Sonntag, 05.01.2014

Wegen Menschenrechtsdiskussion

Neureuther kritisiert Russland und IOC

Deutschlands bester Ski-Rennläufer Felix Neureuther hat im Vorfeld der Olympischen Winterspiele in Sotschi (7. bis 23. Februar) Kritik an den russischen Gastgebern und dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) geübt.

Felix Neureuther gilt als große deutsche Medaillenhoffnung in Sotschi
© getty
Felix Neureuther gilt als große deutsche Medaillenhoffnung in Sotschi

"Wir Athleten sollen uns bei Großereignissen auf unseren Sport konzentrieren. Aber ich muss schon sagen, dass mich die Debatte um die Menschenrechte in Russland berührt, und ich kann mir nicht vorstellen, dass die anderen Sportler das einfach ausblenden können", sagte Neureuther dem Nachrichtenmagazin "Spiegel".

Mit Blick auf die Vergabepolitik des IOC fügte der WM-Zweite im Slalom an, "die Herren, die da entscheiden", müssten sich "Gedanken machen". Beim Publikum entstehe mehr und mehr der Eindruck, Olympia würde nur noch dort stattfinden, "wo am meisten bezahlt wird".

Das sei "definitiv der falsche Weg". Der 29-Jährige, der in Sotschi seine dritten Winterspiele bestreiten wird, hält Großereignisse nur dann für sinnvoll, wenn sie Emotionen wecken: "Der Sport muss im Vordergrund stehen, nicht der Kommerz."


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