Freitag, 05.02.2010

Olympia-Vorschau: Snowboard

Goldhoffnung Kober und Superstar White

Snowboard hat sich seit seinem Debüt 1998 bei den Olympischen Winterspielen etabliert und längst das Image der etwas lockereren Sportart abgelegt. Die deutschen Hoffnungen liegen in Vancouver auf Amelie Kober, die im Parallel-Riesenslalom zum Favoritenkreis gehört. Im spektakulären Halfpipe-Wettbewerb plant Superstar Shaun White einen neuen Diagonalsprung.

Amelie Kober liegt im Disziplin-Weltcup (Parallelslalom) auf Platz fünf
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Amelie Kober liegt im Disziplin-Weltcup (Parallelslalom) auf Platz fünf

Der Einstand war ziemlich spektakulär, wenn auch nicht in der erhofften Art und Weise. Als die eher flippigen Snowboarder 1998 in Nagano erstmals olympische Medaillen umgehängt bekamen, da wurde das Gold dem Sieger des Riesenslaloms der Männer gleich wieder abgenommen.

Ross Rebagliati aus Kanada hatte offensichtlich ein bisschen gekifft, in seiner Dopingprobe fanden sich jedenfalls Spuren von Cannabis. Rebagliati bekam die Goldmedaille fünf Tage später allerdings wieder zurück.

Wegen einer angeblich "unklaren Rechtslage" verwarf der Internationale Sportgerichtshof (CAS) prompt die Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC).

Regabliati trat im Jahr danach zurück. Für den Wahlkreis seiner Heimstadt Vancouver bewirbt er sich derzeit um einen Sitz im kanadischen Parlament.

Alle Entscheidungen der Winterspiele im Überblick

Thost holte 1998 Gold für Deutschland

Ziemlich spektakulär und gänzlich skandalfrei war auch der deutsche Einstand. In der Halfpipe, damals zweiter Wettbewerb neben dem Riesenslalom, gewann Nicola Thost die Goldmedaille.

Unerwartet kam dieser Sieg nicht: Die gebürtige Pforzheimerin gilt noch heute, sieben Jahre nach ihrem Rücktritt, als eine der einflussreichsten Fahrerinnen der Szene. Die Halfpipe-Trickser betrachten sich als die einzig wahren Snowboarder, doch sie leiden unter einer Art Sinnkrise.

Seit Shaun White, Szene-Star aus den USA, in Turin 2006 das programmierte Gold gewann, herrscht Stillstand. Für Vancouver probt er nun den "Korken" - einen Diagonalsprung. Landsmann Kevin Pearce wollte mithalten, zog sich bei einem Sturz am 1. Januar aber schwer Kopfverletzungen zu.

