Donnerstag, 20.02.2014

"Einfach der Wahnsinn"

Cakmakli genießt trotz Quali-Aus

Ski-Freestylerin Sabrina Cakmakli schied bei der Premiere des olympischen Halfpipe-Wettbewerbs in der Qualifikation aus. Ihre Freude an Olympia trübte das nicht.

Sabrina Cakmakli schaffte nicht den Sprungs ins Finale
© getty
Sabrina Cakmakli schaffte nicht den Sprungs ins Finale

Nein, wie eine Verliererin sah Sabrina Cakmakli nun wirklich nicht aus. Mit einem breiten Grinsen schlenderte die Ski-Freestylerin durch den Zielbereich im Rosa Chutor Extreme Park und genoss jede Sekunde ihres olympischen Traums. Ihr Aus in der Qualifikation? Egal! "Das war saugeil, einfach der Wahnsinn", sagte die 19-Jährige nach ihrem unerwarteten Olympia-Debüt.

Am Ende belegte Cakmakli unter 23 Teilnehmerinnen Rang 14 und verfehlte damit das Finale der besten zwölf Starterinnen. "Natürlich ist es ein bisschen ärgerlich, dass ich es so knapp nicht geschafft habe", sagte die gebürtige Allgäuerin. Die positive Erfahrung ihrer unerwarteten Olympia-Teilnahme aber wollte sie sich nicht nehmen lassen: "Ich hatte keinen Druck und habe alles genossen."

Sturz im zweiten Run

Dabei hatte sich die Sportstudentin sogar berechtigte Hoffnungen auf den Einzug in die Endläufe am späten Donnerstagabend machen dürfen: Nach dem ersten Quali-Durchgang lag Cakmakli mit 64,80 Punkten auf Rang elf, wurde dann aber bereits vor ihrem zweiten Lauf überholt.

"Mit dem ersten Run war ich ziemlich zufrieden, im zweiten wollte ich dann angreifen", sagte Cakmakli. Das Risiko wurde nicht belohnt, sie stürzte und konnte ihre Wertung nicht mehr verbessern. Ihre gute Laune beeinflusste das aber nicht, schließlich war schon die Teilnahme an den Spielen eine große Überraschung.

"So ein bisschen rumgefahren"

Erst im vergangenen Sommer hatte Cakmakli den Sprung vom Slopestyle zur Halfpipe gemacht - notgedrungen. Nach einer Kreuzband-Operation reiste sie nach Neuseeland, um sich dort nach erfolgreicher Reha wieder an einen Slopestyle-Kurs heranzutasten. "Aber da ging es noch nicht so mit dem Knie", sagte die Partenkirchnerin.

Ihr Trainer Thomas Hlawitschka schlug kurzerhand vor, es doch mal in der Halfpipe zu versuchen. "Ich bin dann da so ein bisschen rumgefahren und mir hat es super gut gefallen." So fuhr dann so gut rum, dass es sogar zur Teilnahme an den Spielen in Sotschi reichte.

In vier Jahren in Pyeongchang will sie einen neuen Anlauf starten, dann vielleicht zusätzlich beim Slopestyle. Olympisches Flair genießt sie jetzt aber erstmal noch in Sotschi: Statt am Freitag zurück nach Deutschland zu fliegen, bleibt Cakmakli bis Montag.

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