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B-Elf? Bombenleistung!

Von Sebastian Hahn
Kingsley Coman überzeugte bei seinem ersten Startelf-Einsatz
© getty

Wer kann sich für die Startelf empfehlen, wem gelingt in dieser Saison endlich der Durchbruch und wer entwickelt sich zum absoluten Knaller-Transfer? Page 2 blickt in der Rookie Ladder wöchentlich auf die Leistungen der jungen Wilden in der Bundesliga. In der fünften Ausgabe überzeugt Bayerns B-Elf, der kölsche Beton kehrt zurück und es gibt einen Lichtblick bei den Fohlen.

1. Kingsley Coman (FC Bayern München)

Kaum einer nutzte seine Chance in Darmstadt so gut wie der junge Franzose. Coman war neben Rode DER Aktivposten im Spiel des FC Bayern, seine Schnelligkeit und technische Finesse konnten die Darmstädter zu keinem Zeitpunkt kontrollieren. Bei seinem Tor in der 62. Minute blieb der 19-Jährige ebenfalls eiskalt und brachte die längst fällige Entscheidung. Auch wenn der Gegner in diesem Fall nur Darmstadt hieß: Coman zeigt bisher mit jeder Spielminute, dass er den Ehrgeiz hat, sich beim deutschen Meister durchzusetzen.

2. Julian Weigl (Borussia Dortmund)

Seit der Länderspielpause hat der wiedererstarkte Ilkay Gündogan den Stern des jungen Ex-Löwen ein wenig verblassen lassen. So auch am Sonntag gegen Leverkusen. Während Gündogan sich immer mehr in die Offensive einschaltete und als Ballverteiler für die Kagawas, Aubameyangs und Hoffmanns dieser Welt agierte, sicherte der 19-jährige Weigl eher nach hinten ab. Das machte er aber definitiv nicht schlecht und war nicht selten die erste Anspielstation der Defensive, bevor sein kreativer Nebenmann den Offensivsturm einleitete.

3. Dominique Heintz (1. FC Köln)

Nach dem Komplett-Blackout gegen Eintracht Frankfurt findet sich Heintz, genau wie sein Nebenmann Sörensen, wieder in den oberen Gefilden der Rookie Ladder wieder. Der 22-Jährige hatte mit den, zugegeben meist nicht ganz ausgereiften, Gladbacher Offensivaktionen wenig Mühe und bildete einen sicheren Rückhalt beim Effzeh. Den Vorzug vor seinem schwedischen Nebenmann bekommt Heintz, weil er das Spielgerät nicht immer wüst aus der Gefahrenzone kloppte, sondern auch eine tragende Rolle in der Spieleröffnung übernahm.

4. Joshua Kimmich (FC Bayern München)

Coman und Rode stahlen dem Youngster in Darmstadt ein wenig die Show, dennoch zahlte auch Kimmich das Vertrauen von Pep Guardiola zurück. Auf der Doppelsechs dirigierte er fast fehlerlos den Spielaufbau des deutschen Meisters und koordinierte das Angriffsspiel. Die richtigen Highlights im Spiel des 20-Jährigen fehlten allerdings, zumal sein Fehlpass in der 31. Minute zur Chance durch Marcel Heller führte.

5. Frederik Sörensen (1. FC Köln)

Sörensen war am Samstag im Derby gegen Mönchengladbach der Mann fürs Grobe. Alles, was der Schwede im letzten Spielfelddrittel vor die Flinte (oder besser gesagt vor den neonfarbenen Fußballschuh) bekam, schickte er bedingungslos zurück auf die Gegenseite. Dass das mitunter auch in die Hose hätte gehen können, zeigt eine Szene, in der der 23-Jährige Mitspieler Olkowski abschoss. Trotzdem wieder eine sehr solide Defensivleistung des Kölners.

6. Leroy Sane (FC Schalke 04)

Natürlich hat Sane vier der fünf Spieler, die vor ihm stehen, eines voraus: ein Tor am fünften Spieltag. Abgesehen von seinem überragenden Solo mitten ins Herz der Stuttgarter, lief für das Schalker Talent am Wochenende aber wenig zusammen. Ging schlampig mit dem Spielgerät um und hätte den Stuttgartern so fast den (verdienten) Sieg geschenkt. Offensiv lief abgesehen von seinem Tor zudem wenig zusammen. Glück für den 19-Jährigen, dass er technisch nun mal zu den besten Akteuren seiner Altersklasse zählt.