Die Sportstätten der Olympischen Winterspiele 2010
Hier findet am 12. Februar die Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver statt. 59.841 Zuschauer können das Spektakel im BC Place Stadium bewundern
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Hier findet am 12. Februar die Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver statt. 59.841 Zuschauer können das Spektakel im BC Place Stadium bewundern
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Zudem wird das Stadion, in dem sonst Football-Spiele stattfinden, auch Ort der Siegerehrungen und der Schlussfeierlichkeiten sein
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Zudem wird das Stadion, in dem sonst Football-Spiele stattfinden, auch Ort der Siegerehrungen und der Schlussfeierlichkeiten sein
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Bei Nacht bietet das BC Place Stadium, am Nordufer des Meeresarmes False Creek gelegen, einen spektakulären Anblick
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Bei Nacht bietet das BC Place Stadium, am Nordufer des Meeresarmes False Creek gelegen, einen spektakulären Anblick
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Das Pacific Coliseum in Vancouver wird Austragungsort der Eiskunstlaufwettbewerbe sein. 16.281 Zuschauer fasst die 1967 gebaute Arena
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Das Pacific Coliseum in Vancouver wird Austragungsort der Eiskunstlaufwettbewerbe sein. 16.281 Zuschauer fasst die 1967 gebaute Arena
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Innenansicht des Pacific Coliseums. Im Medaillenspiegel beim Olympischen Eiskunstlauf stehen übrigens die Russen unangefochten an erster Stelle (Insgesamt 49 Medaillen)
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Innenansicht des Pacific Coliseums. Im Medaillenspiegel beim Olympischen Eiskunstlauf stehen übrigens die Russen unangefochten an erster Stelle (Insgesamt 49 Medaillen)
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Im Olympic Oval in Richmond (südlich von Vancouver) gehen die Eisschnellläufer an den Start. Das Stadion hat eine Kapazität von 8.000 Zuschauern
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Im Olympic Oval in Richmond (südlich von Vancouver) gehen die Eisschnellläufer an den Start. Das Stadion hat eine Kapazität von 8.000 Zuschauern
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Die UBC Thunderbird Arena in Vancouver ist eine von zwei Hallen, in denen die Eishockey-Partien stattfinden werden
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Die UBC Thunderbird Arena in Vancouver ist eine von zwei Hallen, in denen die Eishockey-Partien stattfinden werden
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In der Thunderbird Arena wird Gastgeber Kanada auf Medaillen hoffen können. Schließlich ist Eishockey die Königsdisziplin Kanadas
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In der Thunderbird Arena wird Gastgeber Kanada auf Medaillen hoffen können. Schließlich ist Eishockey die Königsdisziplin Kanadas
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Zweiter Austragungsort für Eishockey-Spiele ist der Canada Hockey Place in Vancouver. 18.630 Zuschauer können hier ihre Teams anfeuern
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Zweiter Austragungsort für Eishockey-Spiele ist der Canada Hockey Place in Vancouver. 18.630 Zuschauer können hier ihre Teams anfeuern
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Die kanadischen Eishockey-Herren konnten bereits sieben mal Gold holen, nur die Russen sind da erfolgreicher (acht Goldmedaillen)
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Die kanadischen Eishockey-Herren konnten bereits sieben mal Gold holen, nur die Russen sind da erfolgreicher (acht Goldmedaillen)
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Innenansicht des Vancouver Olympic Centres. 6.000 Zuschauer können der Jagd auf die Medaillen im Curling beiwohnen
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Innenansicht des Vancouver Olympic Centres. 6.000 Zuschauer können der Jagd auf die Medaillen im Curling beiwohnen
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Whistler Creekside ist der Austragungsort für die alpinen Skiwettbewerbe. Es gehört zum Skigebiet Whistler Blackcomb - dem größten Skibereich in Nordamerika
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Whistler Creekside ist der Austragungsort für die alpinen Skiwettbewerbe. Es gehört zum Skigebiet Whistler Blackcomb - dem größten Skibereich in Nordamerika
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Die Skisprungschanzen im Whistler Olympic Park. Sowohl die Skispringer als auch die Kombinierer werden hier auf Medaillenjagd gehen
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Die Skisprungschanzen im Whistler Olympic Park. Sowohl die Skispringer als auch die Kombinierer werden hier auf Medaillenjagd gehen
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Ein Teil der Loipe im Whistler Olympic Park. Hier werden Biathleten, Langläufer und Kombinierer um Medaillen kämpfen. Allen voran hoffentlich die Deutschen
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Ein Teil der Loipe im Whistler Olympic Park. Hier werden Biathleten, Langläufer und Kombinierer um Medaillen kämpfen. Allen voran hoffentlich die Deutschen
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Der Schießstand im Whistler Olympic Park. Hier heißt es Ruhe bewahren für Andrea Henkel und Co.
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Der Schießstand im Whistler Olympic Park. Hier heißt es Ruhe bewahren für Andrea Henkel und Co.
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Am Cypress Mountain in West Vancouver werden die Freestyle-Skifahrer und Snowboarder ihr Bestes geben
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Am Cypress Mountain in West Vancouver werden die Freestyle-Skifahrer und Snowboarder ihr Bestes geben
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Die deutsche Bob-Pilotin Sandra Kiriasis und die Anschieberin Patricia Polifka im Whistler Sliding Centre. Hier werden die Wettbewerbe im Bob, Rodeln und Skeleton ausgefochten
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Die deutsche Bob-Pilotin Sandra Kiriasis und die Anschieberin Patricia Polifka im Whistler Sliding Centre. Hier werden die Wettbewerbe im Bob, Rodeln und Skeleton ausgefochten
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Das Wahrzeichen der Olympischen Winterspiele: Ein Inuksuk aus Stein auf dem Whistler Mountain. Diese Figur ist auch Teil des Logos der Olympischen Winterspiele in Vancouver
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Das Wahrzeichen der Olympischen Winterspiele: Ein Inuksuk aus Stein auf dem Whistler Mountain. Diese Figur ist auch Teil des Logos der Olympischen Winterspiele in Vancouver
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Seit 2006 Snowboardcross

Seit Olympia 2006 wird als dritte Disziplin Snowboardcross ausgetragen, ein Wettbewerb im K.o.-System, bei dem sich vier Athleten pro Lauf um die ersten beiden Plätze balgen, um in die nächste Runde aufzurücken.

Gefahren wird auf einem künstlich angelegten Kurs mit Wellen, Sprüngen und Steilkurven. Der Wettbewerb stand Pate für Ski Cross, 2010 in Vancouver erstmals olympisch. Die von den "wahren" Snowboardern bisweilen noch belächelten alpinen Rennfahrer begannen 1998 mit einem (Einzel-)Riesenslalom, damals gewann Heidi Renoth aus Berchtesgaden Silber.

Seit Salt Lake City 2002 wird bei Olympia aber die Disziplin Parellel-Riesenslalom gefahren. Zum großen Vorteil für den darbenden Snowboard-Verband Deutschland (SVD) und sein Aushängeschild.

Verband hofft auf Amelie Kober

Die große Favoritin auf Gold beim PGS (Parallel Giant Slalom) am Cypress Mountain bei Vancouver ist Amelie Kober aus Miesbach. In Turin gewann sie vor vier Jahren noch sensationell Silber, mittlerweile ist sie in der olympischen Disziplin die große Dominatorin, in der vergangenen Saison hat sie im PGS die Weltcup-Gesamtwertung gewonnen, hinzu kam Rang drei im Gesamtweltcup.

Kober kommt in Vancouver eine besondere Bedeutung zu. Ihr Erfolg soll den SVD am Leben erhalten - was die 22-Jährige nicht so toll findet. "Ich denke nicht darüber nach, was der Verband braucht. Wenn der Verband ein ordentliches Marketingkonzept hätte, wäre er nicht in dieser Situation."

Die Situation heißt: Der SVD hat große Probleme, den Saisonetat von 1,1 Millionen Euro zu stemmen. Ganz blöd wäre, wenn sich Kober vielleicht auch noch auf ihre Leidenschaft besinnt. Denn Snowboarden, sagt sie, "ist mein Beruf." In ihrer Freizeit, gibt sie zu, "gehe ich lieber Skifahren."

Amelie Kober im SPOX-Interview


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