Freitag, 05.02.2010

Olympia-Vorschau: Shorttrack

Rodeo auf dem Eis

Shorttrack ist dank geringer Kurvenradien und einer kurzen Strecke Garant für spannende Rennen, Stürze sind fast an der Tagesordnung. Realistische Hoffnung auf eine Medaille für Deutschland besteht allerdings nicht.

Aika Klein (l.) ist in Vancouver die einzige Teilnehmerin Mecklenburg-Vorpommerns
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Aika Klein (l.) ist in Vancouver die einzige Teilnehmerin Mecklenburg-Vorpommerns

Beim ersten olympischen Auftritt 1988 in Calgary erhielt Shorttrack, damals noch als Demonstrationssportart, den Beinamen Rodeo auf dem Eis. Was das bedeutet, bekam die Welt spätestens 14 Jahre danach in Salt Lake City zu sehen.

Im 1000-m-Rennen der Männer stürzten nach einer wilden Verfolgungsjagd in der letzten Kurve alle Läufer - bis auf Steven Bradbury.

Der eigentlich chancenlose Australier spazierte gemächlich an seinen verzweifelt Richtung Ziel kriechenden Konkurrenten vorbei und brachte als erster Wintersportler Gold nach Down Under.

Stürze sind fast an der Tagesordnung

Selbst für die hart gesottenen Shorttracker war das legendäre Rennen von Salt Lake City, das der Sportart für kurze Zeit weltweite Beachtung verschaffte, alles andere als normal - obwohl Stürze fast an der Tagesordnung sind.

Die Sportstätten der Olympischen Winterspiele 2010
Hier findet am 12. Februar die Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver statt. 59.841 Zuschauer können das Spektakel im BC Place Stadium bewundern
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Hier findet am 12. Februar die Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver statt. 59.841 Zuschauer können das Spektakel im BC Place Stadium bewundern
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Zudem wird das Stadion, in dem sonst Football-Spiele stattfinden, auch Ort der Siegerehrungen und der Schlussfeierlichkeiten sein
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Zudem wird das Stadion, in dem sonst Football-Spiele stattfinden, auch Ort der Siegerehrungen und der Schlussfeierlichkeiten sein
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Bei Nacht bietet das BC Place Stadium, am Nordufer des Meeresarmes False Creek gelegen, einen spektakulären Anblick
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Bei Nacht bietet das BC Place Stadium, am Nordufer des Meeresarmes False Creek gelegen, einen spektakulären Anblick
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Das Pacific Coliseum in Vancouver wird Austragungsort der Eiskunstlaufwettbewerbe sein. 16.281 Zuschauer fasst die 1967 gebaute Arena
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Das Pacific Coliseum in Vancouver wird Austragungsort der Eiskunstlaufwettbewerbe sein. 16.281 Zuschauer fasst die 1967 gebaute Arena
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Innenansicht des Pacific Coliseums. Im Medaillenspiegel beim Olympischen Eiskunstlauf stehen übrigens die Russen unangefochten an erster Stelle (Insgesamt 49 Medaillen)
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Innenansicht des Pacific Coliseums. Im Medaillenspiegel beim Olympischen Eiskunstlauf stehen übrigens die Russen unangefochten an erster Stelle (Insgesamt 49 Medaillen)
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Im Olympic Oval in Richmond (südlich von Vancouver) gehen die Eisschnellläufer an den Start. Das Stadion hat eine Kapazität von 8.000 Zuschauern
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Im Olympic Oval in Richmond (südlich von Vancouver) gehen die Eisschnellläufer an den Start. Das Stadion hat eine Kapazität von 8.000 Zuschauern
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Die UBC Thunderbird Arena in Vancouver ist eine von zwei Hallen, in denen die Eishockey-Partien stattfinden werden
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Die UBC Thunderbird Arena in Vancouver ist eine von zwei Hallen, in denen die Eishockey-Partien stattfinden werden
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In der Thunderbird Arena wird Gastgeber Kanada auf Medaillen hoffen können. Schließlich ist Eishockey die Königsdisziplin Kanadas
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In der Thunderbird Arena wird Gastgeber Kanada auf Medaillen hoffen können. Schließlich ist Eishockey die Königsdisziplin Kanadas
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Zweiter Austragungsort für Eishockey-Spiele ist der Canada Hockey Place in Vancouver. 18.630 Zuschauer können hier ihre Teams anfeuern
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Zweiter Austragungsort für Eishockey-Spiele ist der Canada Hockey Place in Vancouver. 18.630 Zuschauer können hier ihre Teams anfeuern
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Die kanadischen Eishockey-Herren konnten bereits sieben mal Gold holen, nur die Russen sind da erfolgreicher (acht Goldmedaillen)
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Die kanadischen Eishockey-Herren konnten bereits sieben mal Gold holen, nur die Russen sind da erfolgreicher (acht Goldmedaillen)
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Innenansicht des Vancouver Olympic Centres. 6.000 Zuschauer können der Jagd auf die Medaillen im Curling beiwohnen
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Innenansicht des Vancouver Olympic Centres. 6.000 Zuschauer können der Jagd auf die Medaillen im Curling beiwohnen
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Whistler Creekside ist der Austragungsort für die alpinen Skiwettbewerbe. Es gehört zum Skigebiet Whistler Blackcomb - dem größten Skibereich in Nordamerika
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Whistler Creekside ist der Austragungsort für die alpinen Skiwettbewerbe. Es gehört zum Skigebiet Whistler Blackcomb - dem größten Skibereich in Nordamerika
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Die Skisprungschanzen im Whistler Olympic Park. Sowohl die Skispringer als auch die Kombinierer werden hier auf Medaillenjagd gehen
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Die Skisprungschanzen im Whistler Olympic Park. Sowohl die Skispringer als auch die Kombinierer werden hier auf Medaillenjagd gehen
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Ein Teil der Loipe im Whistler Olympic Park. Hier werden Biathleten, Langläufer und Kombinierer um Medaillen kämpfen. Allen voran hoffentlich die Deutschen
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Ein Teil der Loipe im Whistler Olympic Park. Hier werden Biathleten, Langläufer und Kombinierer um Medaillen kämpfen. Allen voran hoffentlich die Deutschen
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Der Schießstand im Whistler Olympic Park. Hier heißt es Ruhe bewahren für Andrea Henkel und Co.
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Der Schießstand im Whistler Olympic Park. Hier heißt es Ruhe bewahren für Andrea Henkel und Co.
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Am Cypress Mountain in West Vancouver werden die Freestyle-Skifahrer und Snowboarder ihr Bestes geben
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Am Cypress Mountain in West Vancouver werden die Freestyle-Skifahrer und Snowboarder ihr Bestes geben
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Die deutsche Bob-Pilotin Sandra Kiriasis und die Anschieberin Patricia Polifka im Whistler Sliding Centre. Hier werden die Wettbewerbe im Bob, Rodeln und Skeleton ausgefochten
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Die deutsche Bob-Pilotin Sandra Kiriasis und die Anschieberin Patricia Polifka im Whistler Sliding Centre. Hier werden die Wettbewerbe im Bob, Rodeln und Skeleton ausgefochten
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Das Wahrzeichen der Olympischen Winterspiele: Ein Inuksuk aus Stein auf dem Whistler Mountain. Diese Figur ist auch Teil des Logos der Olympischen Winterspiele in Vancouver
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Das Wahrzeichen der Olympischen Winterspiele: Ein Inuksuk aus Stein auf dem Whistler Mountain. Diese Figur ist auch Teil des Logos der Olympischen Winterspiele in Vancouver
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Im Massenstart geht es auf die 111 Meter lange Runde, die auf jedes Standard-Eishockeyfeld passt. Fast waagerechte Kurvenlagen, waghalsige Positionskämpfe und der nach Stürzen fast unvermeidliche Streit um daraus resultierende Disqualifikationen kennzeichnen das Kleinformat des Eisschnelllaufs.

