Olympia

Kanada startet "Mission Gold"

SID
Sidney Crosby spielt seit 2005 für die Pittsburgh Penguins
© Getty

Mit einem Schützenfest hat Kanada seine "Mission Gold" im olympischen Eishockey-Turnier gestartet. Nach holprigem Start gewannen die Ahornblätter 8:0 gegen Norwegen.

Der siebenmalige Olympiasieger um Superstar Sidney Crosby hielt dem enormen Erwartungsdruck eines ganzen Landes stand und gewann nach anfänglichen Schwierigkeiten im ersten Spiel in Vancouver gegen Außenseiter Norwegen deutlich mit 8:0 (0:0, 3:0, 5:0).

Die Ahornblätter eroberten dank der Treffer von Jarome Iginla (23. und 48.), Dany Heatley (25. und 47.), Mike Richards (32. ), Ryan Getzlaf (45.), Corey Perry (52.) und Rick Nash (59.) auf Anhieb die Tabellenspitze der Gruppe A und gaben eine erste Kampfansage an den Erzrivalen Russland ab.

Die von Stürmerstar Alexander Owetschkin angeführte Sbornaja startete mit einem 8:2 (3:0, 1:0, 4:2) gegen Lettland ins Turnier. Zuvor hatte der Weltranglisten-Fünfte USA mit einem 3:1 (1:0, 2:0, 0:1) gegen die Schweiz das größte Eishockey-Spektakel der Geschichte eröffnet.

Canada Hockey Place ausverkauft

Vor 16.652 Zuschauern im ausverkauften Canada Hockey Place wirkten die haushohen Favoriten aus Nordamerika im ersten Drittel nervös und übermotiviert. Zwar hielten sie größtenteils die Scheibe in ihren Reihen, doch beim Abschluss scheiterten die NHL-Stars entweder an den eigenen Nerven oder am starken norwegischen Torhüter Pal Grotnes.

Auch Stanley-Cup-Sieger Crosby, der bei seiner Olympia-Premiere in einer Reihe mit Rick Nash und Patrice Bergeron stürmte, wusste anfangs keinen Rat gegen den tapfer verteidigenden Weltranglisten-Elften. In der 17. Minute scheiterte Sid the Kid völlig freistehend an Grotnes. In der 23. Minute war die Gegenwehr der Norweger aber doch gebrochen, als Iginla in Überzahl mit einem wuchtigen Schlagschuss traf.

Nach dem befreienden Führungstor brannten die Kanadier ein Offensiv-Feuerwerk ab und ließen dem Gegner kaum noch Luft zum Atmen. Beim Gastgeber erhielt im Tor Roberto Luongo von den Vancouver Canucks den Vorzug vor Superstar Martin Brodeur. Der Lokalmatador zeichnete sich vor allem beim Unterzahlspiel das ein oder andere Mal aus.

"Go, Canada, go!"

Die Fans, die seit Monaten auf diesen Tag hingefiebert hatten, verwandelten derweil die Halle in ein rot-weißes Tollhaus. Mit Kanada-Flaggen feierten sie ihre Stars und sich selbst. Bereits beim Aufwärmen von Crosby und Co. hießen sie ihre Lieblinge mit frenetischen "Go Canada go!"-Rufen willkommen.

Als NHL-Legende Wayne Gretzky auf dem Videowürfel eingeblendet wurde, brandete ein Jubelorkan auf. Vor den Toren des Stadions hatten sich zuvor hunderte Menschen versammelt, um die Ankunft der Mannschaft mitzuerleben und einen Blick auf die Stars zu erhaschen.

Auf dem Schwarzmarkt mussten Fans bis zu 3000 kanadische Dollar hinblättern, um live dabei zu sein. Die jungen und erfolgshungrigen Amerikaner hatten sich zuvor gegen die Schweizer zunächst schwer getan.

Nach dem Führungstreffer durch Bobby Ryan (19.) gewannen die Offensiv-Aktionen der US-Boys jedoch immer mehr an Sicherheit. David Backes (26.) und Ryan Malone (29.) erzielten die weiteren Treffer für das überlegende Team von Coach Ron Wilson. Den Ehrentreffer für die Eidgenossen erzielte Roman Wick in der 50. Minute nach einem schweren Fehler von US-Goalie Ryan Miller.

Doppelpack von Owetschkin

Owetschkin, bei den Washington Capitals momentan bester Torschütze und Scorerkönig in der NHL, steuerte beim Sieg der Russen gegen Lettland einen Doppelpack (20. und 41.) bei.

Außerdem trafen Danis Saripow (3. und 42.), Alexander Radulow (20.), Jewgeni Malkin (39.), Ilja Kowaltschuk (44.) und Kapitän Alexej Morozow (59.) für Russland.

Die von den kanadischen Fans lautstark bejubelten Ehrentreffer für die Letten erzielten Herberts Vasiljevs (41.) vom DEL-Klub Krefeld Pinguine sowie Girts Ankipans (44.).

US-Frauen schießen Russland ab

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