Olympia

Revolte gegen Bach: "Geisteskrank"

Von SPOX
Thomas Bach (r.) befindet sich unter Dauerbeschuss

IOC-Präsident Thomas Bach befindet sich nach der Entscheidung, Russland trotz staatlich geförderten Dopings nicht von den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro auszuschließen, unter Beschuss. Vor allem ehemalige und aktive Athleten finden klare Worte. Auch ein Rücktritt des 62-Jährigen ist ein Thema.

"Diese Entscheidung ist so, als ob das IOC auf einem anderen Planeten sitzen würde und von da entscheidet", kritisierte etwa Schwimm-Legende Michael Groß die Entscheidung Bachs in der Bild. "Das Signal ist für jeden Sportler fatal. Wie soll sich ein Leistungssportler noch motivieren, wenn er weiß, dass Lug und Trug Tür und Tor geöffnet sind", so der Albatros weiter.

Auch Stefan Blöcher, der bei den Spielen 1984 sowie 1988 jeweils Hockey-Silber gewann, fand klare Worte. "Schon in Sotschi hätte er sich selbst fragen müssen, ob er noch der Richtige ist", wird der 56-Jährige zitiert."Er hat sich total unglaubwürdig gemacht. Die größte Sauerei ist die Vergabe der Winterspiele 2022 nach Peking. Danach hätte Bach schon entlassen werden müssen. Das ist geisteskrank!"

Blöcher zeigte sich zudem sicher, dass es bei den Spielen aufgrund der Entscheidung Bachs nie wieder so sein werde, wie es mal war.

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"Ein Schlag ins Gesicht"

Die Entscheidung sei "ein Schlag ins Gesicht aller teilnehmenden sauberen Sportlerinnen und Sportler", schlug ferner Jan-Philip Glania in die gleiche Kerbe. "Es zeigt, dass das IOC und Thomas Bach dem politischen Druck der Russen nachgegeben haben. Sie versuchen sich als Diplomaten, produzieren aber einen sportpolitischen Fehlschlag, der keine abschreckende Wirkung auf die Russen hat."

Auslöser für die deutlichen Worte ist die Entscheidung des IOC, Russland trotz staatlich geförderten Dopings nicht von den Olympischen Spielen in Rio auszuschließen. Stattdessen tragen nun die einzelnen Welt-Verbände die Entscheidungsgewalt.

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