Montag, 18.04.2016

Bayern-Dominanz in der Bundesliga

Samstagabend: Test- statt Topspiel

Der FC Bayern München steht vier Spieltage vor Schluss vor dem historischen vierten Meistertitel, erneut liefern die Münchner eine dominante Saison ab. Dennoch ist Pep Guardiola nachdem 3:0-Erfolg gegen Schalke unzufrieden und entschuldigt sich für die "schwache Leistung" bei den Fans. Respektlos oder berechtigte Kritik in einer Liga, die ein erschreckendes Kräfteverhältnis entwickelt hat?

Bereits zum vierten Mal hintereinander ist dem FC Bayern die Meisterschaft kaum mehr zu nehmen
© getty
Bereits zum vierten Mal hintereinander ist dem FC Bayern die Meisterschaft kaum mehr zu nehmen

78 Punkte nach 30 Spieltagen. Eine überragende Bilanz von zehn Siegen aus zehn Spielen bei einem Torverhältnis von 29:2 nach einem Champions-League-Match unter der Woche. Erst 14 Gegentoren in der Saison 2015/16. Und schlussendlich: Kurz davor, als erste Mannschaft in der Geschichte der Bundesliga vier Meisterschaften in Folge abzuräumen.

Die Welt beim FC Bayern München könnte im April 2016 schlechter aussehen - und dennoch sorgte Coach Pep Guardiola nach dem am Ende doch souveränen 3:0-Erfolg gegen den FC Schalke 04 für Zündstoff: "Es tut mir leid für unsere Fans. Sie kommen, um 90 Minuten Vollgas zu sehen. Wir haben nur 35 Minuten gespielt, ansonsten waren wir nicht auf dem Platz", monierte der Spanier auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. Und legte sogar noch nach: "Ich hoffe, dass ist eine große Lektion für Dienstag. Um gegen Atletico zu bestehen, müssen wir es besser machen." Nochmal: Nach einem 3:0-Erfolg. Gegen den FC Schalke 04. Ein Team, das selbst den Anspruch hat, sich für die Champions League zu qualifizieren. Ist da so ein Theater wirklich angebracht?

Zwischen "Super, Super" und Respektlosigkeit

Natürlich haben die Bayern gegen Schalke vor allem im ersten Durchgang keine Glanzleistung abgeliefert, aber eine Entschuldigung bei den Fans für "nur" 35 Minuten Vollgas-Fußball wirkt dann doch wie künstlich zusammengerührter Sprengstoff. Guardiola setzt seine Maßstäbe naturgemäß immer sehr hoch an, aber seine Kritik an der eigenen Mannschaft wirkt eher wie eine Respektlosigkeit gegenüber den Knappen. Nach dem Motto: "Hätten wir 90 Minuten gut gespielt, hätten wir auch sechs oder sieben Tore schießen können."

Welche Absicht der Katalane damit verfolgt, ist aber auch klar: Nachdem sich die Bayern in seinen ersten beiden Jahren an der Isar nach früh gewonnenen Meisterschaft in der Liga zurücklehnen konnten, verloren die Münchner den Fokus und stolperten zweimal hintereinander im Champions-League-Halbfinale. Dass die Bundesliga am 30. Spieltag de facto noch nicht entschieden ist, spielt Guardiola also in die Karten. Der 45-Jährige kritisiert sein Team also hauptsächlich, weil er ihre Konzentration hochhalten will.

Spur von Überheblichkeit?

Es zeigt aber auch: Die Bundesliga ist für Guardiola im Moment nicht mehr als eine Reihe von härter geführten Testspielen für die Champions League. Nach einem 3:0 gegen Schalke 04 die eigene Leistung zu kritisieren, zeigte, wie oben bereits angeführt, eine gewisse Spur von Überheblichkeit. Vor allem, wenn sich der Spanier vor jedem Spieltag der Presse stellt und erklärt, wie "super, super", "wahnsinnig" oder "unglaublich" dieser oder jener Spieler, Mannschaftsteil oder Trainer ist.

Passend dazu ein Beispiel von der PK vor dem Spiel am Samstagabend: "Schalke hat gute Spieler wie Geis, Sane oder Hojbjerg. Sie sind eine gute Mannschaft." Parolen, die Guardiola vor jedem Spiel wiederholt. Einerseits, um seine Mannschaft zu warnen, andererseits, weil er nicht zugeben will, wie überlegen der FC Bayern dem Rest der Liga aktuell ist.

