dabei gewesen.

SPOX: Gerade die französischen Fans haben Sie als unermüdlichen Ausreißer spätestens seit der Zeit bei Credit Agricole ins Herz geschlossen. Gab es während der letzten Tour besondere Fan-Momente?

Voigt: Die gab es. Teilweise waren die Fans wahnsinnig kreativ. Zum Beispiel hat mir eine große Gruppe französischer Fans ein traditionelles Pariser Straßenschild geschenkt, so eine größere Metallplatte. Da haben sie dann meinen Namen draufdrucken lassen. Andere Fans haben eine riesige Fotocollage gemacht mit einigen Erfolgen und Bildern. Das Ding war drei Meter hoch und zwei Meter breit. Das sind Momente, in denen man merkt: "Die machen das alles nur für mich!" Ein warmes Gefühl.

SPOX: Wie hat das Fahrerlager auf Ihr Karriereende reagiert? Haben die Sprinter-Teams erleichtert aufgeatmet, dass der nervige Ausreißer jetzt zum letzten Mal dabei ist?

Voigt: Ich hatte schon den Eindruck, dass viele einfach froh waren, mich loszuwerden - mit der ganzen Attackiererei und dem Stressmachen. Viele Leute haben es aber einfach nicht geglaubt. Die haben gesagt: "Ich glaube erst, dass du aufhörst, wenn du keine Lizenz mehr hast."

"Dann hätten die anderen Fahrer zusammengelegt und Geld bezahlt, dass der olle Voigt endlich verschwindet."

Jens Voigt

SPOX: Und jetzt ist die Lizenz endgültig weg?

Voigt: Ich hatte ja drei oder vier Lizenzen. Einige davon habe ich als Andenken verschenkt, aber irgendwo müsste zuhause noch eine rumliegen. Aber wie gesagt: Der Radsport ist gerade weit weg für mich.

SPOX: Hand aufs Herz: Gab es doch noch einen kurzen Moment, in dem Sie über eine Fortsetzung nachgedacht haben?

Voigt: Mir war ja eigentlich klar, dass ich aufhöre, auch wenn das meine Frau und meine Kollegen nicht so ganz geglaubt haben. Doch plötzlich hätte ich dann doch noch ein Jahr dran gehängt. Aber ich glaube, dann hätten die anderen Fahrer zusammengelegt und Geld bezahlt, dass der olle Voigt endlich verschwindet.

SPOX: Gab es im Fahrerfeld einen Seniorenbonus für Sie im letzten Jahr der Karriere?

Voigt: Nein, gar nicht. Es gab kurzfristig mal so ein kleines Projekt der Kollegen am Abend vor der Abschlussetappe der Tour de France. Sie haben sich überlegt, den alten Jens erst einmal alleine vorne vor dem Feld fahren zu lassen. Da habe ich aber direkt gesagt: "Hey Leute, das kriegt ihr nie im Leben organisiert! Ihr kriegt keine 150 Fahrer darauf eingeschworen, mir eine Runde zu schenken."

SPOX: Was ist dann passiert?

Voigt: Meine Kollegen haben mit allen Fahrern geredet. Manche Teams haben für eine Runde zugestimmt, andere wollten aber auf jeden Fall angreifen. Letztlich hat es in Paris ja auch ein Vicenzo Nibali kaum geschafft mit seinem gelben Trikot das Tempo mitzugehen. Da wollten ja alle attackieren wie die Guppys. Es wurde nichts geschenkt, sowas gibt es nicht mehr. Aber das ist auch in Ordnung so, ich habe ja schließlich mein Leben lang nichts geschenkt gekriegt. Mit so einem Altersgeschenk wäre ich mir wie ein Trottel vorgekommen.

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Interview: Martin Gödderz

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