In Deutschland ist Shorttrack noch immer eine Randerscheinung. Zu wenig Erfolge haben die deutschen Kufen-Cowboys und -girls vorzuweisen, zu stark ist die Konkurrenz aus Asien und Nordamerika - sowie die auf der langen Bahn.

Eine Medaille wäre eine Sensation

Seit dem ersten offiziellen Olympiastart der Shorttracker 1992 gab es einen einzigen europäischen Sieger: 1994 holte Italiens Männerstaffel Gold. Eine Medaille für deutsche Läuferinnen oder Läufer in Vancouver - es wäre die erste überhaupt - wäre eine Sensation.

Immerhin löste die Männerstaffel beim Weltcupfinale das Olympia-Ticket recht souverän. Die Dresdner Robert Seifert, Tyson Heung und Paul Herrmann sowie Sebastian Praus aus Mainz belegten in Marquette/US-Bundesstaat Michigan in deutscher Rekordzeit Platz vier. Zuvor hatte Seifert als 500-m-Fünfter für das beste deutsche Einzelergebnis der Saison gesorgt.

Nicht bei Olympia in Kanada dabei ist die deutsche Damen-Quartett, das in Marquette als Achter nicht genügend Qualifikationspunkte sammeln konnte. In der Woche zuvor war die Staffel in Montreal disqualifiziert worden. Damit wäre in den USA ein Platz im Finale nötig gewesen.

Deutschland ist damit in Vancouver nach derzeitigem Stand mit sechs Shorttrackern vertreten: Neben den vier Männern plus einem Reserveläufer für die Staffel ist auch die Rostockerin Aika Klein dabei.

Ein Süd-Koreaner an der Spitze

Held in Turin war der Südkoreaner Ahn Hyun-Soo, der die Spiele als erfolgreichster Teilnehmer verließ.

Durch den Sieg mit der 5000-m-Staffel erhöhte der Asiate seine Bilanz im Piemont auf insgesamt drei Goldmedaillen sowie einmal Bronze.

Damit verwies er Michael Greis aus Nesselwang, der im Biathlon drei Olympiasiege feierte, auf Platz zwei der Athleten-Wertung.

Alle Entscheidungen der Winterspiele im Überblick


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