"Französische Verhältnisse"?

Würde Borussia Dortmund, oft auch mit dem Synonym "bester Zweiter der Bundesliga-Geschichte" bezeichnet, unter Thomas Tuchel nicht eine ähnlich überragende Saison spielen, die Bayern hätten sich wohl ein Fernduell mit Ligue-1-Champ Paris St.-Germain darum geliefert, wer zuerst seine Meisterschaft eintütet. Denn der Vorsprung auf den Drittplatzierten Bayer Leverkusen beträgt aktuell 27 Punkte. Zur Einordnung: Auf Relegationsplatz 16 hat die Werkself gerade einmal 20 Punkte Vorsprung...

Trotzdem ist es falsch, den Bayern eine ähnliche Dominanz wie PSG in Frankreich zu bescheinigen. Natürlich rotiert Guardiola viel und die Münchner setzen immer wieder Ausrufezeichen in Form von deutlichen Kantersiegen, es gibt aber immerhin auch noch ein paar wenige Teams, die den FCB durchaus vor eine Herausforderung stellen können. Als Beispiel sei das Rückrundenduell mit Borussia Dortmund angeführt.

Ein Blick über die Grenzen hinaus

Die größten Transferflops der Bayern
Tobias Rau: Für 2,25 Millionen Euro kam Rau aus Wolfsburg. In zwei Jahren München stand er nur 19 mal auf dem Platz
© getty
1/25
Tobias Rau: Für 2,25 Millionen Euro kam Rau aus Wolfsburg. In zwei Jahren München stand er nur 19 mal auf dem Platz
/de/sport/diashows/fc-bayern-groesste-transferflops/fehleinkaeufe-muenchen-tasci-goetze-herzog.html
Landon Donovan: Kam als Klinsmanns Wunschspieler zur Leihe und zog nach sechs enttäuschenden Kurzeinsätzen weiter zum FC Everton
© getty
2/25
Landon Donovan: Kam als Klinsmanns Wunschspieler zur Leihe und zog nach sechs enttäuschenden Kurzeinsätzen weiter zum FC Everton
/de/sport/diashows/fc-bayern-groesste-transferflops/fehleinkaeufe-muenchen-tasci-goetze-herzog,seite=2.html
Julio dos Santos: Rund 2,5 Millionen Euro ließ sich Bayern die Dienste des Spielmachers kosten. Satte fünf Mal spielte er dann auch, um anschließend an Wolfsburg, Ameria und Gremio ausgeliehen zu werden
© getty
3/25
Julio dos Santos: Rund 2,5 Millionen Euro ließ sich Bayern die Dienste des Spielmachers kosten. Satte fünf Mal spielte er dann auch, um anschließend an Wolfsburg, Ameria und Gremio ausgeliehen zu werden
/de/sport/diashows/fc-bayern-groesste-transferflops/fehleinkaeufe-muenchen-tasci-goetze-herzog,seite=3.html
Vahid Hashemian: Zwei Millionen überwies Bayern für den Hubschrauber. Ein Jahr, neun Spiele, kein Treffer - ab nach Hannover
© getty
4/25
Vahid Hashemian: Zwei Millionen überwies Bayern für den Hubschrauber. Ein Jahr, neun Spiele, kein Treffer - ab nach Hannover
/de/sport/diashows/fc-bayern-groesste-transferflops/fehleinkaeufe-muenchen-tasci-goetze-herzog,seite=4.html
Andreas Herzog: Kam 1996 im Rucksack von Förderer Otto Rehagel mit nach München, erlebte eine durchwachsene erste Saison und kehrte nach nur einem Jahr nach Bremen zurück
© getty
5/25
Andreas Herzog: Kam 1996 im Rucksack von Förderer Otto Rehagel mit nach München, erlebte eine durchwachsene erste Saison und kehrte nach nur einem Jahr nach Bremen zurück
/de/sport/diashows/fc-bayern-groesste-transferflops/fehleinkaeufe-muenchen-tasci-goetze-herzog,seite=5.html
Jean-Pierre Papin: Sollte 1994 im Sturm neben Kostadinov glänzen, fasste aber nie wirklich Fuß. Nach zwei Jahren mit nur drei Toren in 27 Spielen ging es weiter nach Bordeaux
© getty
6/25
Jean-Pierre Papin: Sollte 1994 im Sturm neben Kostadinov glänzen, fasste aber nie wirklich Fuß. Nach zwei Jahren mit nur drei Toren in 27 Spielen ging es weiter nach Bordeaux
