Brink/Reckermann sind die Allergrößten!

Von SPOX
Dienstag, 01.01.2013 | 14:07 Uhr
Am Ziel ihrer Träume: Jonas Reckermann und Julius Brink am 9. August 2012 in London
© Getty
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Die SPOX-User haben entschieden: Julius Brink und Jonas Reckermann sind die Helden des Jahres 2012. Die Beachvolleyball-Olympiasieger verwiesen NBA-Superstar LeBron James und Double-Sieger Borussia Dortmund auf die Plätze.

Ein gutes Viertel der SPOX-User hat seine Stimme den Beachvolleyball-Olympiasiegern Julius Brink und Jonas Reckermann gegeben und damit mit großer Mehrheit deren sensationelle Leistung in London gewürdigt.

Dahinter ging's im Kampf um die Podiumsplätze eng zu: NBA-Champion und Olympiasieger LeBron James setzte sich knapp gegen Borussia Dortmund durch und eroberte Platz zwei. Für Biathlon-Queen Magdalena Neuner blieb der vierte Platz vor Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel.

Platz 1, 25,3 Prozent: Julius Brink/Jonas Reckermann

Das Beachvolleyball-Finale der Männer war eines der absoluten Highlights der Sommerspiele in London. Gefühlt die halbe deutsche Olympiamannschaft quetschte sich ins ohnehin pickepackevolle Stadion, um Geschichte live zu erleben. Und Geschichte schrieben Julius Brink und Jonas Reckermann. Als erste Europäer holten sie Olympisches Gold, nachdem sie schon Europa- und Weltmeister wurden. Im Finale gegen die favorisierten Brasilianer Alison Cerutti und Emanuel Rego rutschte ihnen das Herz noch mal ganz tief in die Hose, als sie drei Matchbälle vergaben, doch dann war's vollbracht. Julius Brink: "Man ist überrascht, wie schwer die Medaille doch ist, wenn man sie umgehängt bekommt."

Platz 2, 15,4 Prozent: LeBron James

Er musste lange warten, viel Hohn und Spott ertragen, bis er endlich den Gipfel erreichte. 2012 war das Jahr des LeBron Raymone James. Er wurde als MVP ausgezeichnet und holte mit den Miami Heat bei seiner dritten Finalteilnahme den NBA-Titel. Er spielte unfassbar gute Finals und wurde Olympiasieger. Und dann gab es da noch so eine Nacht in Boston. Den Miami Heat drohte das Playoff-Aus, als LeBron eine Performance für die Ewigkeit hinlegte: 45 Punkte, 15 Rebounds, 5 Assist. Dabei schoss er fast schon außerirdische 73 Prozent aus dem Feld. Ein Spiel, das seine Karriere veränderte. Genauso wie es die Finalpleite 2011 gegen Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks tat. Diese Niederlage habe ihn Demut gelehrt und zu einem besseren Spieler gemacht.

Platz 3, 15,1 Prozent: Borussia Dortmund

Einen Titel zu holen ist schwer, einen Titel zu verteidigen angeblich noch viel schwerer. Deshalb kann man die Leistung von Borussia Dortmund in der Saison 2011/2012 gar nicht genug loben, zumal der Auftakt gemessen an der Erwartungen komplett in die Hose gegangen war. Die Bayern waren schon acht Punkte voraus und eine erneute Meisterschaft für Schwarz-Gelb schien fast ausgeschlossen. Doch das Ende ist bekannt: Der BVB holte erstmals in seiner 103-jährigen Vereinsgeschichte das Double und sicherte sich mit 81 Punkten (25 Siege - 6 Remis - 3 Niederlagen) den inoffiziellen Titel: bester Meister aller Zeiten. Aktuell sieht es zwar nicht nach einem Titel-Hattrick für den BVB aus, doch mit herausragenden Leistungen in der Champions League gegen Gegner wie Real Madrid und Manchester City hat man auch der zweiten Jahreshälfte seinen Stempel aufgedrückt.

Platz 4, 11,9 Prozent: Magdalena Neuner

"Ich werde meine Karriere als Biathletin nach diesem Winter beenden", schrieb Magdalena Neuner Anfang Dezember 2011 auf ihrer Homepage. "Ich habe einfach das Gefühl, dass die Zeit reif ist für eine Veränderung." Die Nachricht kam nicht ganz unerwartet, schlug dennoch aber ein wie eine Bombe. Und sie hielt Wort. Mitte März, wenige Wochen nach ihrem 25. Geburtstag, hängte Neuner Ski und Gewehr an den Nagel. Zuvor hatte sie aber ein finale furioso hingelegt, dass alle ihre Fans entschädigte. Bei der Heim-WM in Ruhpolding holte sie ihre WM-Titel elf und zwölf und zum krönenden Abschluss gewann sie zum dritten Mal den Gesamtweltcup. Ob sie noch einmal zurückkommt? Neuner: "Nicht für 50 Millionen!"

Platz 5, 10,6 Prozent: Sebastian Vettel

Als "wunderbaren Wahnsinnigen" und "Giganten unter Giganten" feierte die internationale Presse Sebastian Vettel nach seinem WM-Triumph in Brasilien, mit dem er den Titel-Hattrick perfekt machte. Er ist erst der dritte Fahrer in der Formel-1-Geschichte, der dreimal in Folge Weltmeister geworden ist. Juan-Manuel Fangio und Michael Schumacher heißen die anderen beiden. Früh war klar, dass es sich bei Sebastian Vettel um ein Jahrhunderttalent handelt und dass ihm die zweifelhafte Ehre zuteil werden würde, in die Fußstapfen von Schumi zu treten. Umso bemerkenswerter ist es, dass man nach sechs Saisons des gerade mal 23-Jährigen feststellen muss, dass er selbst die kühnsten Erwartungen übertroffen hat. "Was passiert ist, ist unwirklich", sagte er nach dem chaotischen letzten Saisonrennen. Damit irrt er gewaltig.

Die Plätze 6 bis 10:

Usain Bolt 7,1: Verteidigte bei Olympia in London als erster Leichtathlet überhaupt seine Goldmedaillen über 100 und 200 Meter. Gewann zum Abschluss der Spiele mit der 4x100-m-Staffel Gold in Weltrekordzeit.

Michael Phelps 5,9: Beendete bei den Sommerspielen seine sensationelle Karriere mit weiteren vier Gold- und zwei Silbermedaillen. Tritt als erfolgreichster Olympionike aller Zeiten ab: 18 x Gold, 2 x Silber, 2 x Bronze.

Robert Harting 3,4: Stand als Europa- und Weltmeister in London unter immensem Druck, behielt aber die Nerven und wurde Olympiasieger. Ist nach eigener Aussage jetzt ein "kompletter Athlet".

Deutsche Hockey-Nationalmannschaft 2,8: Die deutschen Herren rangen in einem dramatischen Olympia-Finale die Niederlande nieder und wiederholten den Goldtriumph von Peking. Machten anschließend auch vor dem Traumschiff nicht Halt.

Deutschland-Achter 2,5: Gingen wie Harting in London als haushohe Favoriten an den Start und meisterten ihre Aufgabe trotz "brutal starker" Konkurrenz. Ungeschlagen jetzt seit Peking 2008.

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