Donnerstag, 21.08.2008

Olympia

Siebtes Gold für Chinas Wasserspringer

Peking - Chinas Wasserspringer demonstrieren bei den olympischen Wettbewerben ihre Macht auf höchst eindrucksvolle Weise. Durch die erst 15 Jahre alte Ruolin Chen gab es im siebten Wettbewerb bereits die siebte Goldmedaille für die überragenden Chinesen.

China, Turmspringen, Gold, Olympia
© DPA

Die 1,36 m große und 30 kg leichte Athletin siegte in einer dramatischen Auseinandersetzung mit 447,70 Punkten vor der ehemaligen kanadischen Weltmeisterin Emilie Heymans (437,05) und ihrer Partnerin Xin Wang (429,90).

Deutsches Waterloo schon im Vorkampf

Chen/Wang hatten gemeinsam Gold im Synchron-Wettbewerb gewonnen. 11 000 Zuschauer im erneut ausverkauften "Wasserwürfel" mussten bis zum letzten Sprung von Ruolin Chen um Gold bangen. Mit der höchsten Einzelwertung von 100,30 gelang es ihr noch, die führende Kanadierin Heymans zu verdrängen.

Die deutschen Teilnehmerinnen hatten ihr Waterloo schon im Vorkampf erlebt. Annett Gamm aus Dresden war Letzte unter 29 geworden, die Weltmeisterschafts-Dritte Christin Steuer (Riesa) hatte das Halbfinale als 19. um 1,10 Punkte verpasst. Cheftrainer Lutz Buschkow (Halle/Saale) hatte diese Leistungen als teilweise "desolat" bezeichnet.

"Es ist sehr traurig"

Buschkow war speziell von Christin Steuer enttäuscht. "Es ist sehr traurig, wenn eine Dritte der Weltmeisterschaft es nicht schafft, in ein olympisches Halbfinale einzuziehen", hatte der 50-Jährige geäußert.

Am Tag nach ihrem Vorkampf-Aus machte die 31-jährige Annett Gamm deutlich, dass Peking ihr letzter Auftritt war. "Das war es", sagte die Synchron-Europameisterin. Auch auf nationaler Ebene will die 19-fache deutsche Meisterin keine bedeutenden Wettkämpfe mehr bestreiten.

Letzter Trumpf Buschkows in Peking ist Weltcupsieger Sascha Klein aus Aachen, der im Solo-Wettbewerb vom Turm Medaillenambitionen angemeldet hat. Zweiter Deutscher ist der erst 19 Jahre alte Berliner Patrick Hausding, mit dem Klein Silber im Synchronspringen geholt hatte.

Mit diesem zweiten Platz und der Bronzemedaille der Synchron- Kunstspringerinnen Ditte Kotzian (Berlin) und Heike Fischer (Leipzig) hatten die deutschen Wasserspringer ihre Medaillen-Ausbeute von Athen 2004 verdoppelt. Vor vier Jahren hatten Andreas Wels aus Halle/Saale und der Berliner Tobias Schellenberg gemeinsam Silber vom Dreimeterbrett geholt.


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