Donnerstag, 07.08.2008

Olympia

Deutsche Riege besteht Generalprobe

Peking - Die deutsche Frauen-Riege hat die Generalprobe für die am 10. August stattfindende Qualifikation der Turnerinnen mit Bravour gemeistert.

Olympia, Peking, Turnen, Frauen, Marie-Sophie Hindermann
© DPA

Beim Podiumstraining im Nationalen Hallenstadion von Peking reduzierte das Sextett nach einem respektablen Auftakt am Stufenbarren am Zittergerät Schwebebalken die Fehler auf ein Minimum und stellte sich insgesamt in guter Verfassung vor.

Zum Auftakt geht es für die deutschen Frauen darum, erstmals bei Olympischen Spielen in das Team-Finale der besten Acht einzuziehen, nachdem sich seit 1992 keine Riege mehr für Olympia qualifiziert hatte.

"Das Ziel ist unbestritten, aber die Trauben hängen sehr hoch", sagte Sportdirektor Wolfgang Willam und versuchte, den Druck zu reduzieren. "Das Finale wird kein Selbstläufer."

Hindermann unzufrieden

"Das Wort Zitter-Balken ist gestrichen, wir haben kein schwaches Gerät mehr", meinte Cheftrainerin Ulla Koch schmunzelnd. Trotz der ansprechenden Leistungen mit der Barren-Vorstellung war die Trainerin aber angesichts von zwei Abgangspatzern - unter anderem von Marie-Sophie Hindermann - nicht zufrieden.

"Wir können noch weit mehr", sagte sie. Die WM-Fünfte aus Tübingen sah ihren Fehler nicht so kritisch. "Irgendwie fühlte ich mich heute schlapp. Ich habe das Gefühl, dass dies am Trinkwasser liegt, das zu wenig Mineralien enthält.

Aber ich weiß, dass ich die Übung kann", meinte Hindermann. Sollte sie ihre schwierige Übung mit Ausgangswert 7,3 im Vorkampf sicher durchbringen, wäre sogar eine Finalteilnahme möglich.

Chusovitina unterstreicht Ambitionen

Am Sprung unterstrich vor allem Altmeisterin Oksana Chusovitina ihre Medaillen-Ambitionen mit sauberen Trainingssätzen.

"Es lief gut, ich bin zufrieden", sagte die 33 Jahre alte Wahl-Kölnerin, die als erste Turnerin der Welt ihre fünften Spiele erlebt.

Am Boden hatten die Deutschen Mühe, auf stark federndem Podium nach ihren Akrobatikreihen im Feld zu bleiben.

Chusovitina zeigte an diesem Gerät noch nicht alle ihre Schwierigkeiten und ließ zwei Akro-Bahnen aus, auch um die Dauerbeanspruchung für ihren leicht angeschlagenen Rücken zu reduzieren.


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