Samstag, 08.02.2014

Kampf gegen Doping bei Olympia

IOC schöpft Kontrollkapazität nicht aus

Das Internationale Olympische Komitee lässt während der Winterspiele in Sotschi anscheinend weniger Dopingkontrollen durchführen als vor Ort theoretisch möglich.

Das IOC will in Sotschi nicht alle Möglichkeiten im Kampf gegen Doping ausnutzen
© getty
Das IOC will in Sotschi nicht alle Möglichkeiten im Kampf gegen Doping ausnutzen

Wir haben hier alles im Labor, um auch 1000 EPO- und 1000 Blutproben zu machen", sagte Gregori Rodschenkow, Leiter des Moskauer Dopinglabors, der auch die Zweigstelle in Sotschi leitet.

Das IOC hat nur 572 Tests auf das bekannte Blutdopingmittel EPO und 509 Blutkontrollen geplant. In Sotschi gibt es auch keine Kontrollen auf Wachstumshormone, obwohl diese als Dopingmittel möglicherweise weit verbreitet sind. In Sotschi wird nach Recherchen der "ARD" ein neuerer Test, der Wachstumshormon länger nachweisen kann, nicht genutzt.

"Kein automatisches Testen"

Bei Olympia in London war dieser sogenannte Marker-Test erstmals zum Einsatz gekommen. Der medizinische Direktor des IOC, Richard Budgett, sagte hierzu im Interview mit der "ARD": "Nur, weil manche Dopingkontroll-Labore neue Tests ausprobieren, heißt das noch lange nicht, dass wir hier auch alles, was von der Welt-Anti-Doping-Agentur anerkannt ist, durchführen."

Auf "ARD"-Nachfrage, ob Blutproben nachträglich automatisch auf Wachstumshormone getestet werden, sagte Budgett: "Es gibt kein automatisches Testen. Es geht für uns darum, das zu machen, was am sinnvollsten ist."

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