War Horse, Zlatan & die Thermoskanne

Sonntag, 16.02.2014 | 20:55 Uhr
Andrew Weibrecht gewann im Olympischen Super-G die Silbermedaille
© getty
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Die deutschen Athleten zeigen sich an Tag 9 der Olympischen Spiele in Sotschi bibelfest. Für die großen Highlights sorgen andere Nationen. Die USA feiern Mr. Olympia, ein Norweger fühlt sich zlataniert und die Niederlande gewinnen Eisschnelllaufwettbewerbe neuerdings sogar mit einer Shorttrackerin.

"Sechs Tage sollst du arbeiten, am siebten Tag sollst du ruhen." So steht es im Alten Testament geschrieben - und daran hielten sich die deutschen Athleten am mittleren Sonntag der Olympischen Spiele in Sotschi.

Wenn man auf diese Art den medaillenlosen neunten Tag beschreibt, hört er sich eigentlich gar nicht mehr so schlimm an. Außerdem lief diesmal auch fast alles gegen uns. Beweise gefällig? Im Snowboardcross war nicht mal eine deutsche Athletin am Start, was angesichts der vielen Stürze im Nachhinein vielleicht auch gar nicht so schlecht war.

Im Ski alpin gehört unsere ganze Konzentration "Batman" Felix Neureuther und seiner Genesung nach dem Autounfall. Außerdem hatten Kjetil Jansrud und Andrew Weibrecht beim Super-G sowieso bessere Geschichten zu erzählen (mehr dazu im Mann des Tages).

Der Tag zum Nachlesen im Ticker

Beim Eisschnelllauf waren die 1500 Meter für Claudia Pechstein nicht mehr als eine bessere Trainingseinheit unter Wettkampfbedingungen. Platz 19 bedeutete für die 41-Jährige zwar die schlechteste Olympia-Platzierung ihrer Karriere, wenn am Ende eine Medaille über 5000 Meter herausspringt, interessiert das aber niemanden mehr: "Ich bin nicht besonders enttäuscht. Es war ein normaler Trainingslauf." Außerdem wollte man den Niederländerinnen bei den Oranje-Festspielen im Adler Arena Skating Center ja auch nicht in die Parade fahren.

Und am Ende des Tages machte auch noch die Region rund um Krasnaja Poljana ihrem zweifelhaften Ruf als "Waschküche" alle Ehre und versank im dichten Nebel. Der Biathlon-Massenstart der Männer samt des neuen Hoffnungsträgers Erik Lesser musste verschoben werden und wird am Montag um 7 Uhr nachgeholt.

Irgendetwas vergessen? Ach ja, das Langlauf-Debakel mit der Staffel. Das lässt sich natürlich nicht so einfach vom Tisch wischen. Platz neun bedeutet schließlich das schlechteste Olympia-Ergebnis eines deutschen Quartetts seit 38 Jahren.

Es muss allerdings erwähnt werden, dass mehr möglich gewesen wäre, wenn Startläufer Jens Filbrich nicht mit dem Italiener Dietmar Nöckler kollidiert wäre. "Ich war gut in Position, da kommt der von links und macht einen Skatingschritt. Mein Ski war so verkeilt, ich kam nicht hoch", so der Oldie: "Ich war geschockt, wollte Schadensbegrenzung betreiben, aber die Schweden waren schon weg."

Tobias Angerer versuchte im Freistil noch mal alles - bis der Mann mit dem Hammer kam: "Was soll ich machen? Ich bin volles Risiko gegangen, wollte die Lücke schließen. Ich bin dann explodiert und blau gegangen."

Bei aller Enttäuschung darf man aber nicht vergessen, dass Deutschland weiterhin von Platz eins im Medaillenspiegel grüßt. Und das könnte auch so bleiben, wenn man auf Tag 10 (6.30 Uhr im LIVE-TICKER) blickt. Massenstart-Doubleheader im Biathlon, Snowboardcrosser Konstantin Schad und die Skispringer in der Mannschaftskonkurrenz - das hört sich nicht schlecht an.