/de/sport/diashows/fc-bayern-groesste-transferflops/fehleinkaeufe-muenchen-tasci-goetze-herzog,seite=6.html
Edson Braafheid: Van Gaal lockte seinen Landsmann für zwei Millionen an die Isar. Letztlich trug Braafheid das FCB-Trikot nur zwölf mal, wurde nach Glasgow verliehen und flog nach einem Streit mit van Gaal aus der Mannschaft
© getty
7/25
Edson Braafheid: Van Gaal lockte seinen Landsmann für zwei Millionen an die Isar. Letztlich trug Braafheid das FCB-Trikot nur zwölf mal, wurde nach Glasgow verliehen und flog nach einem Streit mit van Gaal aus der Mannschaft
/de/sport/diashows/fc-bayern-groesste-transferflops/fehleinkaeufe-muenchen-tasci-goetze-herzog,seite=7.html
Breno: Zwölf Millionen Euro ließ sich Bayern eines der größten Abwehrtalente der Welt 2008 kosten. Breno wurde aber nie wirklich warm mit Deutschland, brachte kaum Leistung und musste nach Brandstiftung in den eigenen vier Wänden sogar ins Gefängnis
© getty
8/25
Breno: Zwölf Millionen Euro ließ sich Bayern eines der größten Abwehrtalente der Welt 2008 kosten. Breno wurde aber nie wirklich warm mit Deutschland, brachte kaum Leistung und musste nach Brandstiftung in den eigenen vier Wänden sogar ins Gefängnis
/de/sport/diashows/fc-bayern-groesste-transferflops/fehleinkaeufe-muenchen-tasci-goetze-herzog,seite=8.html
Mario Götze: Wer hat's gemacht? Genau, aber viel zu selten. In drei Jahren München ist Götze der endgültige Durchbruch verwehrt geblieben, die 37-Millionen teure Ablöse ist immer wieder Thema. Geht es im Sommer auf die Insel?
© getty
9/25
Mario Götze: Wer hat's gemacht? Genau, aber viel zu selten. In drei Jahren München ist Götze der endgültige Durchbruch verwehrt geblieben, die 37-Millionen teure Ablöse ist immer wieder Thema. Geht es im Sommer auf die Insel?
/de/sport/diashows/fc-bayern-groesste-transferflops/fehleinkaeufe-muenchen-tasci-goetze-herzog,seite=9.html
Ali Karimi: Als Asiens Fußballer des Jahres kam Karimi 2005 zu den Bayern, fortan war er aber nur Mitläufer mit vielen Verletzungen. 2011 folgte ein erneutes Bundesliga-Intermezzo mit zwei Einsätzen - allerdings bei Schalke
© getty
10/25
Ali Karimi: Als Asiens Fußballer des Jahres kam Karimi 2005 zu den Bayern, fortan war er aber nur Mitläufer mit vielen Verletzungen. 2011 folgte ein erneutes Bundesliga-Intermezzo mit zwei Einsätzen - allerdings bei Schalke
/de/sport/diashows/fc-bayern-groesste-transferflops/fehleinkaeufe-muenchen-tasci-goetze-herzog,seite=10.html
Alain Sutter: 1994 für 1,7 Millionen Euro aus Nürnberg gekommen, unter Trapattoni aber fehl am Platz. 30 Pflichtspiele, ein Treffer - ein Jahr später ging es nach Freiburg
© getty
11/25
Alain Sutter: 1994 für 1,7 Millionen Euro aus Nürnberg gekommen, unter Trapattoni aber fehl am Platz. 30 Pflichtspiele, ein Treffer - ein Jahr später ging es nach Freiburg
/de/sport/diashows/fc-bayern-groesste-transferflops/fehleinkaeufe-muenchen-tasci-goetze-herzog,seite=11.html
Jan Kirchhoff: Die halbe Liga jagte den Mainzer, der sich 2013 für den größtmöglichen Schritt zum FCB entschied. Ob der mächtigen Konkurrenz war aber nur Ergänzungsspieler, nach einer Leihe zu Schalke spielt er jetzt beim AFC Sunderland
© getty
12/25
Jan Kirchhoff: Die halbe Liga jagte den Mainzer, der sich 2013 für den größtmöglichen Schritt zum FCB entschied. Ob der mächtigen Konkurrenz war aber nur Ergänzungsspieler, nach einer Leihe zu Schalke spielt er jetzt beim AFC Sunderland
/de/sport/diashows/fc-bayern-groesste-transferflops/fehleinkaeufe-muenchen-tasci-goetze-herzog,seite=12.html
