Olympia

Rodler Kumaritaschwili in Georgien beerdigt

SID
Der Tod von Kumaritashwili rief in Vancouver große Bestürzung hervor
© Getty

Der bei den Olympischen Winterspielen tödlich verunglückte Rodler Nodar Kumaritaschwili ist am Samstag in seiner georgischen Heimat beigesetzt worden.

Acht Tage nach dem tragischen Unfall von Whistler folgten in Kumaritaschwilis Heimatstadt Bakuriani etwa 2000 Menschen dem offenen Sarg, in dem der in eine georgische Landesflagge gewickelte Leichnam des 21-Jährigen durch die Straßen von seinem Elternhaus zum kleinen Friedhof getragen wurde.

Nach einer christlich-orthodoxen Zeremonie wurde der Sarg in die schneebedeckte Erde hinabgelassen. Unter den Trauergästen war auch Georgiens Staatspräsident Michail Saakaschwili, wie viele andere in die weiße Teamjacke der georgischen Olympiamannschaft gekleidet.

Vater: "Nodar starb für seinen Sport"

Unzählige Landesfahnen wurden geschwenkt. Nodar Kumaritaschwilis Vater David sagte in tiefer Trauer: "Nodar starb für Georgien. Er starb für seinen Sport." Kumaritaschwilis Leichnam war am Mittwoch nach Georgien überführt und anschließend in seinem Elternhaus aufgebahrt worden.

Der junge Rodler war am Freitag vergangener Woche kurz vor der Eröffnungsfeier in Vancouver bei einem Trainingsunfall auf der Olympia-Bahn ums Leben gekommen. Seitdem ist die Diskussion über die Sicherheit auf der Hochgeschwindigkeitsbahn in vollem Gange.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) und der Rodel-Weltverband FIL hatten den ersten Todesfall eines Athleten in der Geschichte Olympischer Winterspiele auf menschliches Versagen zurückgeführt.

Zuletzt hatte es aber auch beim Bobtraining zahlreiche Unfälle gegeben. Der Schweizer Daniel Schmid kapitulierte am Freitag nach einer Fortsetzung der Unfallserie und verzichtet wegen Sicherheitsbedenken sogar auf einen Olympia-Start.

Trauerfeier für Kumaritaschwili

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