Die Entscheidungen des Tages:

WettbewerbEntscheidung
Ski alpin/Super-G, Männer
Jansrud setzt Norwegens Goldserie fort
Snowboard/Cross, Frauen
Samkova sorgt für tschechische Premiere
Langlauf/Staffel, Männer
DSV-Debakel bei schwedischem Triumph
Eisschnelllauf/1500 m, Frauen
Oranje-Festspiele gehen weiter

Was sonst noch wichtig war:

Bob: Es sind erst zwei Läufe vorbei, die deutschen Piloten sind im Kampf um die Medaillen aber bereits jetzt weit ins Hintertreffen geraten. Weltmeister Francesco Friedrich belegt mit Anschieber Jannis Bäcker nur den siebten Platz, der Rückstand des 23-Jährigen auf den Bronzerang beträgt schon 0,20 Sekunden.

Noch schlechter lief es für den WM-Dritten Thomas Florschütz mit Kevin Kuske (Rang 10) sowie das Duo Maximilian Arndt/Alexander Rödiger (Rang 14). Nach drei Olympiasiegen in Folge im Zweierbob droht damit das Ende der deutschen Siegesserie. In Führung liegt vor dem entscheidenden Tag der Russe Alexander Subkow vor dem Schweizer Beat Hefti und Vierer-Olympiasieger Steven Holcomb.

Curling: Achtes Spiel, siebte Niederlage - Skip John Jahr und sein Team konnten die 3:6-Pleite im Duell mit den Dänen aber eh locker nehmen. Das Halbfinale hatten sie bereits am Samstag verpasst. Das Motto seitdem: Olympische Luft schnuppern und genießen. Im letzten Spiel gegen Gastgeber Russland am Montag bekommen sie dafür noch mal die Gelegenheit.

Für mehr Aufsehen sorgten da schon die Aussagen des Millionärs, in denen er mehr Geld vom Bund für die Athleten forderte. Die Antwort von Bundesinnenminister Thomas de Maiziere: "Das ist ja interessant, dass ausgerechnet Herr Jahr dem Steuerzahler Ratschläge gibt."

Eishockey: Es läuft bislang nicht für die Sbornaja. Gegen die Slowakei musste der Gastgeber den Umweg über den Shootout gehen, bevor man den zweiten Sieg in der Vorrunde feiern konnte. Vor allem die Offense um Malkin, Ovechkin und Co. agierte über weite Strecken der Partie planlos.

Zu allem Überfluss verpasste man die direkte Qualifikation fürs Viertelfinale, weil Finnland als bester Gruppenzweiter einen Punkt mehr auf dem Konto hat und damit bereits in der Runde der letzten Acht steht. Ganz anders die USA und Team Canada: Beide Nationen marschierten mit acht Punkten ungeschlagen und als Gruppenerster weiter. Hier geht's zum Roundup.

Bei den Damen muss das DEB-Team nach der 1:2-Pleite gegen Finnland um den Klassenerhalt bangen. Sollte Deutschland auch sein letztes Turnierspiel, die Partie um Platz sieben gegen Japan, verlieren, stehen Ende des Jahres die Relegationspartien gegen die beste Mannschaft der B-Gruppe an.

Eiskunstlauf: Es ging auch ohne die Allgäuer Kuhglocke: Mit einer Saisonbestleistung, aber ohne die lautstarke Unterstützung durch den Talisman haben sich Nelli Zhiganchina und Alexander Gazsi die erhoffte Top-Ten-Platzierung punktgenau ertanzt. Die deutschen Meister im Eistanz liegen nach dem Kurzprogramm auf Rang zehn (60,91).

An der Spitze kam es wie erwartet zum Zweikampf zwischen den Vancouver-Olympiasiegern Tessa Virtue und Scott Moir (76,33) sowie den aktuellen Weltmeistern Meryl Davis und Charlie White. Das US-Paar übernahm mit 78,89 Punkten knapp die Führung, Dritte sind die Vize-Europameister Jelena Ilinich und Nikita Kazalapow aus Russland (73,04).

Ski alpin: Das Hoffen und Bangen um Felix Neureuther geht weiter. Gerade der Start beim Riesenslalom am Mittwoch steht noch in den Sternen. Falls möglich, werde er zunächst am Dienstag ein Stangentraining absolvieren und von diesem Test "abhängig machen, ob es Sinn macht oder nicht", so die deutsche Medaillenhoffnung. "Auf Biegen und Brechen" werde er das Risiko nicht in Kauf nehmen, versicherte Neureuther. "Das macht wenig Sinn, den Fehler werde ich nicht mache." Wir drücken die Daumen, Felix!

