Legenden sterben nie!

Von Dietmar Lüer
Freitag, 10.07.2015 | 11:48 Uhr
Muhammad Ali und George Foreman stehen sich beim "Rumble in the Jungle" gegenüber
© getty
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Am 30 Oktober 1974 fand zwischen dem damaligen amtierenden Weltmeister George Foreman und Muhammad Ali der wohl legendärste und spektakulärste Boxkampf aller Zeiten statt. Er sollte in die Geschichte eingehen als "Rumble in the Jungle". Page 2 blickt auf den Jahrhundert-Kampf zurück.

Am 30 Oktober 1974 fand zwischen dem damaligen amtierenden Weltmeister George Foreman und Muhammad Ali der wohl legendärste und spektakulärste Boxkampf aller Zeiten statt. Er sollte in die Geschichte eingehen als "Rumble in the Jungle".

Will man genauer erforschen was diesen Boxkampf so besonders machte, sollte man zuerst einen Blick auf die beiden Menschen werfen, die diesen Kampf in dieser Form überhaupt erst möglich gemacht haben:

Die Macher

Da war die schillernde Figur des skrupellosen und wegen Totschlags verurteilten Box Promoters Don King mit seiner unverwechselbaren Frisur. Ein Mann, den immer der Hauch von Manipulation umwehte und einer, der mit seinen guten Kontakten zu Unterwelt kokettierte. Sein Ziel war es, diese beiden Ausnahmeboxer in den Ring zu bekommen, egal wie und was es kostet.

Er fand in Mobutu Sese Seko, dem machtbesessenen Diktator des damaligen Zaire, einen dankbaren Zeitgenossen, der nicht weniger skrupellos war wie King.

Ließ er doch vor dem Kampf mehrere hundert wahllos ausgesuchte Verbrecher hinrichten als Warnung für seine Untergebenen sich ruhig zu verhalten während die Welt auf Zaire blickte.

Sein Ziel war es sein Land bekannter zu machen und seinen Führungsanspruch in Afrika zu unterstreichen.

Um das zu erreichen stellte er eine - für die Zeit - utopische und garantierte Börse pro Kämpfer von 5 Millionen US-Dollar zur Verfügung.

Diese Summen konnten sich beide Kämpfer nicht verschließen, vor allem da Ali sich unbedingt noch einmal den Gürtel umhängen wollte, was mich dazu bringt einen Blick auf die beiden Boxer zu werfen, die trotz ihrer afroamerikanischen Herkunft unterschiedlicher nicht sein konnten:

Die Boxer

Der Champ George Edward Foreman - als amtierender Weltmeister und einer der sich aus dem Ghetto hochgeboxt hatte, war er für alle DER haushohe Favorit. Der ehemalige Olympiasieger konnte zu dem Zeitpunkt eine Kampfbilanz von 40:0 mit 37 lupenreinen Knockouts vorweisen, nur wenige seiner Kämpfe gingen länger als zwei oder drei Runden. Ein Fakt, der ihm im Laufe des Kampfes noch auf die Füße fallen sollte.

Nicht wenige Experten trauten ihm eine lange Vorherrschaft im Schwergewicht zu, hatte er doch alle sein Kämpfe überaus dominierend gewonnen. Seine Schlaghärte war beispiellos und auch seine Aussichten diesen Kampf ebenfalls deutlich zu gewinnen waren mehr als fantastisch, schickte er doch zum Beispiel kurz vorher mit Ken Norton einen auf die Bretter, der schon Ali geschlagen hatte.

Selbst Joe Frazier, der zu der Zeit als bester Techniker im Schwergewicht galt, wurde von ihm mit einem K.O. in Runde zwei gedemütigt. Das Feld für Georg Foreman war bestellt, jetzt wollte er es ernten.

Im Gegensatz zu seinem Gegner galt er privat eher als unpolitisch und dem Establishment angehörend, denn anders als viele andere farbige Sportler hob er bei den olympischen Spielen 1968 in Mexiko-Stadt nicht die Faust zum "Black Power" Gruß, er schwenkte "nur" die amerikanische Fahne.

Der Herausforderer, Muhammad Ali geb. Cassius Marcellus Clay Jr., einer der vielleicht charismatischten Sportler aller Zeiten. Faktisch Weltmeister, jedoch wurde im der Titel ab erkannt, da er sich weigerte in den Vietnam-Krieg (Wehrdienstverweigerung) zu ziehen, was im eine hohe Geld- und einen Gefängnisstrafe einbrachte, die er jedoch nie absitzen musste.

Nach Niederlagen gegen Joe Frazier und Ken Norton, sowie umstrittenen Punkt-Siegen sahen nicht wenige ihn schon über seinen boxerischen Zenit hinaus. Er sollte sie eines Besseren belehren.

Politisch äußerst engagiert, setzte er sich für die Rechte der Farbigen ein, was ihm nicht überall Symphatien einbrachte. Ali war mit den Worten mindestens genauso schnell wie mit den Fäusten, gehörte der psychologische Faktor zu seiner Vorbereitung dazu.

Vor dem Kampf

Die Vorzeichen waren klar: Ali boxerisch wenig überzeugend in seinen letzten Kämpfen, jedoch mit einem riesigen Ego, hingegen Foreman mit der makellosen Kampfbilanz eines K.O.-Boxers. Der Kampf musste jedoch wegen einer Trainings-Verletzung Foremans um fünf Wochen verschoben werden, Zeit die beide Boxer vor Ort verbrachten, jedoch unterschiedlich nutzten.

