Olympia

Deutschland im Olympia-Finale: Das sind unsere Eishockey-Helden

Deutschlands Eishockey-Nationalmannschaft steht im Olympia-Finale.

Center: Dominik Kahun (22, EHC Red Bull München)

Supertalent. Schlief als Kind in seinem Eishockey-Helm, debütierte mit 18 für die Nationalmannschaft. Davor ein Jahr in Kanada in der OHL. Verwandelte seinen Penalty gegen Norwegen, traf auch gegen Schweden. "Wir wollen etwas Großes erreichen", kündigte er vor dem Turnier an. Ließ sich vor einigen Tagen mit Ilya Kovalchuk fotografieren - am Sonntag sehen sie sich wieder. Sammelt Pucks und Trophäen. Böte sich nach dem Finale ja an ...

Center: Gerrit Fauser (28, Grizzly Adams Wolfsburg)

Fauser machte zu Beginn der Spiele Schlagzeilen, weil die Tasche mit seiner Ausrüstung mit zwei Tagen Verspätung in Südkorea eingetroffen war. Vielseitiger Spieler, stark im Penalty-Killing. Seit 2013 spielt "G-Rock" in Wolfsburg und ist dort laut eigener Aussage der bestaussehendste Spieler im Kader. Bereitete sich schon 2007 auf das Halbfinale gegen Kanada vor, als er undercover für zwei Jahre in der kanadischen Jugendliga QMJHL für die Olympiques de Gatineau spielte. Gewann dort auch einmal den Titel - ein gutes Omen?

Center: Brooks Macek (25, EHC Red Bull München)

Eröffnete gegen Kanada den Torreigen mit einem feinen Schlenzer ins linke Eck - der in Winnipeg geborene Deutsch-Kanadier weiß schließlich, was sich gehört! Seit 2013 spielte Macek in Deutschland, 2016 knipste er bei der WM dreimal. Das Schlittschuhtalent hat er von seiner Mutter (Eiskunstläuferin), im Sommer sitzt er in Ontario und angelt. Ob sich Edelmetall als Köder eignen würde?

Center: David Wolf (28, Adler Mannheim)

"Wer mich kennt, weiß, dass ich mir das dritte Drittel eines olympischen Halbfinales nicht entgehen lasse. Ich wäre auch auf einem Bein da raus gehumpelt." Unfassbar, dieser Wolf! Wird von den Kanadiern im zweiten Drittel brutal niedergestreckt und minutenlang behandelt - und wenig später ist er wieder da. Nach dem Spiel fließen beim Koloss die Tränen. Hat übrigens mal bei den Calgary Flames unterschrieben, spielte dann aber nur viermal. Jetzt die späte Rache! Und sonst? Tattoos, Lederhose und die kleine Tochter, die bestimmt gerne mit einer Goldmedaille spielen würde ...

Center: Marcel Noebels (25, Eisbären Berlin)

Verpasste als großes Talent zuerst den Durchbruch in den USA, bei den Eisbären jetzt eine feste Größe. Steigerte sich im Turnier, bezeichnete schon das Halbfinale als das "mit Abstand das schönste und größte, was ich persönlich in meiner Laufbahn als Eishockeyspieler erreicht habe", jetzt setzt er noch einen drauf. Ob man ihn wohl wecken könne, fragte er nach dem Kanada-Spiel auf Instagram. Nein, Marcel, es ist kein Traum! Daheim fiebert die Freundin und Golden Retriever Rocky mit. Bitte nicht an der Medaille kauen!

Center: Felix Schütz (30, Kölner Haie)

Routinier und Weltenbummler im Team: Spielte schon als Junior in Kanada, dann Portland, Wladiwostok, Omsk, Riga, Nowgorod, Schweden - und natürlich immer mal wieder DEL. Machte bei der Heim-WM 2010 den 2:1-Siegtreffer im Rekordspiel gegen die USA, privat würde er gern mal Brad Pitt treffen. "Vielleicht können wir ja für eine Überraschung sorgen", unkte er vor dem Turnier, als er sich von Frau Caro und den beiden Töchtern verabschiedete. Joa, vielleicht schon.

Center: Marcel Goc (34, Adler Mannheim)

Marco Sturms Capitano war schon bei der Heim-WM 2001 (!) am Start, 2017 musste er verletzt passen. Spielte früher mit Sturm in der NHL zusammen bei den Panthers, ist jetzt sein verlängerter Arm auf dem Eis. Geile Vorarbeit zu Mauers überragender Kiste gegen Kanada, heulte nach dem Spiel im Interview wie ein Schlosshund. Der zweifache Familienvater rief seinen Instagram-Account erst kurz vor den Spielen ins Leben, baute sich eine Tasse ins Profilbild. Resultat: Im Team heißt er nur noch "Tassen-Goc". Nach dem Finale am Sonntag ist ein neuer Spitzname fällig.

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