Mann des Tages: Andrew Weibrecht

Klar, Kjetil Jansruds Märchen from Zero to Hero - oder besser gesagt vom Kreuzbandriss zum Olympiasieg - wäre eine Option gewesen. Aber der Norweger hat ja bereits bei der Abfahrt mit Bronze seine Klasse unter Beweis gestellt.

Das hat Andrew Weibrecht nicht. Nicht in Sotschi, und eigentlich auch bei keinem anderen Rennen in den vergangenen vier Jahren. Sein letztes Top-20-Ergebnis im Super-G fuhr er in Vancouver 2010 ein. Damals schnappte er sich sensationell Bronze - 48 Monate später baumelt jetzt sogar Silber um seinen Hals. Wahnsinn!

Das "War Horse", wie der in der Vergangenheit von unzähligen Verletzungen geplagte US-Boy auch genannt wird, konnte sein Glück kaum fassen: "Ich habe auf die Anzeigetafel geschaut und die Zwei gesehen. Mein einziger Gedanke: 'Ihr wollt mich doch verarschen?!'" Eigentlich könnte Weibrecht jetzt erst mal vier Jahre lang durchfeiern. Wen interessieren schon irgendwelche Weltcupevents in Beaver Creek oder Gröden? Wir sehen uns 2018 in Pyeongchang, Andrew!

Frau des Tages: Lindsey Jacobellis

Acht Goldmedaillen bei den X-Games. Dazu drei WM-Titel. Lindsey Jacobellis ist längst eine Snowboardcross-Ikone. Nur bei diesen vermaledeiten Olympischen Spielen will es für das US-Girl einfach nicht klappen.

Kleiner Blick zurück: In Turin 2006 schmiss Jacobellis Gold weg, als sie beim letzten Sprung einen Trick zeigen wollte und stürzte. Bei den Spielen in Vancouver ein ähnliches Bild: Bereits im Halbfinale kollidierte sie mit einem Tor und musste sich mit Platz sieben zufriedengeben.

Und in Sotschi? Es tut einem im Herzen weh, aber auch am Schwarzen Meer war ihr der Olympiasieg einfach nicht vergönnt. Wegen eines Fahrfehlers platzte ihr Traum erneut im Kampf ums Finale. Eigentlich nicht zu fassen. Es bleibt zu hoffen, dass sie trotzdem ihrem Lebensmotto treu bleibt: "Snowboarden soll einfach Spaß machen."

Sprüche des Tages:

"Mit diesen Skiern hätte ich sogar gegen Zlatan (Ibrahimovic) verloren." (Der norwegische Langläufer Petter Northug nach dem Debakel im Staffel-Rennen, das Erzrivale Schweden für sich entschied)

"Ich war in meinem Kopf schon hier. Jeder denkt, es wären meine ersten Olympischen Spiele. Für mich sind es meine tausendsten." (US-Skirennläuferin Mikaela Shiffrin)

"Ich kann mich nicht erinnern, wann ihr zuletzt in den Speed-Disziplinen etwas gewonnen habt. Ihr seid wohl zu ängstlich." (Erna Solberg, Ministerpräsidentin von Norwegen, nach dem Super-G-Olympiasieg des Norwegers Kjetil Jansrud zu schwedischen Journalisten)

"Diese Olympischen Spiele sind nicht so gelaufen, wie ich das wollte. Keine Medaillen. Ich war nicht gut genug. Aber ich bin gesegnet mit wunderbaren Mannschaftskollegen. Danke, Kjetil." (Aksel Lund Svindal, Norwegen, der als Mitfavorit in Abfahrt und Super-G gestartet war, über sich und seinen Landsmann Kjetil Jansrud, Abfahrts-Dritter und Olympiasieger im Super-G)

"Ich werde alt." (Bode Miller auf die Frage, was er darüber denke, dass er mit Platz drei im Super-G den Norweger Kjetil Andre Aamodt als ältesten Olympia-Medaillengewinner im Ski-Rennlauf abgelöst hat)

"Mein Herz ist gut darin, sich von Ergebnissen in Ski-Rennen zu erholen." (Miller auf die Frage, wie er es geschafft habe, nach der enttäuschenden Abfahrt so stark zurückzukommen)

"Solange er mir nicht nur die Hälfte der Medaille gibt..." (Der Kanadier Jan Hudec auf die Frage, ob es für ihn okay sei, dass er sich Bronze im Super-G mit Miller teilen muss)

"Heute ist mir noch etwas schwindelig, aber eines wollte ich noch loswerden: Es tut mir Leid, Planke!" (Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Richtig, Felix Neureuther?)

