Olympia

Deutschland im Olympia-Finale: Das sind unsere Eishockey-Helden

Deutschlands Eishockey-Nationalmannschaft steht im Olympia-Finale.

Verteidiger: Christian Ehrhoff (35, Kölner Haie)

Der "Iceman" haut gerne aus der zweiten Reihe drauf, ist ein Powerplay-Experte. Guter Kumpel von Marcel Goc, spielte von 2003 bis 2016 bei insgesamt sechs NHL-Teams (789 Spiele, 74 Tore, 265 Assists). Verlor mit den Canucks 2011 im Stanley Cup Game 7 gegen die Boston Bruins. Lieblingsfilm: Wedding Crashers. Machte auch ein Foto mit Lindsey Vonn, das interessierte aber keinen. Hätte beim Einzug in Pyeongchang fast die Deutsche Fahne getragen. Trägt jetzt mindestens Silber ...

Verteidiger: Sinan Akdag (28, Adler Mannheim)

Seit über sechs Jahren im Nationalteam aktiv, war 2015/16 DEL-Verteidiger des Jahres, in der Saison zuvor holte er mit den Adler die Deutsche Meisterschaft. Rückte erst Ende Januar für den verletzten Denis Reul nachträglich in den 25-Mann-Kader. Trug 2012 bei der WM als erster türkischstämmiger Spieler überhaupt das WM-Jersey mit dem Adler und kassierte dafür den Spitznamen Eis-Özil. Musste nach fiesem Check gegen den Kopf im Spiel gegen Norwegen am Mittwoch vorzeitig abreisen. Sinan, die Medaille kommt per Post!

Verteidiger: Daryl Boyle (30, EHC Red Bull München)

Der Kanadier mit deutschem Pass wuchs in British Columbia auf. Nach mehreren Jahren in der AHL kam er 2011 nach Deutschland, 2013 spielte er erstmals für die Nationalmannschaft. Leitete gegen seine Ahornblatt-Kumpels das 2:0 von Matthias Plachta ein. "Ich will einfach nur rausgehen und das Ganze erleben", sagte er vor dem Turnier. Und: "Wenn wir vom ersten Spiel an bereit sind, kann alles passieren." Jup. Wird am Samstag 31, am Sonntag gibt es auf jeden Fall ein glänzendes Geschenk.

Verteidiger: Frank Hördler (33, Eisbären Berlin)

Seit 2003 steht Hördler bei den Eisbären unter Vertrag, wurde mit dem Team schlappe siebenmal Deutscher Meister. 2006 wurde er vor Turin noch aussortiert, 2010 vor Vancouver ebenfalls - spielt jetzt also ENDLICH seine ersten Olympischen Spiele: "Wenn man Sportler, die schon mal dabei waren, sprechen hört, kommen einem Tränen in die Augen." Ruhiger Typ für den Hintergrund, knipste unter anderem zur frühen Führung gegen die Schweiz Die Russen waren für ihn vor dem Turnier der große Favorit, sagte aber auch einmal im SPOX-Interview: "Jeder Gegner ist irgendwann fällig."

Verteidiger: Moritz Müller (31, Kölner Haie)

Seit 2007 A-Nationalspieler, den Haien ist er nun schon seit 2004 treu. Fitnessfreak, langt auf dem Eis auch schon mal hin. Eigentlich gelernter Stürmer, ließ sich vor dem Turnier nur in Schlittschuhen von der Sport Bild ablichten. Sagte schon nach dem Sieg im Viertelfinale: "Ein Kindheitstraum, den man sich als deutscher Eishockeyspieler fast nicht zu träumen gewagt hat, wird hier wahr. Unfassbar." Was soll er da erst am Sonntag sagen?

Verteidiger: Jonas Müller (22, Eisbären Berlin)

Defensivspezialist und hart in den Zweikämpfen, abseits der Eisfläche eher schüchtern unterwegs. Schaffte in dieser Saison den Sprung vom Talent in den Olympiakader. Das Küken im Team, aufgrund der Verletzung von Akdag gibt es wieder mehr Eiszeit für ihn. Übte im Mai beim Cliffdiving auf Mallorca den Absturz - hoffentlich hat er sich auch auf ein Spiel um Olympiagold vorbereitet.

Verteidiger: Björn Krupp (26, Grizzly Adams Wolfsburg)

Sohn von Legende Uwe Krupp. Hat neben der deutschen auch die amerikanische Staatsbürgerschaft und versuchte sich in Übersee mehrere Jahre in der OHL in Kanada, bevor es zu den Haien und dann nach WOB ging. Auf dem Eis der Mann für harte Checks und Unterzahl, auf dem Festland hört er Avicii und spielt Mario Kart. Tipps vom Vater, der in Nagano am Start gewesen war? "Genieß es."

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