Obwohl Foreman durch seine sehr dunkle Haut als "echter" Afroamerikaner galt, verspielte er jedoch schnell allen Rückhalt in der Bevölkerung Zaires durch sein sehr kühles Auftreten und der eigentlich nebensächlichen Begebenheit mit einem deutschen Schäferhund spazieren zu gehen. Dies nahmen ihn die Einheimische jedoch sehr übel, erinnerten sie es doch an die Polizei der ehemaligen belgischen Kolonialherren.

Ali hingegen suchte die Nähe der Bevölkerung, er war einer, der geschickt das Image nährte, sich gegen die weißen Eliten der USA aufzulehnen, und dem deshalb ein Platz in den Herzen der Unterdrückten und Armen sicher wahr.

Schnell skandierten sie "Ali boma ye" - Ali, töte ihn.

Der Kampf

Am 30.Oktober 1974, um 4.00 Ortszeit war es endlich soweit, passend zu besten amerikanischen Sendezeit standen sie sich diese beide Ausnahmeboxer endlich im Ring gegenüber.

Vor knapp 100.000 Zuschauern suchte Ali sein Heil in der Flucht nach vorne und schlug in den ersten zwei Runden einen Cross nach dem anderen, was seinen Trainer Angelo Dundee als Versuch wertete den Kampf schnell beenden zu wollen. (Anmerkung des Autors: Bei einem Cross ist die eine Gesichtshälfte schutzlos, so das die Gefahr eines K.O. extrem steigt.)

Diese Taktik erwies sich als dermaßen nutzlos, gegen diesen körperlich so überlegenen Foreman, dass einige bei Ali das erste Mal in seiner Karriere so etwas wie Angst in seinen Augen gesehen haben wollen.

Intuitiv ändert er ab der 3.Runde seine Taktik und lies sich vom Champ immer wieder in die Seile drängen, statt sich auf seine Schnelligkeit und Leichtfüßigkeit zu verlassen.

Dabei ließ er sich so geschickt nach hinten in die Seile fallen, dass er so den Schlägen Foremans sehr viel an Effektivität und Wucht nahm. Dieses Verhalten wurde später bekannt als "Rope a Dope" (frei übersetzt: im Seil verweilen). Schlag auf Schlag traf seine Doppeldeckung und Ali steckte in einem Kampf mehr ein, als in all seinen vorherigen Kämpfen zusammen. Statt beeindruckt zu sein, provozierte er Foreman mit Sprüchen wie "Ist das Alles, George? Ich habe mehr von dir erwartet" oder "Mehr kannst du nicht?"

Dies muss man sich einmal vorstellen, da stand vor ihm der mit Abstand stärkste Mann im Box-Geschäft und drosch wie ein Wahnsinniger auf ihn ein, doch er hat nichts besseres zu tun als ihn noch weiter aufzustacheln.

Hinzu kam Alis unglaubliche körperliche Fitness, so dass er alle Körpertreffer scheinbar mühelos wegsteckte.

In den Kampfpausen wurde auf Anordnung des Ringrichters versucht das Seil zu spannen, was jedoch keine Wirkung hatte. Ali ließ sich weiterhin immer wieder in die Seile fallen, wich aus, suchte weiterhin Foremans Nähe und klammerte wenn nötig.

In Runde vier und fünf prasselten die Schläge nur so auf ihn ein.

Als einer der entscheidenden Momente für den Kampfausgang ist sicherlich das Ende der Runde fünf zu nennen, wo Ali das erste Mal mit einem Cross - der Schlag, der noch in den ersten beiden Runden ohne Ergebnis verpuffte - an dem Kopf von Foreman einen echten Wirkungstreffer landen konnte, was diesen auch sichtlich beeindruckte.

In den nächsten drei Runden (6-8) setze Ali diese Taktik weiterhin fort und ließ sich bis ca. 30 Sekunden vor Runden-Ende in die Seile drängen, um dann mit gezielten Kombinationen den Weltmeister hart zu treffen.

Das Ende

Zu diesem Zeitpunkt wirkte Foreman körperlich wie geistig mehr und mehr erschöpft, was dann zum Ende der Runde acht sein dramatisches Ende nahm:

Ali traf mit einer Serie von Rechts-Links Kombinationen acht mal den Kopf seines Gegners, wovon der letzte dieser Treffer den Champ zu Boden gehen ließ. Ali überlegte noch einmal nachzulegen, doch dies war nicht mehr nötig.

Foreman wurde ausgezählt und Ali hatte seinen Titel zurückgewonnen, der ihm sieben Jahre zuvor aberkannt wurde. Nach Floyd Patterson war er erst der zweite Schwergewichtsweltmeister der das ungeschriebene Gesetzt Im Profi-Boxen brach: They never come back!

Letztendlich siegte hier nicht die pure Kraft, sondern die boxerische Intelligenz und der unbändige Wille Muhammad Alis. Ein Kampf für die Ewigkeit ! Anzumerken ist sicher noch, das Foreman nie wieder so selbstbewusst und stark in den Ring zurückkam, wie vor dem Kampf gegen Ali. Er hingegen hat mit diesem Sieg seinen Mythos noch weiter ausgebaut.

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