Olympia

Degenfechterinnen scheitern im Viertelfinale

SID
Britta Heidemann (l.) und ihre Teamgefährtinnen konnten gegen China nicht gewinnen
© Getty

Die deutschen Degenfechterin sind im olympischen Mannschaftswettbewerb bereits im Viertelfinale ausgeschieden. Das Trio mit der Olympia-Zweiten Britta Heidemann (Leverkusen), Imke Duplitzer (Bonn) und Monika Sozanska (Heidenheim) verlor gegen die Gold-Favoritinnen aus China 42:45.

Britta Heidemann wollte am liebsten gar nichts sagen. "Ich hatte gehofft, ich komme da herum", sagte die Olympia-Zweite nach dem Aus im Mannschaftswettbewerb der Degen-Damen: "Ich bin sehr enttäuscht, ich hatte mir mehr ausgerechnet. Aber wenn die Punkte fehlen, gewinnt man nicht."

Drei Zähler waren es schließlich, die gegen China über Platzierungsrunde oder Halbfinale entschieden. Auch ein Schlussspurt Heidemanns im letzten Gefecht gegen Vize-Weltmeisterin Sun Yujie brachte keine Wende. Zu groß war da schon der Rückstand auf die zum Favoritenkreis zählenden Fechterinnen aus dem Reich der Mitte.

Gesamtleistung nicht abgerufen

"Wir haben am Anfang und in der Mitte die Punkte liegen gelassen", sagte Heidemann und sah sich im ersten Gefecht gegen Li Na als Opfer der Passivitätsregel: "Die aktivere Fechterin wird bestraft. Ich habe schon mehr als einen Brief an den Weltverband wegen dieser Regelung geschrieben."

Letztlich war das passive Verhalten von Li Na, das zum Übergang in das nächste Gefecht führte, wohl der Schlüssel zum chinesischen Erfolg. Denn Heidemann gewann ihre Duelle mit Luo Xiaojuan sowie Sun Yujie, und auch die vor den Spielen durch Kritik am Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) aufgefallene Imke Duplitzer entschied ein Teilgefecht klar für sich.

Nur Monika Sozanska erwischte einen schwachen Tag und ging dreimal als Verliererin von der grünen Planche. "In der Mannschaft ist es so, dass eine für die andere einspringen kann. Wir haben aber unsere Gesamtleistung, wie sie gegen China nötig gewesen wäre, nicht abrufen können", sagte Heidemann und nahm Sozanska in Schutz

Letzte Medaillenchance im Florett

Vor acht Jahren hatte die Peking-Olympiasiegerin mit Duplitzer und Claudia Bokel noch auf dem Podest gestanden. In Athen gewannen sie die bisher einzige Team-Medaille für die deutschen Degen-Damen, als sie sich im Finale nur den Russinnen geschlagen geben mussten.

Dem Deutschen Fechter-Bund (DFeB) bleibt am Sonntag nur noch eine Medaillenchance. Die Florett-Mannschaft um Peking-Olympiasieger Benjamin Kleibrink gilt allerdings als sichere Bank. Dennoch blieben nach dem Einzel-Silber von Heidemann am Ende nur zwei Medaille für die erfolgsverwöhnten Fechter. Vor den Spielen hatte man sich ein wenig mehr ausgerechnet.

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