Einmal Instant-Offense zum Mitnehmen

Von Sebastian Hahn
Dienstag, 12.04.2016 | 16:30 Uhr
Jairo Samperio spielt seit 2014 beim FSV Mainz 05
© getty

Wer kann sich für die Startelf empfehlen, wem gelingt in dieser Saison endlich der Durchbruch und wer entwickelt sich zum absoluten Knaller-Transfer? Page 2 blickt in der Rookie Ladder wöchentlich auf die Leistungen der jungen Wilden in der Bundesliga. In der 29. Ausgabe überzeugen drei Joker, im Revierderby tun sich zwei Youngster hervor und Bayern hat endgültig den nächsten Pep-Hybriden hervorgebracht.

1. Jairo Samperio (FSV Mainz 05)

Der Spanier brachte umgehend Instant-Offense von der Bank. Fünf Minuten nach seiner Einwechslung gelang Jairo der Ausgleich für die Mainzer, auch im Anschluss wirkten die Rheinhessen in der Offensive deutlich flexibler und gefährlicher - vor allem wegen ihm. Hätte die Partie kurz vor Schluss sogar noch drehen können.

2. Leroy Sané (FC Schalke 04)

Pünktlich zum Derby bestätigte der Youngster seine aufsteigende Form. Nicht nur, dass Sané den für die Schalker wichtigen schnellen Ausgleich erzielte, auch sonst ging der junge Deutsch-Franzose immer wieder in Dribblings und hatte gute Ideen im Spielaufbau, die seine Mitspieler aber nicht immer umsetzen konnten. Dennoch der stärkste Schalker.

3. Florian Grillitsch (SV Werder Bremen)

Der Österreicher riss gegen schwache Augsburger den Spielaufbau an sich und koordinierte den Angriff der Bremer, die durch seine Steilpässe viel Raum zur Verfügung hatten und dadurch auch den ein oder anderen gefährlichen Standard herausholten. Krönte seine Leistung mit dem zwischenzeitlichen Führungstreffer.

4. Nadiem Amiri (TSG 1899 Hoffenheim)

Ähnlich wie Jairo brauchte Amiri nur Sekunden, bis er die umkämpfte Partie gegen Frankfurt auf den Kopf stellte. Sein Solo-Lauf zur Führung war herausragend, anschließend belebte er die TSG-Offensive sichtlich und ließ das Pendel endgültig zugunsten der Kraichgauer ausschlagen.

5. Andreas Christensen (Borussia Mönchengladbach)

Der Däne machte neben Elvedi gegen Ingolstadt den besten Job in der Gladbacher Viererkette. Christensen dominierte erneut in den Zweikämpfen und schirmte fast jeden Angriff der Gastgeber sicher vom eigenen Tor ab, hatte dafür am Samstagnachmittag aber ungewohnte Schwächen im Spielaufbau.

6. Jeremy Toljan (TSG 1899 Hoffenheim)

Im ersten Durchgang noch etwas wacklig unterwegs, rettete der Außenverteidiger im zweiten Durchgang zweimal in höchster Not für 1899 und hielt so den eigenen Kasten sauber. Erst klärte er gegen Zambrano auf der Linie, dann spitzelte er Aigner direkt vor Baumann den Ball entscheidend weg und verhinderte so den Gegentreffer.

7. Joshua Kimmich (FC Bayern München)

Wächst in die Rolle des Innenverteidigers immer besser hinein und zeigte auch gegen Stuttgart seine Stärken im Spielaufbau, indem er ständig Bälle forderte und seine Mitspieler in Szene setzte. Obwohl er nach 75 Minuten vom Feld musste, hatte er am Ende die meisten Ballaktionen bei den Münchner auf dem Konto.

8. Jonathan Tah (Bayer Leverkusen)

Lieferte sich ein packendes Duell mit Modeste und schaffte es meistens, den Kölner Stürmer an Chancen zu hindern, auch wenn sich der clevere Franzose hin und wieder absetzen konnte. Dennoch wirkte Tah gewohnt sicher im Abwehrzentrum und half mit, hinten die Null zu halten.

9. Kenan Karaman (Hannover 96)

Auch Karaman kam wie Amiri und Jairo nur von der Bank, legte Schmiedebach dann aber mustergültig den Ausgleich auf und sorgte mit dafür, dass sich Hannover im zweiten Durchgang mit Selbstbewusstsein ein Remis erkämpfte.

10. Christian Pulisic (Borussia Dortmund)

Hätte mit seinen beiden Großchancen in der Anfangsphase zum Derby-Helden werden können, lieferte aber auch ansonsten eine gute Leistung ab und bewies erneut, dass er mit seinen erst 17 Jahren jetzt schon ein Eckpfeiler für die BVB-Zukunft ist. Wurde allerdings nach Wiederanpfiff etwas schwächer.

Auf den Plätzen: Danny da Costa (FC Ingolstadt), Nico Elvedi (Borussia Mönchengladbach), Robert Bauer (FC Ingolstadt)

1. Der Spieler darf nicht vor dem 1.1.1992 geboren sein, sprich zum Ende des Jahres 2015 nicht älter als 23 Jahre sein.
2. Der Spieler darf vor Saisonbeginn nicht mehr als 25 Spiele in der Bundesliga absolviert haben. Im Laufe der Spielzeit darf der Akteur diese Marke aber überschreiten, ohne aus dem Ranking zu fallen. Spieler, die unter 23 sind, aber schon mehr als 25 Spiele in der Bundesliga absolviert haben (z.B. Mario Götze), werden nicht bewertet.

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