Donnerstag, 31.05.2012

Olympische Spiele in London

DOSB nominiert die ersten 85 Athleten

57 Tage vor dem Beginn der Olympischen Spiele in London hat der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) am Donnerstag in Frankfurt am Main die ersten 85 Sportler aus elf Sportarten nominiert. Zu den Athleten, die vom 27. Juli bis zum 12. August einen Teil der deutschen Mannschaft stellen werden, gehören in den Fechtern Britta Heidemann und Benjamin Kleibrink sowie Judoka Ole Bischof auch drei Goldmedaillengewinner von Peking 2008.

"Wir für Deutschland": Thomas Bach, Britta Heidemann, Frank Ostholt und Michael Vesper (v.l.n.r.)
© Getty
"Wir für Deutschland": Thomas Bach, Britta Heidemann, Frank Ostholt und Michael Vesper (v.l.n.r.)

"Unter dem Motto 'Wir für Deutschland' werden unsere Sportlerinnen und Sportler Deutschland sympathisch und erfolgreich im härtesten Wettstreit der Olympia-Geschichte repräsentieren", sagte DOSB-Präsident Thomas Bach, der 1976 in Montreal selbst Olympiasieger im Fechten geworden war.

"Die Vorfreude auf London wächst. Man hat das Gefühl, jetzt geht es wirklich los. Die Olympiamannschaft bekommt ein Gesicht", sagte Bach.

Weitere Nominierungsrunden Ende Juni und Anfang Juli

Die beiden weiteren Nominierungsrunden finden am 25. Juni mit rund einem weiteren Dutzend Sportarten und am 4. Juli mit den restlichen Sportarten, Sonderfällen sowie allen Betreuern statt.

Insgesamt wird sich die Größe der deutschen Olympia-Mannschaft in London auf etwa 380 Sportler in 23 von 26 Sportarten belaufen. Das ist das kleinste deutsche Olympia-Team seit der Wiedervereinigung. Vor vier Jahren in Peking waren 440 deutsche Athleten nominiert.

Hauptgrund ist das Fehlen der Sportler aus den Mannschaftssportarten Basketball, Fußball und Handball, die sich nicht qualifizieren konnten. Hier nahm Bach die Profiligen und Verbände in die Pflicht: "Wir werden das mit den Verbänden erörtern. Ein wesentlicher Grund liegt in der Zusammenarbeit mit den Ligen. Da ist zweifellos Verbesserungsbedarf da."

"Ziel ist es trotzdem, Platz fünf im Medaillenspiegel zu behaupten", sagte DOSB-Generalsekretär und Chef de Mission Michael Vesper. Vor vier Jahren hatte die Mannschaft 16 mal Gold, 10 mal Silber und 15 mal Bronze gewonnen.

Athletenvereinbarung gegen Doping

Alle nominierten Sportler mussten vor ihrer Berufung die vom DOSB-Präsidium verabschiedete Athletenvereinbarung unterzeichnen. Die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) prüfte zudem, ob sie in jüngster Vergangenheit gegen Dopingbestimmungen verstoßen haben. Im Vorfeld der Spiele werden alle Mannschaftsmitglieder noch einmal unangekündigt von der NADA getestet.

"Der DOSB vertraut darauf, dass die deutschen Athletinnen und Athleten für einen sauberen Sport ohne Doping und Manipulation eintreten", betonte Bach: "Wir wollen keinen schmutzigen Lorbeer und keinen Erfolg um jeden Preis." Für den Fall eines Dopingvergehens sind zusätzliche Sanktionen vorgesehen, wie Michael Vesper erklärte: "Dann wird der DOSB die Entsendungskosten von den Betroffenen zurückfordern."

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