Serdar Tasci: Sollte nach den Verletzungen von Boateng, Badstuber, Benatia und Martinez in der Abwehr aushelfen. Erwies sich aber als nicht tauglich und bedauerte den Wechsel zuletzt öffentlich
© getty
13/25
Serdar Tasci: Sollte nach den Verletzungen von Boateng, Badstuber, Benatia und Martinez in der Abwehr aushelfen. Erwies sich aber als nicht tauglich und bedauerte den Wechsel zuletzt öffentlich
/de/sport/diashows/fc-bayern-groesste-transferflops/fehleinkaeufe-muenchen-tasci-goetze-herzog,seite=13.html
Alexander Baumjohann: Wagte 2009 wie viele vor ihm den mutigen Schritt zu Bayern. Drei Einsätzen in der Liga folgte der Wechsel zu Schalke - nach nur sechs Monaten
© getty
14/25
Alexander Baumjohann: Wagte 2009 wie viele vor ihm den mutigen Schritt zu Bayern. Drei Einsätzen in der Liga folgte der Wechsel zu Schalke - nach nur sechs Monaten
/de/sport/diashows/fc-bayern-groesste-transferflops/fehleinkaeufe-muenchen-tasci-goetze-herzog,seite=14.html
Radmilo Mihajlovic: Ab 1988 im Trikot der Bayern und mit mäßigen Einstand (vier Tore in 25 Spielen). Spielte in seiner zweiten Saison fast gar keine Rolle mehr und wechselte im Winter zu Zweitligist Schalke 04
© getty
15/25
Radmilo Mihajlovic: Ab 1988 im Trikot der Bayern und mit mäßigen Einstand (vier Tore in 25 Spielen). Spielte in seiner zweiten Saison fast gar keine Rolle mehr und wechselte im Winter zu Zweitligist Schalke 04
/de/sport/diashows/fc-bayern-groesste-transferflops/fehleinkaeufe-muenchen-tasci-goetze-herzog,seite=15.html
Michael Sternkopf: Kam 1990 für damals stattliche 3,4 Millionen Deutsche Mark aus Karlsruhe und verbrachte immerhin fünf Jahre in München. In dieser Zeit aber nie wirklich gesetzt, blieb er dauerhaft hinter den Erwartungen zurück
© getty
16/25
Michael Sternkopf: Kam 1990 für damals stattliche 3,4 Millionen Deutsche Mark aus Karlsruhe und verbrachte immerhin fünf Jahre in München. In dieser Zeit aber nie wirklich gesetzt, blieb er dauerhaft hinter den Erwartungen zurück
/de/sport/diashows/fc-bayern-groesste-transferflops/fehleinkaeufe-muenchen-tasci-goetze-herzog,seite=16.html
Torsten Frings: Kam als Wunschspieler von Magath und war im Mittelfeld gesetzt. Wurde aber nie warm mit dem Klub und kehrte zurück nach Bremen - immerhin machte der FCB dabei ein kleines Transferplus von 725.000 Euro
© getty
17/25
Torsten Frings: Kam als Wunschspieler von Magath und war im Mittelfeld gesetzt. Wurde aber nie warm mit dem Klub und kehrte zurück nach Bremen - immerhin machte der FCB dabei ein kleines Transferplus von 725.000 Euro
/de/sport/diashows/fc-bayern-groesste-transferflops/fehleinkaeufe-muenchen-tasci-goetze-herzog,seite=17.html
Massimo Oddo: Aufgrund der akuten Not auf den Außenverteidiger-Positionen kam Oddo 2008 zur Leihe aus Mailand. Nach 18 nicht überzeugenden Auftritten ließ Bayern die Kaufoption verstreichen
© getty
18/25
Massimo Oddo: Aufgrund der akuten Not auf den Außenverteidiger-Positionen kam Oddo 2008 zur Leihe aus Mailand. Nach 18 nicht überzeugenden Auftritten ließ Bayern die Kaufoption verstreichen
/de/sport/diashows/fc-bayern-groesste-transferflops/fehleinkaeufe-muenchen-tasci-goetze-herzog,seite=18.html
Lukas Podolski: Zehn Millionen Euro kassierte Köln für Prinz Poldi, dem in München der ganz große Durchbruch gelingen sollte. Weil dieser aber ausblieb, ging es drei Jahre später zurück in die rheinische Heimat
© getty
19/25