"Es war, als würde ich auf Kartoffelpüree landen." (Die US-Amerikanerin Lindsey Jacobellis über ihren Sturz im Snowboardcross-Halbfinale)

"Ich hasse Schnee." (NBA-Spieler DeMar DeRozan scheint mit den Winterspielen nicht wirklich etwas anfangen zu können. Nun gut, er kommt ja auch aus Compton, einem Vorort von Los Angeles)

"Ich schäme mich tief, bin innerlich kaputt." (Eisschnelllauf-Weltrekordler Shani Davis zeigt sich gegenüber dem niederländischen Internetportal "Nusport.nl" mit den Plätzen 8 und 11 alles andere als zufrieden)

Zahlen des Tages:

1 Jahr ist der Kreuzbandriss von Kjetil Jansrud her. Nun ist der Norweger Olympiasieger im Super-G. Eine Bilderbuch-Geschichte.

4 Mal Gold in den letzten vier Olympischen Super-G-Rennen (2x Aamodt, 1x Svindal, 1x Jansrud). Norwegen scheint in der Speed-Disziplin nahezu unschlagbar zu sein. Eine ähnliche Erfolgsserie im Ski alpin können nur die Österreicher vorweisen (1952 bis 1964).

Hier geht's zum Medaillenspiegel

10 Duelle gab es zwischen den DEB-Frauen und Finnland bislang. Am Ende jubelten immer die Skandinavierinnen.

12 Jahre lang hielt der Olympische Rekord über 1500 Meter von Anni Friesinger. Dann kam eine Shorttrackerin namens Jorien ter Mors um die Ecke und war mit 1:53,51 Minuten genau 51 Hundertstel schneller als die Deutsche.

36 Jahre und 127 Tage war Bode Miller beim Gewinn seiner Bronzemedaille im Super-G alt. Damit hat der US-Boy den Rekord von Kjetil Andre Aamodt (34 Jahre und 169 Tage) gebrochen.

100 Medaillen bei Olympia haben die Franzosen nun auf dem Konto. Für das Jubiläums-Edelmetall sorgte die Männer-Staffel im Langlauf.

1972 belegten die DDR-Rodler die ersten vier Plätze bei den Winterspielen in Sapporo. Es war der letzte Vierfacherfolg bei Olympia - bis die niederländischen Eisschnellläuferinnen über 1500 Meter der Konkurrenz keine Chance ließen.

Name des Tages: Jorien ter Mors

"Ter Mors - klingt irgendwie nach Thermoskanne." Wir geben es zu: Manchmal ist es schwer, einen Namen des Tages zu finden. Und noch schwerer, eine sinnvolle - oder auch sinnlose - Begründung zu finden. Da kam der Einwurf eines nicht näher benannten NBA-Redakteurs an Tag 9 ganz recht.

Außerdem muss Jorien ter Mors auf jeden Fall in der Tageszusammenfassung vorkommen. Wer die Olympischen Spiele als Fahnenträgerin beginnt, dann im Shorttrack antritt und zu guter Letzt auch noch die versammelte Weltelite samt Titelverteidigerin Ireen Wüst über 1500 Meter im Eisschnelllauf düpiert, hat schließlich einen Platz verdient.

Dass die Niederländerin, die mit ihrem Doppelstart für ein Novum in der Olympia-Geschichte der Frauen sorgte, nach eigenen Aussagen Eisschnelllauf eigentlich langweilig findet, macht den Erfolg umso besser. "Fantastisch. Ich bin sprachlos. Es ist verrückt, dass ich auf dieser Bahn Olympiasiegerin geworden bin", so ter Mors, die die Goldmedaille ihrem im Sommer 2013 an Krebs verstorbenen Vater widmete.

Eine Hollywood-reife Geschichte - die der Konkurrenz allerdings langsam Kopfzerbrechen bereiten sollte, wenn sie jetzt schon von einer niederländischen Shorttrackerin stehen gelassen werden. SPOX wartet bereits sehnsüchtig auf den ersten Oranje-Eishockeyspieler, der sich in den engen Rennanzug zwängt...

Der Olympia-Zeitplan

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