Dienstag, 04.02.2014

Zweites Sturzopfer in Rosa Khutor

White fürchtet den Slopestyle-Kurs

Die anspruchsvolle und von vielen Athleten scharf kritisierte Slopestyle-Strecke bei den Olympischen Spielen in Sotschi hat selbst Superstar Shaun White beeindruckt. Bereits zwei Sturzopfer hat die Strecke in Rosa Chutor gefordert.

Marika Enne musste nach ihrem Sturz auf dem Slopestyle-Kurs abtransportiert werden
© getty
Marika Enne musste nach ihrem Sturz auf dem Slopestyle-Kurs abtransportiert werden

Shaun White kam zwar glimpflich davon, doch nach zwei Sturzopfern verpasste der Snowboard-Superstar aus den USA dem olympischen Slopestyle-Kurs das Prädikat "furchteinflößend". "Jedes Mal, wenn man einen Kurs betritt, nimmt man einen gewissen Grad an Gefahr und Risiko in Kauf. Dieser Kurs hat davon vielleicht ein wenig mehr als andere", sagte der zweimalige Halfpipe-Olympiasieger über den umstrittenen Kurs in Rosa Chutor, auf dem er sich selbst bei einem Sturz leicht am Handgelenk verletzte und der bereits einem von Whites größten Konkurrenten die Olympia-Teilnahme gekostet hat.

Am Dienstag und damit nur einen Tag nach dem folgenschweren Unfall des norwegischen Mitfavoriten Torstein Horgmo kam die finnische Snowboarderin Merika Enne zu Fall. Die 21-Jährige beendete nach dem Missgeschick beim letzten Sprung zwar ihren Lauf, musste danach aber auf einer Trage abtransportiert werden.

Ennes Start bei den Spielen ist trotz einer am Bein erlittenen Blessur zwar offenbar nicht gefährdet, die Diskussionen über die nach Horgmos schwerer Verletzung (Schlüsselbeinbruch) durch den Weltverband FIS entschärfte Strecke wirft allerdings schon jetzt einen Schatten auf die olympische Premiere der Slopestyler, die am Donnerstag mit der Qualifikation beginnt.

"Es ist definitiv beängstigend"

Auch einen hartgesottenen Profi wie White nahm speziell der Crash von Horgmo mit. "Es ist immer enttäuschend, wenn Kontrahenten stürzen und ausfallen. Und es ist definitiv beängstigend, wenn man den gleichen Kurs direkt danach fährt", sagte der 27-Jährige.

Sich auf eine neue Strecke einzustellen, sei immer eine spezielle Herausforderung, so der US-Star: "Jedes Mal, wenn du einen neuen Kurs kennenlernst, musst du dich an die Geschwindigkeit, die Abstände zwischen den Sprüngen und die Geländer gewöhnen." Die Devise sei nach den Unfällen jedenfalls klar: "Wir versuchen, sicher durch den Kurs zu kommen und großartige Spiele zu erleben."

Die Strecke hat nämlich auch ihre Befürworter - wie den kanadischen Medaillenkandidaten Maxence Parrot, der die vielen Möglichkeiten lobte: "Ich mochte den Kurs auch schon vor der Veränderung, aber jetzt ist er auf jeden Fall noch besser. Ich bin aber auch kein Typ, der sich über Kurse beschwert. Ich will alles ausprobieren und stehe auf solche Herausforderungen."


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