Warum Adnan Januzaj beim BVB scheiterte

Wenn aus Hoffnung Ernüchterung wird

Von David Theis
Dienstag, 19.01.2016 | 13:30 Uhr
Adnan Januzaj spielte nur sechs Monate bei Borussia Dortmund
© getty
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Sechs Monate dauerte das Intermezzo von Adnan Januzaj bei Borussia Dortmund. Während dieser kurzen Zeit kam er auf nur sechs Ligaeinsätze. Thomas Tuchel hatte dem 20-Jährigen eine größere Rolle im dünn besetzten Kader des Tabellenzweiten zugedacht, doch Januzaj enttäuschte auf ganzer Linie. Entsprechend deutlich fiel Tuchels Fazit des gescheiterten Leihgeschäftes aus. Eine Ursachenforschung.

Bewertet man Adnan Januzajs Karriere anhand seines zweiten Profijahres in Manchester (zuvor absolvierte er zwei Einsätze unter Sir Alex Ferguson), erscheint das Label des Supertalents durchaus passend.

Zwar zeigte der von David Moyes vorwiegend als offensiver Außen eingesetzte Linksfuß schon damals seinen ausgeprägten Hang zu technisch anspruchsvollen Einzelaktionen nicht nur in den dafür geeigneten Spielsituationen. Unter dem Strich stehen für Januzajs "Debütsaison" jedoch respektable acht Torbeteiligungen und eine, gemessen an seiner Position und Uniteds konfusem Spiel unter Moyes, sehr gute Passquote von 82% in der Statistik.

Passspiel überzeugt

Zum Vergleich: Seine direkten Konkurrenten des letzten Halbjahres (Reus, Mkhitaryan & Hofmann) blieben trotz der bislang starken BVB-Saison und einer vor allem auf präzises Passspiel ausgelegten Philosophie deutlich unter diesem Wert.

In der Ballbehandlung erscheint Januzaj nahezu komplett und führt das Spielgerät, immer der jeweiligen Situation angemessen, wahlweise mit der Innen- oder Außenseite des linken oder rechten Fußes, ohne dabei an Sauberkeit einzubüßen. Seine Übersicht bei mittleren bis langen Zuspielen spricht ebenfalls eine deutliche Sprache.

Dieses technische Profil trübten zu United-Zeiten lediglich Defizite in puncto Abschluss (Präzision und Kraft) sowie Endgeschwindigkeit und Durchsetzungsvermögen - letzteres war jedoch vor allem seiner jugendlichen Statur geschuldet.

Nichtsdestotrotz verlor Januzaj bereits in Manchester mehr und mehr die Verbindung zu seinen Teamkollegen, je länger sein Engagement bei den Red Devils dauerte. Diesen Trend bestätigten sowohl seine Auftritte bei der Dortmunder Borussia, als auch die stetig seltener werdenden Einsätze bei immerhin drei verschiedenen Trainern.

Probleme im Lauf- und Positionsspiel

So weisen seine individuellen Werte zwar nach wie vor einen hohen prozentualen Anteil gelungener Aktionen (Dribblings, Pässe, herausgespielte Chancen) auf, jedoch gelingt es Januzaj mit steigender Dauer seiner Karriere immer seltener, die richtigen Räume zu besetzen. Diese Probleme im Lauf- und Positionsspiel versuchte der Youngster zuletzt zunehmend mit gewagten Einzelaktionen und Tricks zu kompensieren.

Sicherlich fallen solche Unzulänglichkeiten unter die Kategorie "Dinge, die Trainer einem lernwilligen 20-jährigen durchaus verzeihen". Allein: An der Lernwilligkeit scheint es dem vielleicht zu früh zum Nachfolger des großen Ryan Giggs ernannten Talentes letzthin zu mangeln. So zeigte Januzaj im Bezug auf die oben genanten Kritikpunkte in den letzten zweieinhalb Jahren keinerlei Entwicklung.

Das ist für einen 18-20-Jährigen durchaus auffällig - vor allem wenn man die Quantensprünge, die ähnlich veranlagte Spieler (wie z. B. Mario Götze oder Christian Eriksen) im selben Lebensalter machten, als Vergleich heranzieht.

Tuchel mit deutlicher Kritik

Thomas Tuchel urteilte nach der Bekanntgabe der frühzeitigen Trennung denn auch, wenig überraschend, es habe Januzaj an der nötigen Lust und Einstellung gemangelt, die ein Spieler seines Jahrgangs zum Vorankommen benötige. Louis van Gaal ging nach der Rückkehr seines Schützlings gleich einen Schritt weiter und verbannte ihn in Uniteds U21-Team.

Grund: Fitnessrückstände. Zwar rühren diese vermutlich teilweise von Januzajs fehlender Matchpraxis her, jedoch zeichnet die jüngere Vergangenheit des Edeltechnikers das Bild eines früh zum Kronprinzen ernannten Spielers, der in der Folge nicht mehr hart genug an sich arbeitete.

Das heißt freilich nicht, dass Januzaj ein Charakterproblem hat. Sein erster Profitrainer Yannick Ferreira etwa attestierte seinem Schützling schon in frühen Jahren eine große Liebe zum Fußball und bemerkte, der damals Jugendliche sei regelrecht angefressen, wenn eine Trainingseinheit zu Ende gehe. Womöglich ist es also eine Mischung aus dem zu frühen, auf individuellen Fähigkeiten basierenden Erfolg und häufigen Trainer- und Systemwechseln, die Januzajs Entwicklung ausgebremst haben.

Januzaj gescheitert - aber nicht am Ende

Zudem sei zu seiner Verteidigung gesagt: Die Anforderungen an das Positionsspiel sowie das Auge für mannschaftstaktische Abläufe sind bei Borussia Dortmund aktuell sehr hoch, besonders für offensive Außenspieler. Nicht umsonst konnten diese Rolle unter Thomas Tuche bislang nur Marco Reus und Henrik Mkhitaryan erfüllen.

Beide sind derzeit noch kein Maßstab für Adnan Januzaj. Eine Ausleihe war, aus der Sicht des Letzteren fraglos eine kluge Karriereentscheidung, denn besonders ein Gefühl für die nächste und übernächste Bewegung eines oder mehrerer Mitspieler erlernt ein junger Fußballer vor allem durch die Wettkampfpraxis. Allein: Dafür hätte Januzaj regelmäßig spielen müssen.

Ob ihm das, ungeachtet seiner Trainingsleistungen, bei Borussia Dortmund gelungen wäre, darf bezweifelt werden. Ein kleinerer Verein wäre also die richtige Wahl für das belgische Juwel gewesen. Ob Januzaj, der trotz ähnlicher Probleme in Belgiens Nationalmannschaft zuletzt einen Versetzung in die U-21 ablehnte, diesen Schritt zurück gehen will, wird sich jedoch noch zeigen müssen.

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