Montag, 11.08.2008

Nach dem enttäuschenden Abschneiden bei Olympia

Warnecke kritisiert Cheftrainer Madsen

Hamburg - Nach dem bisher enttäuschenden Abschneiden der deutschen Schwimmer bei den Olympischen Spielen in Peking hat Ex-Weltmeister Mark Warnecke den Führungsstil von DSV-Cheftrainer Örjan Madsen scharf kritisiert.

Olympia, Schwimmen, Warnecke
© Getty

"Im DSV herrscht im Moment ein direktives System - es gilt nur die Devise: Wer nicht mitzieht, fliegt raus", sagte Warnecke den "Stuttgarter Nachrichten", "im Moment laufen sogar noch mehrere Abmahnverfahren gegen aktive Schwimmer. So kann man mit Menschen aber nicht umgehen".

Auch an den Trainingsmethoden beim Deutschen Schwimm-Verband (DSV) ließ der einstige Brustspezialist kein gutes Haar: "In erfolgreichen Schwimm-Nationen werden die Trainingsinhalte innovativ, kreativ und individuell gestaltet. Dort werden die Inhalte nicht für alle Athleten verpflichtend von oben verordnet."

Psyche stimmt nicht

Die bislang hinter den Erwartungen zurück gebliebenen Leistungen der deutschen Athleten führt der 38-jährige Essener darauf zurück, dass etwas mit deren Psyche nicht stimme, "nur mit der richtigen mentalen Einstellung kann man gewinnen - aber die fehlt."

Warnecke weiter: "Die Sportler tun mir leid, sie können am wenigsten dafür."


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