Freitag, 03.08.2012

In seinem letzten Einzelrennen zum 17. Olympia-Gold

Phelps vergoldet seinen Abschied

Mama Debbie war fassungslos auf der Tribüne, vergrub ihr Gesicht in den Armen, die Zuschauer hielt es nicht mehr auf ihren Sitzen und Michael Phelps pustete völlig geschafft eine Wasserfontäne aus dem Mund.

Michael Phelps hat seinen Vorsprung als erfolgreichster Olympionik aller Zeiten weiter ausgebaut
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Michael Phelps hat seinen Vorsprung als erfolgreichster Olympionik aller Zeiten weiter ausgebaut

Der Superschwimmer vergoldete sein letztes olympisches Einzelrennen. Der 27-Jährige schaffte über 100 Meter Schmetterling noch einmal das ungewöhnliche Triple, den Sieg über diese Distanz bei drei aufeinanderfolgenden Spielen. 17. Olympia-Gold und die insgesamt 21. Medaille bei Sommerspielen - ein unglaubliche Bilanz.

Einen Abend zuvor hatte Michael Phelps erneut Geschichte geschrieben: Als erster Schwimmer schafft er es, drei olympische Goldmedaillen in Folge auf der gleichen Strecke zu gewinnen.

Und so ganz nebenbei nahm er über 200 Meter Lagen noch Revanche an Landsmann Ryan Lochte.

"Lochte ist einer der härtesten Konkurrenten, gegen die ich je geschwommen bin", sagt Phelps. Zum Auftakt hatte er die 400 Meter Lagen gegen Lochte verloren; war sogar als Vierter ohne Medaille geblieben.

Dann hatte er mit der Freistilstaffel den Olympia-Rekord der früheren russischen Kunstturnerin Larissa Latynina geknackt, die zwischen 1956 und 1964 insgesamt 18 Medaillen gewonnen hatte.

Die Lagen-Staffel ist Phelps' letztes Rennen

Michael Phelps ist aber ein Anderer als damals in Peking. 2008 war er nur fokussiert auf seine acht Olympiasiege. "Supermann", "Überirdischer" - die Superlative schienen für den Mann aus Baltimore auszugehen. In London genießt er jetzt jeden Augenblick, weil er weiß, danach ist Schluss. "Samstag ist definitiv mein letztes Rennen. Ich werde auch nicht danach irgendwelche Master-Wettkämpfe schwimmen."

Vor acht Jahren in Athen hatte Phelps seinen olympischen Triumphzug begonnen. Seitdem hat er 17 Mal Gold, zwei Mal Silber und zwei Mal Bronze gewonnen und ist der erfolgreichste Medaillensammler bei Olympischen Spielen.

Als Zugabe erhielt Phelps danach einen Anruf von US-Präsident Barack Obama, der ihm gratulierte und sogar Grüße an Mutter Deborah ausrichtete.

Noch ein weiteres Gold hat der 26-malige Weltmeister zum Abschluss am Samstag mit der Lagenstaffel so gut wie sicher. Dann endet die Ära des großen Michael Phelps, der schon einen neuen Dauer-Rivalen für Lochte im Blick hat. "Chad de Clos - dieser südafrikanische Junge ist wirklich gut."

Und bei den Frauen? Da ist längt die "Misses" Phelps aufgetaucht. Die erst 17-Jährige Missy Franklin hat sich diesen Spitznamen mit ihrem dritten Olympiasieg in London verdient. Sie schwamm fünf Minuten vor Phelps über 200 Meter Rücken zum Weltrekord.

Der Medaillenspiegel

Die Topverdiener der Olympischen Spiele 2012
Prämien, Sponsoren, Werbeverträge: Das sind die bestbezahlten Olympioniken (nach ihren Einkünften 2011). Platz 10: Tennisspielerin Li Na (15 Mio. Euro)
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Platz 9: Chris Paul von den Los Angeles Clippers geht in London für das Dream der USA an den Start. 2011 verdiente er umgerechnet 15,7 Mio. Euro
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Platz 8: Novak Djokovic hatte 2011 einen unglaublichen Lauf und übernahm die Tennis-Weltspitze. Dies bescherte ihm ein Jahressalär von 16,2 Mio. Euro
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Platz 7: Usain Bolt gilt nach wie vor als schnellster Mann der Welt und hält gleich mehrere Weltrekorde. Im Jahr 2011 verdiente der Jamaikaner 16,6 Mio. Euro
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Platz 6: Carmelo Anthony von den New York Knicks spielt seit acht Jahren für das Dream Team. Unter den bestbezahlten Olympioniken ist er Sechster (18,7 Mio. Euro)
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Platz 6: Carmelo Anthony von den New York Knicks spielt seit acht Jahren für das Dream Team. Unter den bestbezahlten Olympioniken ist er Sechster (18,7 Mio. Euro)
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Platz 5: Nach den verlorenen NBA-Finals mit Oklahoma hat Kevin Durant mit dem Dream Team nun neue Ziele. Auf der Verdienst-Liste Olympias ist Durant Fünfter (20,8 Mio. Euro)
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Platz 4: French-Open-Siegerin Maria Scharapowa ist die bestbezahlte Olympionikin bei den Sommerspielen. Insgesamt verdiente die Russin im Jahr 2011 22,1 Mio. Euro
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Kobe Bryant will noch einmal den Titel
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Kobe Bryant will noch einmal den Titel
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Platz 2: King James ist nicht nur NBA-Champion und MVP, sondern auch der bestbezahlte Basketballer Olympias. Sein Einkommen 2011 lag bei 42,7 Mio. Euro
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Platz 1: Roger Federer ist der große Favorit auf Gold in Wimbledon. Der Topverdiener (44,8 Mio. Euro) unter allen Olympioniken ist er schon
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