Sonntag, 22.07.2012

Anthony Davis im Interview

"Ein Niemand unter den Superstars"

Nummer-1-Pick, Garnett-Klon und Teil des Dream Teams: Anthony Davis wird die Zukunft der NBA mitbestimmen. Der 19-Jährige, der von den New Orleans Hornets gedraftet wurde, spricht vor dem Olympia-Testspiel gegen Argentinien in Barcelona über sein "Fluss"-Motto und Glücksfall Rivers.

Nummer-eins-Pick Anthony Davis schnuppert im Team USA erstmals Profi-Luft
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Nummer-eins-Pick Anthony Davis schnuppert im Team USA erstmals Profi-Luft

SPOX: Sie standen als College-Spieler zunächst im erweiterten Olympia-Kader, fielen dem Cut zum Opfer und wurden wegen Blake Griffins Ausfall noch nachnominiert. Wie gehen Sie mit den Aufs und Abs um?

Anthony Davis: Es gibt gar keine Abs, eigentlich nur Aufs. Ich habe ohnehin damit gerechnet, dass ich nicht im Kader stehe, daher blieb ich beim vorher festgelegten Programm und trainierte weiter, um in Form zu bleiben. Dass es jetzt doch reicht, macht mich umso glücklicher.

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SPOX: Ist es die perfekte Vorbereitung auf die Rookie-Saison?

Davis: Mehr als das. Alleine schon, mit Jungs wie LeBron und Kevin Durant Zeit zu verbringen, hilft mir in meiner Entwicklung. Wenn ich sehe, wie hart sie trainieren, weiß ich, was auf mich zukommt.

SPOX: Sie sind im Zwölfer-Kader nur die Nummer zwölf. Überhaupt kein Frust?

Davis: Ich bin ein Niemand unter den Superstars. Die anderen elf sind alles Superstars, diesen Status muss ich mir erst erkämpfen. Wie schon Coach K sagt: Alleine, dass ich dabei bin, bringt mich deutlich weiter. Die Mitspieler nehmen im Training keine falsche Rücksicht, sondern fordern mich richtig. Jeder unterstützt mich und hofft, dass ich eine großartige NBA-Karriere hinlege. Das ist ein tolles Gefühl. Außerdem lerne ich, wie ein NBA-Profi auch außerhalb des Courts sich zu verhalten hat. Die anderen zeigen mir, wie professionell man arbeiten muss, wie man mit dem ganzen Rummel umgeht und wie man die Intensität in jedem Training wegsteckt.

SPOX: Ist die Trainings-Intensität beim US-Team so viel höher als bei College-Meister Kentucky?

Davis: Um Welten höher. (lacht)

SPOX: Gibt es einen NBA-Star, mit dem Sie im US-Team gerne zusammengespielt hätten?

Davis: Ganz klar: Kevin Garnett. Ich habe mich immer an seinem Spielstil orientiert und mich mit ihm verglichen. Ich bin ja in Chicago aufgewachsen, wo KG eine Zeit lang auf die Highschool ging. Es wäre ein Traum gewesen, mit ihm zu spielen.

SPOX: Sie bringen die gleiche Vielseitigkeit und überragende Defense mit. Sehen Sie sich entsprechend auf der Power-Forward-Position wie Garnett? Oder bleiben Sie Center?

Davis: Mir ist es egal. Zunächst stehen die Olympischen Spiele an, und wenn Coach K sagt, dass ich Center spielen soll, spiele ich Center. Ich bin bereit für alles.

1896 bis 2008: Die Plakate der Sommerspiele
Das offizielle Plakat zu den ersten olympischen Spielen der Neuzeit 1896 in Athen
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Das offizielle Plakat zu den ersten olympischen Spielen der Neuzeit 1896 in Athen
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Paris 1900
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London 1908
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Stockholm 1912
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1920 Antwerpen
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Sydney 2000
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Athen 2004
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Peking 2008
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London 2012: Top-angesagte britische Künstler wie Ofili, Martin Creed, Anthea Hamilton, Howard Hodgkin und andere schufen insgesamt 12 Poster
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London 2012: Top-angesagte britische Künstler wie Ofili, Martin Creed, Anthea Hamilton, Howard Hodgkin und andere schufen insgesamt 12 Poster
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London 2012: Sechs davon sind den Olympischen Sommerspielen gewidmet, sechs den Paralympics
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London 2012: Sechs davon sind den Olympischen Sommerspielen gewidmet, sechs den Paralympics
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SPOX: Sie trafen im denkwürdigen College-Finale gegen Kansas nur 1/10 Würfe, aber wurden dennoch zum MVP gewählt, weil Sie 16 Rebounds, 5 Assists und 6 Blocks lieferten. Was ist Ihre größte Qualität?

Davis: Im Championship-Game habe ich bewiesen, dass ich nicht nur scoren muss, um einen Einfluss zu haben. Ich konzentrierte mich voll auf die Defense, als ich das Gefühl bekam, dass mein Wurf einfach nicht mehr fällt. Ich bin nicht so ein Typ, der seine Würfe forciert. Daher ist meine größte Stärke vielleicht mein Motto: Statt den Fluss eines Spiels bestimmen zu wollen, schwimme ich mit dem Fluss.

SPOX: Gehen Sie auch so entspannt in die Rookie-Saison bei den New Orleans Hornets?

Davis: Absolut. Jedem ist klar, dass wir ein neues Team zusammenstellen und uns erstmal in Ruhe kennenlernen müssen. Daher wird nicht sofort das NBA-Finale erwartet. Das kommt uns zugute, um vielleicht in ein paar Jahren zu den Titelkandidaten zu zählen.

SPOX: Was erwarten Sie sich vom Zusammenspiel mit Rookie-Kollege Austin Rivers, dem Sohn von Celtics-Coach Doc Rivers?

Davis: Sehr, sehr viel. Ich kenne Austin schon lange, weil wir seit der High School in verschiedenen Auswahlteams zusammengespielt haben. Er ist ein ausgezeichneter Point Guard, der überragend passen kann. Unsere Spielweisen passen gut zueinander. Dass wir gleichzeitig in die NBA kommen und beim gleichen Klub landen, ist ein Glücksfall.

Der komplette Olympia-Terminplan

Für SPOX beim US-Team: Haruka Gruber

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