Top 10: Die Gewinner des Jahres 2011

Nowitzki unterliegt dem Außerirdischen

Von SPOX
Sonntag, 25.12.2011 | 10:51 Uhr
Dirk Nowitzki, Sebastian Vettel und Borussia Dortmund haben gegen Mister X verloren
© spox

Wie jedes Sportjahr hat auch das Jahr 2011 wieder Gewinner und Verlierer hervorgebracht. SPOX widmet sich in Teil eins des Jahresrückblicks den Helden. Die zehn größten haben es in die Top 10 geschafft.

Sportler des Jahres werden in den meisten Ländern gewählt, aber wie sieht es im internationalen Vergleich aus? Diese Frage wird eher selten beantwortet. SPOX hat es getan und ein Ranking der Top 10 der Gewinner und Verlierer des Sportjahres 2011 erstellt.

Zwar aus deutschem Blickwinkel, schließlich sind die Leistungen der deutschen Athleten für ein deutschsprachiges Sportportal am präsentesten, aber stets mit dem Blick über den nationalen Tellerrand hinaus.

Teil eins befasst sich mit den Gewinnern. Die Reihenfolge, die SPOX für die Top 10 aus ursprünglich rund 30 Kandidaten erstellt hat, ist selbstverständlich subjektiv. Außerdem erhebt die Liste keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit.

Umso besser kann man darüber in den Kommentaren diskutieren. Nennt uns Eure Rankings, sagt uns, wer Eurer Meinung nach in die Top 10 gehört und wer nicht!

Platz 10: Dennis Seidenberg (GER, NHL)

Dirk Nowitzki war in diesem Jahr nicht der einzige deutsche Held im US-Sport. Dennis Seidenberg ist zwar bei den Boston Bruins kein so großer Leader wie Nowitzki bei den Dallas Mavericks, aber auch Seidenberg hat seinen festen Platz als einer der Top-Verteidiger der NHL gefunden.

Seit dem Triumph seiner Bruins in den Finals der vergangenen Saison gegen die Vancouver Canucks ist Seidenberg zudem der erst zweite Deutsche nach Ex-Bundestrainer Uwe Krupp, der den Stanley Cup in seinen Händen halten durfte.

Dieses Privileg hat er sich übrigens im direkten Duell gegen seinen Nationalmannschafts-Kollegen Christian Ehrhoff verdient.

Platz 9: Magdalena Neuner (GER, Biathlon)

Deutschlands Biathlon-Superstar war auch 2011 wieder das Gesicht des Sports - und zwar nicht nur in Deutschland. Neuner hat bei der WM im März in Russland wieder einmal kräftig abgeräumt. Sie kam mit drei Gold- und zwei Silbermedaillen wieder nach Hause.

Auch in die neue Saison ist Neuner so gut gestartet wie nie, allerdings wird es ihre letzte sein. Mit zehn WM-Titeln und zwei olympischen Goldmedaillen im Gepäck hat Neuner im Dezember ihren Rücktritt zum Saisonende verkündet.

Sportlich ist das für den deutschen Biathlon-Sport ein Schlag, der nicht härter sein könnte. Zumal Neuner erst 24 Jahre als ist und theoretisch noch an mindestens zwei olympischen Spielen teilnehmen könnte.

Aber menschlich kann man Neuner zu der offensichtlichen Fähigkeit, den Leistungssport loszulassen und in jungen Jahren ein zweites, völlig anderes Leben anzufangen, nur beglückwünschen. Auch deshalb ist sie eine Gewinnerin 2011.

Platz 8: Stefan Bradl (GER, Motorrad)

Deutschland hat nach 18 Jahren wieder einen Motorrad-Weltmeister. Bradl triumphierte in der zweithöchsten Klasse Moto2 im letzten Rennen, weil sein Konkurrent Marc Marquez verletzungsbedingt nicht starten konnte.

Das Duell der beiden verlief dramatisch. Zu Saisonbeginn dominierte Bradl mit fünf Pole-Positions und drei Siegen in den ersten fünf Rennen und hatte einen riesigen Vorsprung in der WM. Im Laufe der Saison wurde Marquez aber immer stärker und nahm Bradl drei Rennen vor Schluss die WM-Führung ab.

Am vorletzten Rennwochenende stürzte Marquez jedoch so schwer, dass er danach nicht noch einmal aufs Motorrad steigen konnte. Bradl nutzte diese Chance.

Trotz seines WM-Titels sah es aber zunächst nicht danach aus, als könnte sich Bradl den Traum vom Aufstieg in die Königsklasse MotoGP erfüllen. Erst nachdem er bei Testfahrten alle Beobachter beeindruckt hatte, bekam er doch noch einen Vertrag für 2012. Dann wird er gegen die großen Stars um Weltmeister Casey Stoner und Valentino Rossi kämpfen.

Platz 7: DFB-Team (GER, Fußball)

Skeptiker werden sagen, dass die Jungs von Joachim Löw noch nichts gewonnen haben, aber eine EM-Qualifikation mit einer perfekten Bilanz von zehn Siegen in zehn Spielen zu beenden, ist ebenso beeindruckend wie rekordverdächtig.

Dazu kamen als Sahnehäubchen die überzeugenden Testspielsiege gegen Brasilien (3:2) und die Niederlande (3:0).

Noch beeindruckender als die Zahlen war die Art und Weise, wie Deutschland gespielt hat. Vor allem das kreative Mittelfeld genießt in der ganzen Welt hohes Ansehen. Der Bundestrainer hat es geschafft, seine Mannschaft als Top-Favorit vieler Experten in die Europameisterschaft zu schicken. Das hat es schon sehr lange nicht mehr gegeben.

Platz 6: Aaron Rodgers (USA, NFL)

Der Denker und Lenker im Spiel von Super-Bowl-Champion Green Bay Packers ist unumstritten der beste NFL-Quarterback der Gegenwart und auf dem Weg, einer der besten aller Zeiten zu werden.

Er und sein Team hatten im kompletten Kalenderjahr 2011 bis zum vergangenen Wochenende kein einziges Spiel verloren. Natürlich war dabei die bis zum Spiel in Kansas City perfekte reguläre Saison beeindruckend, noch viel höher einzuschätzen waren aber die Playoffs der vergangenen Saison, die die Packers auf dem Weg zum Super Bowl komplett auswärts überstehen mussten.

Das hat Rodgers aber nie daran gehindert, nervenstark und unglaublich präzise seine Offense in die gegnerischen Endzonen zu führen. Es war der erste Super-Bowl-Triumph der Packers nach 14 Jahren Durststrecke.

In der laufenden Saison führt Rodgers das für die Einschätzung der Effektivität der Quarterbacks maßgebliche Passer Rating mit riesigem Vorsprung vor NFL-Superstars wie Tom Brady und Drew Brees an.

Die Plätze 5 bis 1

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