Montag, 23.07.2012

Abschiedstour von Präsident Rogge beginnt auf 124. IOC-Session

Bach hält sich in der zweiten Reihe

Ein reichliches Jahr vor dem Ende seiner Amtszeit beginnt für Jacques Rogge am Dienstag im Grosvenor House Hotel gegenüber von Speakers' Corner am Londoner Hyde Park die Abschiedstour. Thomas Bach ist ein möglicher Nachfolger als Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC).
 

Thomas Bach posiert vor den Olympischen Spielen mit Tischtennis-Star Timo Boll
© Getty
Thomas Bach posiert vor den Olympischen Spielen mit Tischtennis-Star Timo Boll

Doch der oberste deutsche Sportfunktionär wird sich auch auf der 124. IOC-Session zu keinem Kommentar über seine Zukunft bewegen lassen und nochmals im Schatten des belgischen Chevaliers arbeiten. Als Etappensieg für Bach ist der Einzug von Ex-Fechterin Claudia Bokel als Athleten-Vertreterin in die Exekutive zu werten.

"Thomas genießt sehr viel Respekt und Unterstützung im Internationalen Olympischen Komitee", erklärte Rogge zuletzt in einem Interview der "Welt am Sonntag". "Dass er als einziger Kandidat antritt, erwarte ich nicht. So oder so: Thomas wäre ein Favorit. Daran besteht kein Zweifel."

Die Wahl des IOC-Präsidenten steht im September 2013 auf der dann 125. Session in Buenos Aires an. Der 70 Jahre alte Jacques Rogge selbst darf nach zwei Amtszeiten und insgesamt zwölf Jahren auf dem Thron der "Olympier" nicht erneut kandidieren.

Die größten Athleten der olympischen Spiele
18 Mal Gold: Michael Phelps ist der König des Wassers
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Die gesamte Olympia-Ausbeute von Michael Phelps: 18 Mal Gold, zwei Mal Silber, zwei Mal Bronze - absolut unerreicht!
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Der US-Amerikaner Alfred Adolf "Al" Oerter Jr. gewann insgesamt viermal olympisches Gold - zum ersten Mal 1956 in Melbourne
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"The flying dutchmam" Fanny Blankers-Koen gewann ebenfalls viermal Gold. Damit ist sie eine der erfolgreichsten Olympionikinnen aller Zeiten
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Bob Beamon gelang bereits 1968 der "Sprung ins 21. Jahrhundert". Sein Weltrekord von 8,90 Metern hielt 23 Jahre
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Sie ist die erfolgreichste deutsche Olympionikin: Birgit Fischer. Die Kanutin gewann insgesamt acht Goldmedaillen
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Carl Lewis ist der Leichtathlet des Jahrhunderts. Insgesamt räumte der Sprinter und Weitspringer neunmal Gold bei Olympia ab
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Mit zarten 14 Jahren holte Nadia Comaneci die Bestnote und damit Gold am Stufenbarren - ihr Leben ist mittlerweile sogar verfilmt
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122 Mal in Folge ungeschlagen beim 400-Meter-Hürdenlauf zwischen 1977 und 1987: der US-Amerikaner Edwin Moses.
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Florence Griffith-Joyner sprintete 1988 in Weltrekordzeit zum Olympiasieg über 100 Meter. Die Dominatorin starb 1998 im Alter von 38 Jahren
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Jenny Thompson konnte nie eine Einzel-Goldmedaille gewinnen. Mit der Staffel holte sie insgesamt acht Goldene
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Der vielleicht schnellste Mann der Welt: Michael Johnson lief über 400 Meter Weltklassezeiten wie am Fließband und holte fünfmal olympisches Gold
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Kornelia Ender startete für die DDR und holte viermal olympisches Gold - davon zwei Medaillen innerhalb nur einer halben Stunde
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Larissa Semjonowna Latynina gewann für die ehemalige Sowjetunion 18 Medaillen bei olympischen Spielen
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Siebenmal Gold 1972 in München, siebenmal mit Weltrekord: Der US-Amerikaner Mark Spitz stellte insgesamt 22 Weltrekorde auf
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James Cleveland "Jesse" Owens gewann als erster Sportler vier Goldmedaillen bei Olympia, nämlich 1936 über 100m, 200m, im Weitsprung und 4x100m
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Fünfmal Gold in fünf aufeinander folgenden Olympischen Spielen: Ruderer Sir Steve Redgrave
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Gesprächsbedarf zum Ticket-Skandal

Mit Verweis auf das noch verbleibende Amtsjahr von Rogge mag sich Bach nicht zu seiner erwarteten Kandidatur äußern. Auch andere Ambitionierte werden sich wohl erst in den letzten Monaten vor der Präsidentenkür in Argentinien aus der Deckung wagen.

Erwartet werden mindestens zwei Gegenkandidaten. Eine Bewerberin könnte die Olympiasiegerin von 1984 über die 400 Meter Hürden, Nawal El Moutawakil sein. Die Marokkanerin war die erste Afrikanerin und zugleich erste Muslimin, die olympisches Gold gewann, sitzt seit 1998 im IOC, seit 2008 gemeinsam mit Bach im engen Führungszirkel des Exekutivkomitees und will sich in London zur Vizepräsidentin wählen lassen.

Während im kommenden Jahr in Buenos Aires, wo auch der Olympia-Ausrichter für 2020 aus den drei Kandidaten Tokio, Istanbul und Madrid ermittelt wird, erhebliche Brisanz über der Konferenz der aktuell 106 IOC-Mitglieder liegt, ist in London im Licht der Olympischen Spiele Geschlossenheit gefragt. Konflikte sind angesichts der glänzenden Vermarktungserfolge im Bereich der TV-Verträge auch im Bereich der Finanzen nicht zu erwarten. Gesprächsbedarf besteht im Skandal um offenbar von Sportfunktionären verschobene Olympia-Eintrittskarten und Doping-Enthüllungen an.

Im Vorfeld der Spiele war bekannt geworden, dass fünf nochmals untersuchte Proben der olympischen Spiele 2004 in Athen positive Dopingbefunde zur Folge haben könnten. Die Auswertung der B-Proben wird in den nächsten Tagen erwartet. Die Ethik-Kommission des IOC hatte in London bereits der geständigen Dopingsünderin Crystal Cox (USA) die Goldmedaille in der Athener 4x400-Meter-Staffel aberkannt. Der Fall des ebenfalls geständigen Zeitfahr-Olympiasiegers von 2004, Tylor Hamilton (USA), soll ebenfalls in den nächsten Tagen entschieden werden.

Wahlsieg von Bokel

Ein erster großer deutscher Wahlsieg war schon vor dem Beginn der Session zu registrieren. Die ehemalige Fecht-Weltmeisterin Claudia Bokel ist in London zur Vorsitzenden der Athleten-Kommission gewählt worden und rückt damit neben Bach in das Exekutivkomitee, den engsten IOC-Führungszirkel auf.

Bei der Wahl zur Nachfolge des scheidenden Vorsitzenden Frankie Fredericks aus Namibia setzte sich Bokel gegen den viermaligen Schimm-Olympiasieger Alexander Popow aus Russland sowie den britischen Skeleton-Vizeweltmeister von 2009, Adam Pengilly, durch. "Demütig nehme ich das Vertrauen entgegen, das meine Kollegen in mich gesetzt haben", sagte Bokel. "Ich wünsche ihr alles Gute. Sie wird ein großer Anwalt der Athleten in der olympischen Bewegung sein", ergänzte Fredericks.


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