Olympia

Zweites deutsches Rodel-Gold durch Hüfner

SID
Tatjana Hüfner bescherte Deutschland das zweite Gold im Rodeln
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Tatjana Hüfner ist ihrer Favoritenstellung im Rodeln gerecht geworden und hat sich die Goldmedaille geholt. Natalie Geisenberger fuhr auf den Bronzerang.

Tatjana Hüfner ist in der Goldspur von Felix Loch gerodelt und hat sich erstmals zur Olympiasiegerin gekrönt.

Die 26-Jährige aus Oberwiesenthal verwies die Österreicherin Nina Reithmayer im Whistler Sliding Centre nach vier Läufen mit einem Vorsprung von 0,490 Sekunden auf den Silberrang und bescherte dem deutschen Rodel-Team unter den Augen von DOSB-Präsident Thomas Bach zwei Tage nach dem Erfolg von Loch die zweite Goldmedaille der Winterspiele.

Seit Aufnahme ins olympische Programm 1964 war es bereits das 27. Gold für deutsche Rodler. "Es läuft super", sagte Sportdirektor Thomas Schwab. Hüfner konnte ihr Glück kaum fassen. "Der große Traum eines jeden Sportlers ist für mich wahr geworden. Ich bin überglücklich", sagte die neue Olympiasiegerin und gab zu: "Ich war schon sehr nervös."

Geisenberger holt Bronze

Natalie Geisenberger holte vor 12.000 Zuschauern Bronze mit einem Rückstand von 0,577 Sekunden auf die strahlende Siegerin. Die dritte deutsche Starterin Anke Wischnewski (Oberwiesenthal) wurde Fünfte. Das war sogar das schlechteste Mannschafts-Resultat für deutsche Frauen bei Winterspielen seit 16 Jahren.

Damals in Lillehammer holte Susi Erdmann Silber hinter der Italienerin Gerda Weissensteiner. Danach folgten ein Doppelsieg in Nagano (1998) und zwei Dreifach-Triumphe in Salte Lake City (2002) und Turin (2006). Vor vier Jahren hatte Hüfner Bronze gewonnen.

Nun behielt die von Loch im Ziel angefeuerte Gesamtweltcup-Siegerin die Nerven und wurde ihrer Favoritenrolle gerecht. Vor dem Start des Damenrennens hatte die Verkürzung und Entschärfung der Strecke nach dem tödlichen Unfall des georgischen Rodlers Nodar Kumaritaschwili für Unruhe gesorgt. Besonders der Start der um 245 m verkürzten Bahn sorgte für Gesprächsstoff und Kritik.

Feier im Kufenstüberl

"In der ersten Kurve hatte ich ein paar Schwierigkeiten. Danach bin ich gut runtergekommen", sagte Vize-Weltmeisterin Geisenberger (Miesbach) nach dem dritten Durchgang.

Diese Stelle unmittelbar nach dem Juniorenstart bereitete einigen Athletinnen Mühe, doch am Ende setzten sich die seit mehr als zwölf Jahren (98 Rennen) im Weltcup unbesiegten deutschen Frauen dank Hüfner durch.

Am Dienstagabend (Ortszeit) wurden Hüfner und Geisenberger bei der Medaillenzeremonie in Whistler geehrt, bevor es zur Feier ins Kufenstüberl des Deutschen Hauses ging.

Rodlerin Hüfner auf Goldkurs

 

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