Lukas Podolski: Zehn Millionen Euro kassierte Köln für Prinz Poldi, dem in München der ganz große Durchbruch gelingen sollte. Weil dieser aber ausblieb, ging es drei Jahre später zurück in die rheinische Heimat
/de/sport/diashows/fc-bayern-groesste-transferflops/fehleinkaeufe-muenchen-tasci-goetze-herzog,seite=19.html
Jan Schlaudraff: Spielte sich in Aachen in den Kreis der Nationalmannschaft und kam 2007 zu den Bayern. Kam nie an Toni, Klose und Podolski vorbei und sattelte ein Jahr später in Hannover auf
© getty
20/25
Jan Schlaudraff: Spielte sich in Aachen in den Kreis der Nationalmannschaft und kam 2007 zu den Bayern. Kam nie an Toni, Klose und Podolski vorbei und sattelte ein Jahr später in Hannover auf
/de/sport/diashows/fc-bayern-groesste-transferflops/fehleinkaeufe-muenchen-tasci-goetze-herzog,seite=20.html
Slawomir Wojciechowski: Der kantige Pole kam Anfang 2000 zum FCB, landete aber keinen Stich und ging im Sommer des Folgejahres nach nur drei Liga-Einsätzen zurück in die Schweiz
© getty
21/25
Slawomir Wojciechowski: Der kantige Pole kam Anfang 2000 zum FCB, landete aber keinen Stich und ging im Sommer des Folgejahres nach nur drei Liga-Einsätzen zurück in die Schweiz
/de/sport/diashows/fc-bayern-groesste-transferflops/fehleinkaeufe-muenchen-tasci-goetze-herzog,seite=21.html
Takashi Usami: Kam als Riesen-Talent Asiens 2011 nach München, landete aber bald in der zweiten Mannschaft. Nachdem weder Bayern noch später Hoffenheim die Kaufoption zogen, kehrte Usami zurück nach Japan
© getty
22/25
Takashi Usami: Kam als Riesen-Talent Asiens 2011 nach München, landete aber bald in der zweiten Mannschaft. Nachdem weder Bayern noch später Hoffenheim die Kaufoption zogen, kehrte Usami zurück nach Japan
/de/sport/diashows/fc-bayern-groesste-transferflops/fehleinkaeufe-muenchen-tasci-goetze-herzog,seite=22.html
Michael Wiesinger (l.): War sechs Jahre Leistungsträger in Nürnberg, beim Bayern aber nur Reservist. Zwei Jahre mit gerade mal 19 Einsätzen in der Liga, anschließend bei 1860 unter Vertrag
© getty
23/25
Michael Wiesinger (l.): War sechs Jahre Leistungsträger in Nürnberg, beim Bayern aber nur Reservist. Zwei Jahre mit gerade mal 19 Einsätzen in der Liga, anschließend bei 1860 unter Vertrag
/de/sport/diashows/fc-bayern-groesste-transferflops/fehleinkaeufe-muenchen-tasci-goetze-herzog,seite=23.html
Jose Ernesto Sosa: 2009 als Versprechen an die Zukunft und Deisler-Ersatz nach München gewechselt, kam Sosa beim FCB nie wirklich zurecht. Nach 35 mäßigen Spielen und zwischenzeitlicher Leihe zu Estudiantes zog es ihn zum SSC Neapel
© getty
24/25
Jose Ernesto Sosa: 2009 als Versprechen an die Zukunft und Deisler-Ersatz nach München gewechselt, kam Sosa beim FCB nie wirklich zurecht. Nach 35 mäßigen Spielen und zwischenzeitlicher Leihe zu Estudiantes zog es ihn zum SSC Neapel
/de/sport/diashows/fc-bayern-groesste-transferflops/fehleinkaeufe-muenchen-tasci-goetze-herzog,seite=24.html
Nils Petersen: Als begehrter Zweitliga-Bomber standen Petersen 2011 alle Türen auf. Er wählte die des FC Bayern, fand sich aber bald in der zweiten Mannschaft wieder. Anschließend erst zur Leihe und dann fest in Bremen
© getty
25/25
Nils Petersen: Als begehrter Zweitliga-Bomber standen Petersen 2011 alle Türen auf. Er wählte die des FC Bayern, fand sich aber bald in der zweiten Mannschaft wieder. Anschließend erst zur Leihe und dann fest in Bremen
/de/sport/diashows/fc-bayern-groesste-transferflops/fehleinkaeufe-muenchen-tasci-goetze-herzog,seite=25.html
 

