Freitag, 05.02.2010

Olympia-Vorschau: Curling

Wasserfilm ab für Schöpp, Kapp & Co.

Als eine der ältesten Sportarten der Welt wurde Curling erst 1998 ins olympische Programm aufgenommen. In diesem Winter könnte es mit einer deutschen Medaille klappen. Gerade das Frauen-Team um Skip Andrea Schöpp darf sich berechtigte Hoffnungen auf Edelmetall machen.

Wäre das End an diese Stelle abgeschlossen, so gäbe es zwei Punkte für Team Gelb
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Wäre das End an diese Stelle abgeschlossen, so gäbe es zwei Punkte für Team Gelb

Der siebte Europameister-Titel hat Andrea Schöpp hungrig gemacht. Die große alte Dame im deutschen Curling-Sport will zwölf Jahre nach ihrem ersten Auftritt auf olympischem Eis in Vancouver endlich eine richtige Medaille.

Gold hatte sie zwar bereits 1992 in Albertville gewonnen, doch da war das "Schach auf dem Eis" wie 1988 in Calgary nur Demo-Wettbewerb. Schöpp freute sich zwar auch damals über den Sieg, doch so wirklich zählt der nicht.

Das will der Skip vom SC Riessersee an der kanadischen Westküste nun nachholen. Dass sie immer noch siegen kann, hatte Andrea Schöpp Anfang Dezember bei der EM in Aberdeen bewiesen, wo sie im Finale gegen Titelverteidiger Schweiz triumphierte.

Schöpp führt junges Team an

Mutig kündigte sie nach dem Coup an: "Jetzt soll eine olympische Medaille her. In Vancouver kann jeder jeden schlagen."

Schöpp kann in Vancouver wieder auf ihr junges Team bauen. Nesthäkchen ist die dann gerade erst 17-jährige Stella Heiß, Tochter des ehemaligen deutschen Eishockey-Nationaltorhüter Peppi Heiß, für die mit der Teilnahme ein Traum in Erfüllung ging.

Ebenfalls im Team: die 20 Jahre alte Corinna Scholz, die in Aberdeen debütiert hatte. "Ich freue mich unglaublich für meine sehr junge Mannschaft", sagte Andrea Schöpp, die mit ihrer ganzen Erfahrung den Konterpart spielt.

Auch für Ralph Schneider, den Sportdirektor des Deutschen Curling-Verbandes (DCV) ist für Andrea Schöpp in Kanada alles möglich: "Wir fahren absolut selbstbewusst nach Vancouver. Wenn alles super läuft, können wir da eine Medaille holen."

