Dienstag, 17.01.2012

Sicherheitsvorkehrungen in der Kritik

Polizist verschlampt Sicherheits-Dokumente

Peinliche Panne: Ein britischer Polizist hat Dokumente zu den Sicherheitsbestimmungen bei den Olympischen Sommerspielen in London im Zug liegen gelassen. Die Londoner Polizei bestätigte am Dienstag den Zwischenfall.

Die vergessenen Dokumente sind nicht die erste Sicherheits-Panne vor den Spielen in London
© Getty
Die vergessenen Dokumente sind nicht die erste Sicherheits-Panne vor den Spielen in London

"Natürlich gibt der Verlust von geheimen Dokumenten Anlass zur Sorge, aber wir sind überzeugt, dass dies unsere Sicherheitsvorkehrungen nicht beeinträchtigen wird", teilte die Polizei mit und fügte an, dass die Folgen des Verlustes "operativ nicht empfindlich" seien.

Die britische Tageszeitung "The Sun" hatte am Dienstag berichtet, dass sie die Dokumente von einem Zugfahrer erhalten und diese dann anschließend der Polizei übergeben habe. Laut "The Sun" waren darin Details zur Gefahrenabwehr enthalten. Die Zeitung veröffentlichte einige der Dokumente in ihrer Print-Ausgabe. Beobachter empfanden den Vorfall als peinlich. "Dies wird das Vertrauen in die Sicherheitsvorkehrungen untergraben", sagte der britische Kultur- und Medienwissenschaftler Ellis Cashmore.

Gefälschte Bombe im Olympiapark

Der Vorfall kommt nur wenige Wochen, nachdem Londoner Polizisten eine gefälschte Bombe in den Olympiapark an einem Sicherheitstest vorbei geschmuggelt hatten.

In England sind in den letzten Jahren immer wieder brisante Informationen verloren gegangen. Im Januar 2008 wurden aus einem Auto der Royal Navy Informationen über 600.000 potenzielle Rekruten gestohlen.

Einen Monat zuvor war bekannt geworden, dass Daten über drei Millionen Führerschein-Kandidaten verloren gegangen waren. Zudem beklagte das Gesundheitsministerium den Verlust von Informationen über rund 170.000 Patienten.


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