Wer jetzt moniert, dass der BVB zusammen mit den Bayern ja auch weit vor dem Rest der Liga steht, dem sei ein Blick in die anderen Top-Ligen Europas empfohlen. Juventus thront in Italien mit neun Punkten Vorsprung an der Spitze. Wären die Turiner nicht so schwach in die Saison gestartet, ihr Vorsprung wäre wohl ähnlich üppig wie der der Bayern auf Platz 3. In Spanien sah es lange nach einem Durchmarsch des FC Barcelona aus, der sich aber mittlerweile wieder im Dreikampf mit Atletico und Real befindet. Der Viertplatzierte Villareal ist dort aber ebenfalls 15 Punkte entfernt.

Einzig die Premier League bildet eine willkommene Ausnahme, die jedoch durch einige gleichzeitig auftretende Symptome zu erklären ist: Die einstigen 'Big Four' um Chelsea, Manchester City, Manchester United und den FC Arsenal haben alle mehr oder wenige große Krisen in der Saison hinter sich, Leicester City und die Tottenham Hotspur überzeugen dagegen mit Ausgeglichenheit und starkem Coaching. Sind die vermeintlichen Top-Teams erstmal im Hintertreffen, geht naturgemäß eine Aufholjagd los, die natürlich auch die Balance in der Liga hält.

Spannung in der Bundesliga? Ja!

Auch in der Bundesliga ist noch reichlich Spannung drin, so trennen Platz drei und sieben nur sechs Punkte, im Abstiegskampf ist selbst der 1. FC Köln als Zehnter noch nicht durch. Klar, der FC Bayern wird sich die Schale vorne nicht mehr nehmen lassen, aber für die kommenden Jahre haben die Münchner sie auch noch nicht gebucht. Dortmund wird im Sommer sicher nochmal aufrüsten, der FCB muss erstmal den Umbruch von Guardiola zu Ancelotti bewältigen.

Dass der FC Bayern auf Jahre hinaus zu den Spitzenklubs der Bundesliga zählt, davon ist auszugehen, eine Meisterschafts-Garantie ist es aber nicht. Natürlich ist die Dominanz gegenüber den Bundesliga-Teams, die nicht Borussia Dortmund heißen, im Moment deutlich zu erkennen, dieser Trend zeichnet sich aber nicht nur in der Bundesliga ab.

Und vor allem: So eine Dominanz erhöht den Druck auf die Konkurrenz. Auch die Münchner werden in den kommenden Jahren mal mindestens eine Mini-Krise durchleben. Und mal schauen, wie schnell die Spannung in der Bundesliga dann wieder da ist. Abgesehen von der Spitze ist sie auch in dieser Saison absolut präsent.

Der FC Bayern München im Überblick

Sebastian Hahn

Diskutieren Drucken Startseite

Sebastian Hahn(Page2-Contributer)

Sebastian Hahn, Jahrgang 1993, ist sportbegeistert seit er denken kann. Als glühender Fan von Arminia Bielefeld kam er früh mit Fußball in Kontakt, kann sich aber für fast jeden Sport begeistern. Daher schreibt er auch über die NBA, NFL, Tennis, Handball oder Radsport. Nach einem Jahr als Blogger bei mySpox machte er ein halbjähriges Praktikum bei SPOX und arbeitet dort seitdem im Live-Bereich. Nebenbei kümmert er sich noch um den NBA-Bereich bei basketball.de.


www.performgroup.com

Copyright © 2016 SPOX. Alle Rechte vorbehalten.