Die Sportstätten der Olympischen Winterspiele 2010
Hier findet am 12. Februar die Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver statt. 59.841 Zuschauer können das Spektakel im BC Place Stadium bewundern
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Hier findet am 12. Februar die Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver statt. 59.841 Zuschauer können das Spektakel im BC Place Stadium bewundern
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Zudem wird das Stadion, in dem sonst Football-Spiele stattfinden, auch Ort der Siegerehrungen und der Schlussfeierlichkeiten sein
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Zudem wird das Stadion, in dem sonst Football-Spiele stattfinden, auch Ort der Siegerehrungen und der Schlussfeierlichkeiten sein
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Bei Nacht bietet das BC Place Stadium, am Nordufer des Meeresarmes False Creek gelegen, einen spektakulären Anblick
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Bei Nacht bietet das BC Place Stadium, am Nordufer des Meeresarmes False Creek gelegen, einen spektakulären Anblick
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Das Pacific Coliseum in Vancouver wird Austragungsort der Eiskunstlaufwettbewerbe sein. 16.281 Zuschauer fasst die 1967 gebaute Arena
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Das Pacific Coliseum in Vancouver wird Austragungsort der Eiskunstlaufwettbewerbe sein. 16.281 Zuschauer fasst die 1967 gebaute Arena
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Innenansicht des Pacific Coliseums. Im Medaillenspiegel beim Olympischen Eiskunstlauf stehen übrigens die Russen unangefochten an erster Stelle (Insgesamt 49 Medaillen)
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Innenansicht des Pacific Coliseums. Im Medaillenspiegel beim Olympischen Eiskunstlauf stehen übrigens die Russen unangefochten an erster Stelle (Insgesamt 49 Medaillen)
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Im Olympic Oval in Richmond (südlich von Vancouver) gehen die Eisschnellläufer an den Start. Das Stadion hat eine Kapazität von 8.000 Zuschauern
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Im Olympic Oval in Richmond (südlich von Vancouver) gehen die Eisschnellläufer an den Start. Das Stadion hat eine Kapazität von 8.000 Zuschauern
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Die UBC Thunderbird Arena in Vancouver ist eine von zwei Hallen, in denen die Eishockey-Partien stattfinden werden
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Die UBC Thunderbird Arena in Vancouver ist eine von zwei Hallen, in denen die Eishockey-Partien stattfinden werden
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In der Thunderbird Arena wird Gastgeber Kanada auf Medaillen hoffen können. Schließlich ist Eishockey die Königsdisziplin Kanadas
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In der Thunderbird Arena wird Gastgeber Kanada auf Medaillen hoffen können. Schließlich ist Eishockey die Königsdisziplin Kanadas
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Zweiter Austragungsort für Eishockey-Spiele ist der Canada Hockey Place in Vancouver. 18.630 Zuschauer können hier ihre Teams anfeuern
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Zweiter Austragungsort für Eishockey-Spiele ist der Canada Hockey Place in Vancouver. 18.630 Zuschauer können hier ihre Teams anfeuern
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Die kanadischen Eishockey-Herren konnten bereits sieben mal Gold holen, nur die Russen sind da erfolgreicher (acht Goldmedaillen)
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Die kanadischen Eishockey-Herren konnten bereits sieben mal Gold holen, nur die Russen sind da erfolgreicher (acht Goldmedaillen)
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Innenansicht des Vancouver Olympic Centres. 6.000 Zuschauer können der Jagd auf die Medaillen im Curling beiwohnen
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Innenansicht des Vancouver Olympic Centres. 6.000 Zuschauer können der Jagd auf die Medaillen im Curling beiwohnen
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Whistler Creekside ist der Austragungsort für die alpinen Skiwettbewerbe. Es gehört zum Skigebiet Whistler Blackcomb - dem größten Skibereich in Nordamerika
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Whistler Creekside ist der Austragungsort für die alpinen Skiwettbewerbe. Es gehört zum Skigebiet Whistler Blackcomb - dem größten Skibereich in Nordamerika
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Die Skisprungschanzen im Whistler Olympic Park. Sowohl die Skispringer als auch die Kombinierer werden hier auf Medaillenjagd gehen
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Die Skisprungschanzen im Whistler Olympic Park. Sowohl die Skispringer als auch die Kombinierer werden hier auf Medaillenjagd gehen
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Ein Teil der Loipe im Whistler Olympic Park. Hier werden Biathleten, Langläufer und Kombinierer um Medaillen kämpfen. Allen voran hoffentlich die Deutschen
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Ein Teil der Loipe im Whistler Olympic Park. Hier werden Biathleten, Langläufer und Kombinierer um Medaillen kämpfen. Allen voran hoffentlich die Deutschen
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Der Schießstand im Whistler Olympic Park. Hier heißt es Ruhe bewahren für Andrea Henkel und Co.
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Der Schießstand im Whistler Olympic Park. Hier heißt es Ruhe bewahren für Andrea Henkel und Co.
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Am Cypress Mountain in West Vancouver werden die Freestyle-Skifahrer und Snowboarder ihr Bestes geben
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Am Cypress Mountain in West Vancouver werden die Freestyle-Skifahrer und Snowboarder ihr Bestes geben
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Die deutsche Bob-Pilotin Sandra Kiriasis und die Anschieberin Patricia Polifka im Whistler Sliding Centre. Hier werden die Wettbewerbe im Bob, Rodeln und Skeleton ausgefochten
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Die deutsche Bob-Pilotin Sandra Kiriasis und die Anschieberin Patricia Polifka im Whistler Sliding Centre. Hier werden die Wettbewerbe im Bob, Rodeln und Skeleton ausgefochten
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Das Wahrzeichen der Olympischen Winterspiele: Ein Inuksuk aus Stein auf dem Whistler Mountain. Diese Figur ist auch Teil des Logos der Olympischen Winterspiele in Vancouver
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Das Wahrzeichen der Olympischen Winterspiele: Ein Inuksuk aus Stein auf dem Whistler Mountain. Diese Figur ist auch Teil des Logos der Olympischen Winterspiele in Vancouver
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Curling, die Uralt-Sportart

Dies gilt auch für Andy Kapp. Mit seinem Füssener Team will der Skip endlich auch auf olympischer Bühne überzeugen. 1998 in Nagano und auch 2006 in Turin hatte er nur Rang acht belegt, seine eigenen hohen Erwartungen damit bei weitem nicht erfüllt.

Die Generalprobe in Aberdeen missglückte dem Routinier mit dem sechsten Platz ebenfalls, vielleicht ein gutes Zeichen für den zweimaligen Europameister und Vizeweltmeister von 2007.

In Vancouver gehört der uralte Sport mit schottischen Wurzeln zum vierten Mal zum olympischen Programm. Der erste datierte Curlingstein stammt aus dem Jahr 1511, der erste schriftliche Bericht über ein Curlingspiel in Latein aus der Paisley-Abtei nahe Glasgow von 1541.

Der älteste heute noch existierende Curlingclub wurde 1668 in Kinross gegründet, der erste Landesverband 1838, er erhielt vier Jahre später von Queen Victoria das Privileg "Royal".

So funktioniert das Spiel

Jeweils zehn Teams dürfen bei den Winterspielen starten. Zu den Regeln: Auf dem Eis stehen sich zwei Teams mit je vier Spielern gegenüber, die abwechselnd immer in der gleichen Reihenfolge je zwei Steine über die 44,50 m lange Bahn spielen.

Jede Mannschaft verfügt pro Durchgang (End) über insgesamt acht Steine aus Granit mit je 20 Kilo Gewicht. Aufgabe ist es, möglichst viele Steine näher als der Gegner an den Mittelpunkt eines Kreises (House) mit 3,66 m Durchmesser heranzubringen.

Gezählt werden die Steine, welche dem Zentrum näher liegen, als der beste Stein des Gegners. Jedes Team wird durch den Mannschaftsführer (Skip) geleitet. Dieser bestimmt die Taktik und spielt in der Regel die letzten beiden Steine. Durch das Wischen mit einem Besen und der dadurch entstehenden Wärme wird ein dünner Wasserfilm erzeugt.

Damit kann die Laufdauer des Steins verlängert werden. Die Steine werden aus schottischen oder walisischem Granit hergestellt. Das Spielfeld wird Rink genannt.

Alle Entscheidungen der Winterspiele im Überblick


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