Olympia

Nationalgarde mit Personenkontrollen

SID
Die Nationalgarde muss die entstandene Lücke füllen

Knapp eine Woche vor Beginn der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro haben die Organisatoren erneut eine drastische Änderung an ihrem Sicherheitskonzept vornehmen müssen.

Wegen Personalmangels wurde der Vertrag mit einer privaten Firma, die für die Eingangskontrolle an den Sportstätten und im Athletendorf vorgesehenen war, kurzerhand gekündigt. Die Aufgabe soll nun die Nationalgarde übernehmen.

Justizminister Alexandre de Moraes erklärte, statt der vereinbarten 3400 Mitarbeiter habe die Security-Firma, die umgerechnet 4,8 Millionen Euro für ihre Dienste erhalten sollte, nur 500 bereitgestellt. Der Plan, ein anderes Unternehmen zu verpflichten, scheiterte an dessen Forderung in Höhe von 20,4 Millionen Euro.

"Ein Wechsel zum Besseren"

Die nun eingesetzte Nationalgarde ist dem Justizministerium unterstellt. Sie ist bereits für den Gebäudeschutz und die Sicherheit an den Wettkampfstätten zuständig und soll durch Aktivierung bereits in Rente gegangener Polizisten und Feuerwehrleute aufgestockt werden. Moraes hofft, dadurch auf rund 3000 Einsatzkräfte zu kommen.

"Die Spiele werden keinen Schaden nehmen, weil es ein Wechsel zum Besseren ist. Jetzt sind die olympischen Stätten zu 100 Prozent durch die Nationalgarde geschützt", erklärte der Justizminister.

Ein ähnliches Problem hatte es auch vor vier Jahren in London gegeben, als die zuständige Sicherheitsfirma drei Wochen vor den Spielen wegen Personalproblemen absprang. Daraufhin hatte das britische Militär den Sicherheitscheck an den Eingängen übernommen.

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