Mittwoch, 19.02.2014

Gewalt in der Ukraine

Bach spricht Sportlern Mitgefühl aus

IOC-Präsident Thomas Bach hat am Mittwoch bei den Olympischen Spielen in Sotschi auf die schweren Ausschreitungen in der Ukraine reagiert. Um die Bewerbung der Stadt Lwiw um die Winterspiele 2022 macht sich der Verband unterdessen keine Sorgen.

Thomas Bach leidet mit den ukrainischen Sportlern
© getty
Thomas Bach leidet mit den ukrainischen Sportlern

"Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind in diesen schweren Zeiten beim ukrainischen Team", sagte Bach. Er lobte die Art und Weise, wie die ukranischen Sportler "weiterhin ihre Nation mit großer Würde vertreten", dies spreche "für sie und ihr Land".

Am Dienstag hatten die Kämpfe zwischen Regierungsgegnern und Sicherheitskräften in der Ukraine einen neuen Höhepunkt erreicht. Mindestens 25 Menschen starben, mehr als 1000 wurden verletzt. Bach wertete die Anwesenheit der ukranischen Sportler in Sotschi als "Symbol, dass der Sport Brücken bauen und helfen kann, Menschen verschiedener Herkunft in Frieden zusammenzubringen."

Das IOC macht sich nach der jüngsten Gewalt-Eskalation in der Ukraine jedoch noch keine Sorgen um die Bewerbung der ukrainische Stadt Lwiw für die Olympischen Winterspiele 2022. Die Spiele werden im Juli 2015 auf der IOC-Session in Kuala Lumpur vergeben.

Lwiw-Bewerbung nicht in Gefahr

"Von da an wären es noch sieben Jahre. Wir sollten jetzt nicht spekulieren", sagte IOC-Sprecher Mark Adams in Sotschi und ergänzte: "Natürlich sind das schlimme Szenen. Ich hoffe, dass der Krieg bald vorbei ist und es nicht zu weiterem Blutvergießen kommt."

Wie die ukrainischen Athleten bei den Olympischen Spielen in Sotschi die Nachrichten von den heftigen Ausschreitungen in ihrer Heimat aufgenommen haben, wusste Adams nicht. "Wir haben Kontakt zu allen NOKs, kennen aber keine Einzelheiten."

Das ukrainische IOC-Mitglied Sergej Bubka verurteilte den Gewaltausbruch. "Gewalt hat keinen Platz in der Welt. Ich will den Olympischen Frieden in mein Land bringen. Dialog ist Kraft, Gewalt ist Schwäche", twitterte der ehemalige Weltklasse-Stabhochspringer am Mittwoch: "Unsere Athleten in Sotschi kämpfen hart, aber friedlich und ehrenvoll."

Trauerflor-Verbot sorgt für Kritik

Für Verstimmung sorgte in diesem Zusammenhang das kürzlich verhängte Trauerflor-Verbot des IOC. "Wir haben vom IOC die Antwort erhalten, dass das nicht mit der Olympischen Charta zu vereinbaren ist", teilte das Nationale Olympische Komitee der Ukraine mit.

In der vergangenen Woche hatte das IOC die norwegische Delegation offiziell gerügt, weil Langläuferinnen während eines Wettkampfes Trauerflore getragen hatten. Grund für die Anteilnahme war der Tod des Bruders der Norwegerin Astrid Jacobsen.


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