7. Mitchell Weiser (Hertha BSC)

Nach seinem starken Startelf-Debüt in der Vorwoche gegen Stuttgart, wusste Weiser auch gegen Wolfsburg als Rechtsverteidiger zu überzeugen. Andre Schürrle schaltete der 21-Jährige über 90 Minuten nahezu komplett aus und bewies, dass er auch defensiv über hohe Qualität verfügt. Offensiv dagegen traute er sich weniger zu als in der Vorwoche, zeigte aber erneut starke Ansätze. Wer wusste vor der Saison, dass Weiser bei der Hertha eine echte Alternative als Rechtsverteidiger darstellt? Pal Dardai knows...

8. Konstantinos Stafylidis (FC Augsburg)

Der Neuzugang bewährte sich bei seinem zweiten Startelf-Einsatz auf der Linksverteidiger-Position. Defensiv hatte er in der ersten Halbzeit mit Edgar Prib überhaupt keine Probleme und leitete zudem das 1:0 mit einem starken Pass aus dem Mittelfeld ein. Auch danach setzte der Grieche immer wieder Akzente nach vorne, auch wenn er im zweiten Durchgang durch Kenan Karaman defensiv stärker gebunden war.

9. Yoshinori Muto (FSV Mainz 05)

Der Japaner belohnte sich gegen schwache Hoffenheimer erneut nicht mit einem Treffer, hatte aber trotzdem einen entscheidenden Anteil am Mainzer Erfolg. Der 23-Jährige ließ sich immer wieder ins Mittelfeld zurückfallen, erwies sich als zweikampfstark und nahezu immer anspielbar. Angesichts des starken und torgefährlichen Mainzer Mittelfelds ist Muto als mitspielender Stürmer aktuell die perfekte Ergänzung in der Elf von Martin Schmidt.

10. Mahmoud Dahoud (Borussia Mönchengladbach)

Gut, viele Lichtblicke gibt es bei Borussia Mönchengladbach aktuell nicht, Mahmoud Dahoud ist aber definitiv einer. Der 19-Jährige bekam aus der Not heraus in der ersten Elf die Chance gegen Köln - und empfahl sich zumindest für weitere Einsätze. Im Gegensatz zu seinen oft träge und glücklos agierenden Teamkollegen bemühte sich Dahoud, die Offensive irgendwie anzukurbeln. Dass er nicht alleine die Wende einleiten konnte und sich in seinem jungen Alter oftmals in Dribblings verhaspelte, ist da nur logisch. Dennoch: Dahoud könnte dieses Jahr vielleicht den Durchbruch bei den Fohlen schaffen.

Auf den Plätzen: Pavel Kaderabek (1899 Hoffenheim), Adnan Januzaj (Borussia Dortmund), Kenan Karaman (Hannover 96)

Die Rookie Ladder wird nach jedem Spieltag über zwei Hauptkriterien erstellt. Zum einen wird der generelle Eindruck, den der Spieler durch positive/negative Ereignisse im Spiel hinterlässt, bewertet. Zum anderen werden die Statistiken des Spielers herangezogen. Beides wird miteinander abgewogen und so entsteht das Top-10-Ranking. Dabei werden nur Spieler bewertet, die folgende Kriterien erfüllen:

1. Der Spieler darf nicht vor dem 1.1.1992 geboren sein, sprich zum Ende des Jahres 2015 nicht älter als 23 Jahre sein.

2. Der Spieler darf vor Saisonbeginn nicht mehr als 25 Spiele in der Bundesliga absolviert haben. Im Laufe der Spielzeit darf der Akteur diese Marke aber überschreiten, ohne aus dem Ranking zu fallen. Spieler, die unter 23 sind aber schon mehr als 25 Spiele in der Bundesliga absolviert haben (z.B. Mario Götze), werden nicht bewertet.

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