Olympia

Georg Hackl kritisiert Pläne für Frauen-Doppelsitzer in Peking 2022

SID
Georg Hackl kritisierte die Pläne für eine Erweiterung um einen Frauen-Doppelsitzer.

Der dreimalige Olympiasieger Georg Hackl hat sich gegen Pläne ausgesprochen, die Rodelwettbewerbe bei Winterspielen um den Doppelsitzer der Frauen zu erweitern.

"Das ist mit der entsprechenden Starthöhe für die Damen eine große Herausforderung. Nationenübergreifend fehlt hierzu die Basis. So eine Entwicklung kann man nicht innerhalb weniger Jahre erzwingen und einfach festlegen, dass es 2022 in Peking einen Doppelsitzer der Damen geben muss", sagte Hackl dem Nachrichtenportal t-online.de.

Hackl: "Diese Disziplin muss sich erst etablieren"

Im Hinblick auf die Winterspiele in vier Jahren gibt es Bestrebungen seitens des Internationalen Olympischen Komitees, bei den Frauen die gleichen Wettbewerbe durchzuführen wie bei den Männern. Hackl, der in Pyeongchang als Trainer im erfolgreichen deutschen Rodel-Team fungiert, warnt: "Diese Disziplin muss sich erst etablieren. Der Doppelsitzer ist schwieriger beherrschbar als der Einsitzer, die Sturzgefahr wesentlich höher."

Ferner winkt auch den im Weltcup und bei Weltmeisterschaften bereits gefahrenen Sprintrennen die Aufnahme ins olympische Programm. Auch damit kann sich Georg Hackl, der nach Pyeongchang weiter der erfolgreichste Rodler der Olympia-Geschichte ist, nicht anfreunden. "Das Format könnte attraktiv sein, ist in seiner jetzigen Form aber nicht zu Ende gedacht. Es ist aus meiner Sicht nicht nachvollziehbar, dass die Zeit erst ab der Mitte der Bahn gemessen wird", kritisierte der Berchtesgadener.

Hackl schlägt daher vor: "Ein Start gehört zum Ur-Verständnis eines Sprints doch dazu. Da wäre es doch sinnvoller, die Zeit vom Start weg zu messen und das Ziel einfach etwas höher anzusetzen."

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